Beaujolais

Le Beaujolais

Die Weinregion Beaujolais nördlich der Stadt Lyon[boʒɔˈlɛ] ist geografisch ein Teil des Burgunds, bildet aber aufgrund der völlig unterschiedlichen Eigenschaften der Weine eine eigene Weinregion. " Der neue Beaujolais ist da! "Dieser Satz hat den Beaujolais zu einem der berühmtesten Weine der Welt gemacht. Der Beaujolais Nouveau, der junge Wein, ist besonders beliebt, aber auch die anderen Weine und die Region selbst sind eine Entdeckungsreise wert. In der nördlichen Hälfte des Beaujolais gibt es sanfte Hänge auf Granitschiefer, in der Ebene der Saône sind die Böden überwiegend sandig.

Le Beaujolais

Der vorliegende Beitrag befasst sich mit dem Weinanbaugebiet Frankreichs. Für den kleinen Bruder von König Louis-Philippe I. sieht man Ludwig Karl von Orleans, Graf von Beaujolais. Die Weinregion Beaujolais nördlich der Ortschaft Lyon[boʒɔˈlɛ] gehört geografisch zum Weinanbaugebiet des Burgunds, ist aber aufgrund der völlig unterschiedlichen Eigenschaften der einzelnen Rebsorten eine eigene Weinregion.

Beaujolais hat seinen Name vom Gut Beajeu, aber heute ist das Herz der Gegend Villefranche-sur-Saône. Der Beaujolais ist verwaltungstechnisch dem Departement Rhone und damit der Gegend Auvergne-Rhône-Alpes zugeordnet. Beaujolais besteht aus 72 Kommunen, die etwa in zwei Gebiete aufgeteilt sind. Diese Gegend, die im Norden von Villefranche-sur-Saône anfängt und unmittelbar unterhalb des Maconnais liegt, beherbergt die Spitzenweine der Beaujolais-Dörfer und der zehn Cru, den zehn AOCs.

Der Beaujolais bedeckt 23.000 Hektar Weinberge, die sich über eine Strecke von 50 Kilometern in Nord-Süd-Richtung erstrecken und nicht breiter als 15 Kilometer sind. Die Bezeichnung Beaujolais kann in der gesamten Region benutzt werden. Der Beaujolais Superrieur kann als Beaujolais bezeichnet werden, wenn der Zuckeranteil des Mosts voraussichtlich um wenigstens 0,5 % höher ist.

Im Departement Beaujolais (AOC) werden 10.500 Hektar angebaut und als solche vertrieben. Auch die Basisweine des Beaujolais Primur stammen aus dieser Domaine. In den Beaujolais Dörfern der Region haben 38 Kommunen das Recht, den Ausbau des Weines durchzuführen. An der nördlichen Grenze des Beaujolais Villages-Gebietes befinden sich zehn städtische Appelle, von denen die meisten nach Kommunen genannt sind.

Die sogenannten "Crus" (Pflanzen) des Beaujolais bilden den qualitativen Höhepunkt der Erzeugung und haben im Unterschied zu den anderen Rebsorten des Beaujolais eine Haltbarkeit. Die Beaujolais sind es: Die Beaujolais Crus: In der Weinregion Côteaux du l'Lyonnais bei Lion werden auf ca. 350 ha Rebfläche Wein im Stile des Beaujolais produziert.

Die Kooperative Sain-Bel produziert allein 75% dieses raren Beaujolais-Weins. Der Beaujolais produziert ausschliesslich aus der Rebsorte Bambus, die sehr fruchtig und gelegentlich blass ist. Die Kultivierung von Spätburgunder ist zulässig, wird aber im Beaujolais nicht mehr betrieben. In der Regel wird der Wein durch teilweises Zerkleinern der Weintrauben und anschließendes Einbringen in einen Gärbehälter gewonnen.

In Beaujolais werden die Weintrauben ganz gelassen und allein durch Gärung geplatzt (( (, ération cardique, →)). Der Beaujolais sollte früh trinken, aber der Beaujolais, der keine Primeure ist, kann mehrere Jahre lang gelagert werden. Vor allem Beaujolais-Dörfer sollten ein Jahr vor dem Verzehr ausgereift sein. Mit dem Beaujolais Priméur (auch Beaujolais nouveau) konnte der erste bereits im Jahr seiner Produktion vermarktet werden.

Die Beaujolaiser Weinbauern erhielten am 13. 11. 1951 eine Ausnahme vom franz. Im Jahre 1967 wurde der erste Verkaufstermin auf den 15. November festgesetzt und 1985 der dritte Novemberdonnerstag als fester Termin für den Verkauf des Beaujolais Neujahr. Dieses Marketing trug entscheidend zur Förderung des Beaujolais als Weinbaugebiet bei und wurde in den frühen 1950er Jahren (1953) vom Weinbauer Georg Duböuf ins Leben gerufen.

Durch sein überwältigendes Aroma und seine fruchtige Note kann ein solcher Tropfen für kurze Zeit ein Genuss sein, aber er ist beileibe nicht gerade das Allerbeste, was die Weinregion Beaujolais zu bieten hat. Die Bezeichnung primur ist nicht mit Beaujolais gleichzusetzen. Eigentlich war das Getränk der viel zu kleinen Primeure nur ein Hobby der englischen Dandies, die mit dem Privatjet nach Bordeaux geflogen sind, um für sich und ihre Freundinnen den ersten neuen franz. Weißwein zu holen.

Manche Weinliebhaber glauben, dass die besten Primeure einige wenige Monaten, wenn nicht sogar ein Jahr, auf den Kauf abwarten sollten. Durch die beschleunigte Gärung des Primurs entwickeln auch gute, schlecht gelagerte Primuren schon nach wenigen Tagen Essigaromen. Ein besonderes Merkmal des Beaujolais ist der Topfyonnais.

Im Beaujolais nimmt der Weisswein eine nachgeordnete Stellung ein und macht nur etwa 1% der Erzeugung aus. Bei den weißen Weintrauben handelt es sich um Chardonnay-Trauben, die aber für den Ruhm des Beaujolais verhältnismäßig bedeutungslos sind, und deshalb sind die weißen Beaujolais-Weine im Ausland extrem rar und nahezu unentdeckt. Der Beaujolais ist in der Bundesrepublik weitestgehend fremd.

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