Beste Weine Deutschland

Aus dem Weinbau wird Technik und Massenträger werden zum Standard.

Alles Spitzenwinzer, Spitzenweine und Raritäten. An der Mosel gibt es nicht nur schöne Landschaften, sondern auch die besten Weine Deutschlands. Aber wenn Qualität wichtiger ist als Image, ist ein erstklassiger Sekt aus Deutschland die bessere Wahl. Nein, diesmal kommt der beste trockene Riesling aus der Saar. Und wer deutschen Wein sagt, muss auch Riesling sagen.

Aus dem Weinanbau wird Technik und Massengutträger werden zum Maßstab.

In den Forschungsinstituten, die Traubensorten wie Müller-Thurgau, Kern- und Dornelder, bzw. Keu- und Kuxelrebe herstellten, wurden zudem erfolgreich Zuchtversuche durchgeführt. Ein unaussprechlicher Mix aus Herbiziden und Pestiziden, der die meisten Weinbauern innerhalb einer ganzen Familie von ihren Weingärten und der Umwelt entfremdet hat. Dies und die großen Flächenkonsolidierungen Anfang der 70er Jahre führten zum Niedergang des Weinanbaus in Deutschland.

Häufig wurde der Moselriesling durch den Müller-Thurgau abgelöst, einen typischen Ahr-Rotwein, der schlank, tanninfrei und völlig süß war. Wie die liebliche Liebesmilch, die Blaue Nonne oder der Schwarze Turm wurden Weine aus dem Land Nordrhein-Westfalen und der Region Neuseeland als typisch deutsche Weine in die ganze Welt geliefert. Natürlich war der Fortgang der Modernität kein reines Deutschlandphänomen.

Der Gegenzug kam von Jungwinzern, die Ende der 70er und Beginn der 80er Jahre die Nase voll hatten von Pflanzenschutzmitteln und flachem Geschmack. Klemens war einer der kleinen Wilder an der Mosel, der sich nach und nach in eine ökologisch orientierte Welt bewegte. Die Weinkellerei des Weingutes Heinrich zu Herrnnsheim in Rheintal war einer der ersten Akteure der Ökologie.

Nebst den wenigsten wie dem Grafen Matuschka-Greiffenclau auf Schloßvollrad, dem rheinhessischen Kaiser Karl K. G. Keller, dem pfälzischen Königshaus und einigen sehr traditionsreichen Unternehmen an den Standorten Mozarteum, Saarbrücken und Schleswig-Holstein und Ruwer, die seit jeher um hohe Qualitätsansprüche bemüht waren, begann Ende der 90er Jahre die Kehrtwende, jedenfalls im Weinbau der Spitzenklasse.

Beste Weine aus Deutschland

Die bedeutendste Weinverkostung in Deutschland wird vom Bund Deutscher Prämienweingüter durchgeführt. Er ist das Schaufenster der besten Trockenweine in Deutschland. Eine Weinverkostung mit mehr als 400 verschiedenen Weinsorten, die bisher noch niemand gekostet hat. Er ist ein Höhepunkt für jeden deutschen Weinliebhaber. Sie ist der Auftakt für den Handel, der die Weine erst am 1. September in die Verkaufsregale bringen darf.

Auch für die deutsche Presse ist es keine Nebenbemerkung wert: die Vorschau der Großen Gewächse des Verbandes deutscher Prämienweingüter (VDP) in Wiesbaden. 2. Die Freude am eigenen Lande liegt im Lande der Maschinenbauingenieure und moralischen Weltmeister zwischen Volkskunde und reaktionärer Germanistik. Auch Weine, die den Konsumenten 30 EUR und mehr gekostet haben, werden im Lande der evangelischen Arbeitsethik wohl kaum von der Vergeudung und Pomphaftigkeit der Haut befreit.

So wurde am Montagabend und Dienstags das Beste, was der deutsche Tropfen zu bieten hat, in den Wiesbadener Kurhauspromenaden präsentiert. Im Mittelpunkt steht der Weinjahrgang 2015, da der Großteil der Weine aus dem vergangenen Jahr stammt. Eine endgültige Beurteilung des Jahrganges kann nur dann ernsthaft vorgenommen werden, wenn nicht nur die einfachen Eigenschaften oder die süßen Weine verkostet wurden, sondern auch die Spitzen der getrockneten Weine.

Kurz gesagt: Neben den besten Tropfen ist immer auch die endgültige Beurteilung des Jahrganges wichtig. Das Jahr 2015 war nun von recht schwierigen Wetterbedingungen geprägt. Im Jahr 2015 besteht die Aufgabe darin, die von einer strengen Sortierung der von ihr betroffenen Weintrauben und der exakten Abstimmung des optimalen Reifegrades zu entsprechen. Am glücklichsten dürfte die Gegend um die Muschel im Jahr 2015 gewesen sein.

Der Wein von 2015 hat einen reifen und kräftigen Charakter, ohne kraftvoll oder massiv zu sein. Das Hauptmerkmal eines Moselrieslings ist es, die Leichtheit und Verspieltheit in all ihren süßen und sauren Aspekten zu erhalten, was diese Weine so einmalig in der Welt macht. Wenn man bedenken könnte, dass die globale Erwärmung der vergangenen Dekaden an der Mosel zu großvolumigen Tropfen führte, galt das genaue Gegenteil für den Großweinbereich - also die ertragsarmen, ausgetrockneten Weine: Die Großweine der Mosel erschienen in der Regel etwas schlank, etwas unkörperlich, etwas unbekannt.

Die Weinlese 2015 wendet sich hier an alle Untergangspropheten (wie mich), die das Thema "Große Pflanze" nie als eine Kraft der Muschel betrachtet haben. Die Weinkellerei Heymann-Löwenstein am unteren Moselufer bei Köln glänzt bereits mit 5 (fünf!) Rieslinge, die anders nicht sein können. Seine große Pflanze aus dem Hause Rüttgen hat etwas fruchtig-weibliches, das Sie auf Anhieb in seinen Bann ziehen wird.

Sie wollen Ihre Nasen nicht mehr aus dem Weinglas holen, der sich mit steigender Hitze so kompliziert inszeniert. Natürlich gibt es auch den riesigen Riesenriesling vom Grundstück "Laubach" in Uhlen. Dort starten die beiden Rebsorten wieder den Aussenbordmotor und erzeugen angenehme Wogen stiller Emotionen: unwahrscheinlich kompliziert, ernst, tiefsinnig und doch mit augenzwinkernder Begeisterung grüsst der Tropfen und läßt uns ahnen, dass er für die kommenden Jahre ein hervorragender Gesprächsthema sein wird.

Welcher der Löwenbogen-Weine "der Beste" ist, wäre überheblich und voreilig. Es gibt nicht nur große Verkostungen wie in der Wiesbadener, wo ein Weinverkoster 150 und mehr Weine pro Tag kostet, sondern nur eine Schnappschuss. Man hat keine Zeit, sich mit dem Rotwein zu befassen und seine Wandelbarkeit im Weinglas mit Hilfe von Wind und höheren Temperaturen zu betrachten.

Zudem wird das Gut Heymann-Löwenstein seine Großpflanzen, die "Roth-Lage" aus dem Hause Eberswalde, erst im kommenden Jahr verkostet und ausgeliefert bekommen und bis dahin ist "das Beste" nur eine relativ große und damit gegensätzliche Menge. Trotzdem ist eine Weiterempfehlung zu machen und die Entscheidung fiel auf das Gut Heymann-Löwensteinriesling Grosse Gewerbe 2015 aus dem Hause Hatzenporter aus dem Hause Stengel.

Denn beim Verfassen dieser Linien ist der beeindruckende Salzgeschmack, die reife, klare Fruchtigkeit und der leichte Karamell-Ton so präsent und kräftig im Gedächtnis, dass dieser Tropfen wirklich seinen prägenden geschmacklichen Eindruck hinterlässt. Bei fünf so hervorragenden Tropfen (der "Blaufüsser Lay" aus den beiden Uhlener und der nur wenige Nuance entfernte Hutporter Kirchberg) kann man von der Sammlung ihres Leben mit den Löwensteinen reden.

Das muss nämlich deutlich sein: Wir empfehlen keine Weine, die gutmütig und griffig sind, sondern nur Weine, die zum Arbeiten einladen und die auf den ersten Blick anstößig, schmutzig und gefährlich erscheinen können. Weil das der Unterscheid zwischen einem gutem und einem großen Tropfen ist.

Letzteres ist nicht dazu da, um zu erfreuen, sondern um das überzeugende und hoffnungslose Wechselspiel von Weinlese, Trauben, Boden und Weinbauern zu zeigen. Hier wird offenbar noch mehr Gewicht auf die Produktion der weltweit besten Fruchtsüßweine gelegt. 2. Nach wie vor muss gereinigt werden, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Daß im Jahr 2015 viel, viel mehr möglich war, zeigt sich an der Mittellinie. Eine Person, der dies nie vorgeworfen werden konnte, ist der Kellermeister des Weingutes Schloß Loesch. Seinen Weinen fehlt dieser Zartheitsmut, der die besten Moselrieslinge auszeichnet. Das, was im Jahr 2015 im Großen Gewerbe präsentiert wurde, ist umwerfend.

Dreimal Wein, dreischichtig, dreimal erstklassig. Das zeichnet sie aus: Nichts ist zu viel in den Tropfen, alles ist in beinahe überwältigender Reinheit und Vollkommenheit vorhanden, die Weine erstrahlen im besten Sinn in Einklang und doch ist Langweiligkeit oder Konservatismus so weit weg wie "die dunkle Seite des Mondes".

Schloß Großes Gewerbe aus der Welt der Sonne ist der tapferste und lebendigste der drei. Ein Riesling hat hier seinen eigenen Weg gefunden, denn er lebt nur an der Mosel: rein, voller Finesse, mit der Zurückhaltung einer paradiesischen Fruchtigkeit, verbunden mit der notwendigen Macht des Erdigen, damit der Riesling nicht vergisst, dass die Welt immer noch der Herkunftsort von Trauben und Wein ist.

Schloß Lüster-Riesling Großen Gewächsen 2015 vom Niederberger Held ist die Verwandlung des Menschen in eine neue schwimmende Existenzform. Die maximale Punktzahl zieht man mit diesem Tropfen. Die Fahrt durch das schmalste und coolste Weinbaugebiet Deutschlands endet endlich an der Saarbrücke. Römer Napoleon von der Weinkellerei v. Wolxem stellt drei große Weine aus (Goldberg, Wolz, Scharzhofberger).

Ein schöner und blumiger Tropfen ist auch der Saalsaarburger Rausch vom Weinkeller des Weingutes Waldmeister Geltz-Zilliken. Mit der Schau an der Saarbrücke wird aber auch 2015 wieder einer der Neulinge an der VDP-Mosel gestohlen: das Weinkellerei Petersauer. Jetzt wurde er erst vor drei Jahren in den Verein berufen, doch in dieser kleinen Laufbahn hat er den Verein erschüttert.

Sicherlich hat er als weiteres Unternehmen (neben den Winzern v. Wolxem und Günter Johann von Othegraven) die Blicke vom Moseltal auf das Saartal gerichtet, das einigen Winzern der mittleren Mittelmosel ein Stachel im Gesicht sein könnte. Seither zeigt sich jedoch jedes Jahr, dass die neue Brise der neuen Generation der FDP Musel unbedingt nötig ist, um nicht vor lauter Langweiligkeit zu frieren, und dass die Aufnahme des Mannes in den renommierten Club absolut richtig war.

Der Riesling von 2015 ist seine bisher größte Sammlung - und die Weine von 2013 und 2014 waren bereits eine Ausnahme. Petrus lauert seinen ganz eigenen Weg. Wenn die Weine von Schloß Lüster schwimmende Lyrik sind, sind die von Herrn Dr. med. Peter Lüster eher auf der subtilen Prosaseite des Sprachenspektrums und bringen das Sinnenhafte in den Blick.

Unter den drei großen Pflanzen von Herrn Dr. med. Peter Lehner hebt sich derzeit die des Saarfeilers aus Schoden am stärksten ab. Weinkellerei Dr. med. Peter Lehner Großes Gewerbe 2015 Saarbrücken . Der große Wein nahm an Anzahl ab, was auf einen kritischeren Selektionsprozess hindeutet, und die Weine wurden unabhängiger, tapferer und weniger im Einklang mit einem Geschmacksmuster.

Im renommierten Weinkeller des Weingutes Bremerhaven ist nun Werksleiter Dr. med. Dirk Wurtz. Der Weinkeller eißt den etwas überschwänglichen Menschen in den Rheingaus und stellt ihm einen Spielplatz zur Verfügug. Die Rheingauer Weinbauern haben sich mit dem Weinjahrgang 2015 jedoch nicht wirklich arrangiert. Der schwerere Boden, der Dürrestress und der daraus resultierende Druck von Feuchtigkeit und Fäulnis brachten mit dem Weinjahrgang 2015 nicht die kräftigsten Weine hervor.

Dies ist bedauernswert und liegt an diesem schwierigen Weinjahrgang. Umgekehrt bedeutet dies nicht, dass alle Weine aus dem Rheingaus nur mittelmäßig sind. Doch mit 60 Beschäftigten waren die Weine, die den Anforderungen entsprachen, zu selten. Aber die Weine aus dem Weinkeller des Weingutes und unter der Regie von Herrn Dr. med. Dirk Wurtz beweisen, dass auch im Jahr 2015 etwas wirklich Großes hätte geschaffen werden können.

Zur Klassifizierung der Weine lassen Sie uns mit einer Bewertung beginnen: Wer den Klassiker des Rieslings, also eine schöne Sorte, kombiniert mit Stein- und Tabakaromen, bevorzugt, wird mit den großen Pflanzen von L'Ress nicht zufrieden sein. Denn beide Weine haben überhaupt keine Sehnsucht, auch nur ein Körnchen Obst zu haben. Dies hört sich nicht gerade erfreulich an, macht sich aber besonders bei solchen Probeläufen in Kombination mit den vielen fruchtbetonten Tropfen bemerkbar.

Das Besondere an diesen Weinen ist ihre Beiläufigkeit ohne Nachlässigkeit. Wenn die Veranstaltung hier nicht stattgefunden hätte, wären die Weine weg. Und vor allem das Gut Großes Gewicht des Rieslings 2015 aus dem Hause Weißenbrunnen besticht mit Vollmundigkeit und Ausgereiftheit, mit Genauigkeit und Schärfe, die einfach ein Genuss sind.

Bei jedem weiteren Temperaturanstieg im Weinglas erschließt sich der Rotwein und man vergisst alles, was der Rheingaus, der Riesenriesling, das Jahr 2015 ist. Weil ein großer Tropfen nie das Charakteristische, sondern immer das Hervorragende darstellt. Er verlangt, der verpackt, er hat phänolische Nuancen, die das Gewöhnen erfordern und er weigert sich zu erfreuen und zu verwöhnen.

Nachdem Dutzende von Weingütern, die ihre Rechtfertigung darin sehen, nichts anderes zu tun, als zu erfreuen, ist dieser Tropfen eine Wohltat. Es wurden 27 große Riesling-Pflanzen ausgestellt, und jeder einzelne davon war ein Vergnügen. Durch das schmale und verwunschene Nebental wirkt der 2015er besonders gut.

Die Rieslingkellerei des alten Meisters, das Gut Dürnhoff, glänzt mit vier großen Pflanzen. Er zeigt auch, dass es ein Genuss ist. Die Weine von tim Schäfer-Fröhlich zeichnen sich wie immer durch eine sehr ausdrucksstarke Käse-Schwefel-Nase aus. Man muss das mögen, denn auf seltsame Art und Weisen (man sollte nicht über das Gerüche reden) kann man seine Weine ziemlich gleichmäßig roch.

Die Tatsache, dass die Weine des Weingutes Hermannsberg dem Beispiel gefolgt sind und ebenso duften, beweist, dass man daran zweifeln kann. Wenn man den nasalen Eindruck überwindet, haben die Weine im Gaumen jedoch etwas Besonderes: sie sind ausgereift, sie haben einen hohen Reifegrad, sie sind voll, ohne zu stark zu erscheinen, sie haben Spiele, sie haben Finesse.

Der Weinberg des Weingutes Str ömberg von den Schäfer-Fröhlich-Weinen ist derjenige mit der am geringsten ausdrucksstarken Note, die dem Gesamtbild sehr nahe kommt. Genauso unfair wie es ist, einen einzigen Wein von allen großen zu unterscheiden, scheint es nötig zu sein, auf die Entstehung eines Weingutes zu verweisen, das sich nun in seinem dritten oder vierten Jahr zur vollen Blüte gebracht hat.

Doch bei all den nahezu ebenso herkulisch anmutenden Weinbauleistungen ist die endgültige Wahl, einen Tropfen auf das Podium zu bringen, doch etwas mysteriös. Ein bis dahin immer leeres Gut war das Schlossgewerbe. Heute zählt er zu den berühmtesten und glanzvollsten Köpfen der Weinlandschaft in Deutschland. Ich sagte: Niemand wird sich eingestehen wollen, dass diese Schüchternheit gegenüber einer so formenden Person, die, das dürfen wir nicht vernachlässigen, so viel für den besten Tropfen Deutschlands geleistet hat, in ein Verkostungsergebnis mündet.

Überschwängliche Sympathien führen zu vergleichbaren Verwerfungen wie strenge Ablehnungen, so dass Dielsche Weine vermieden wurden. Doch seitdem die Weinkellerin und Verantwortliche für die Entwicklung der Weine ist, hat sich die Sichtweise der Weine rasch wandelt . Spaetestens mit dem Weinjahrgang 2012 war hier eine fulminante Wende zu verzeichnen, die den Trauben deutlich mehr Ausstrahlung, Courage und Tiefgang verliehen hat.

Dies hat sich mit dem Weinjahrgang 2015 weiterverfolgt. Dreimal mit einem klaren Sieger: Schloßgut Großes Riesengewölbe 2015 aus dem Hause Meier. Das war bei der Nationalmannschaft 2015 nicht einfach, denn die Konkurenz ist umwerfend. Vom Norden nach Süden, von leicht bis vollmundig, von der Naherde bis nach Rheintal, dem grössten Weinbaugebiet in Deutschland.

Das, was mit den Rheinterrassenweinen - der kleinen Hügellandschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und der Oppenheimer Region - ins Glas kam, machte richtig Spa? Besonders für die Winzer am Red Slope hat der neue Anbau im Weingut SCHÄTZEL gute Arbeit geleistet, auch wenn die Weine von SCHÄTZEL noch nicht ganz überzeugend waren.

In den vergangenen Jahren haben sie so viele Auszeichnungen gewonnen, dass es beinahe öde sein könnte, noch einmal darauf zu verweisen, wie übertrieben expressiv der ultra-aride Rotenberg "wurzelfest" ist oder wie hervorragend der Pettenthaler Riesenriesling greift. Lasst uns die alten Zeiten hinter uns und widmet uns dem Weinkeller des Gunderlochs, der in den vergangenen Jahren eine wirklich überwältigende Leistung vollbracht hat und zu einem würdigem Konkurrenten geworden ist.

Die drei großen Pflanzen, von denen zwei so hervorragend sind, dass es schwierig ist, sie auf einen einzigen zu beschränken. Jetzt ist der Gunderlocher Pettenthaler bereits ein so großer Tropfen, dass die Auswahl leicht auf ihn treffen könnte. Nichtsdestotrotz fiel die Entscheidung auf das Gunderlocher Weinkellerei Grosse GEWÄCHS 2015 aus dem Rothenberger Nackenheim, weil die Aromen dieses Weines noch anregender, spritziger und kraftvoller sind.

Die Weine verströmen die Wärme des roten Hanges. Schon jetzt ist die Erwartung groß und das Gut hat mit den 2015er Jahren den olympischen Gipfel der Besten erreicht. Wenige km weiter in Richtung Süden im Rheinhessen gelegenen Stadtteil Wonnegau liegt das triumphierende Triumvirat von Dr. med. Klaus P. Keller, Dr. Philipp Wittmann und Dr. Hans-Oliver Elasti. Die Tatsache, dass das Weinkellerei Kellers dem fachkundigen Publikum auf der Vorschau in Wiesbaden mindestens die seiner fünf großen Pflanzen aus dem Hause Hubacker vorstellt, kann bereits als Barmherzigkeit angesehen werden.

Die Weine sind natürlich begehrt und selten, aber der Verband sollte sein Konzept so orientieren, dass auch die Anwesenheit von Weinen, die am 1. September in den Verkehr kommen, obligatorisch ist. Daß sich das Weinhaus Kellers diese Überheblichkeit nach Jahren der totalen Abstinenz erlauben kann, ist natürlich eine andere Sache.

Kellers Helikopter war eindrucksvoll. Die Kellerei ist ein ganz anderes Format. Jährlich werden vier große Pflanzen produziert und die Weine sind von der Uferpromenade aus phantastisch. Bei der Pfarrei und dem Morsteiner hätte man bei der Verwendung der Weine auch noch einen unmittelbaren Konkurrenten aus dem Kellerkeller.

Wittmanns Weine sind also Solitär, und sie sind es mehr als lohnenswert, bestaunt und verehrt zu werden. Gerade die Riesling aus dem Hause Müller und aus dem Hause Brunnerhäuschen weisen eine so spürbare Finsternis und Tiefenwirkung auf, dass diese Verbindung mit den leuchtenden und leuchtenden Fruchtnoten des Riesling beinahe so etwas wie einen ganz eigenen, leuchtend wunderschönen Geschmack erzeugt, den Philippe Witttmann jedes Jahr meisterhaft inszeniert.

Doch mit dem Weinjahrgang 2015 steht das Weinhaus Battenfeld-Spanier im Weinberg des Wonnegaus ganz oben auf dem Podium. Während Wittmanns Weine sich durch diesen unglaublichen Kontrast im Aromenspektrum auszeichnen, der beinahe zu einem Geschmackseindruck von "Nichts" führen kann, operieren die Weine der Hans-Oliver Spaniens eher von einem einzigen Zentrum aus.

Der Kompakt, der die Weine charakterisiert, lag mit dem Weinjahrgang 2015 leicht vor. Von den drei außergewöhnlichen spanischen Tropfen - Black Lord, Fraunhofer Institut und Kirchestück - ist 2015 das Jahr des Black Lord. Großes Riesengewächs 2015 - ein gemeinsamer Standort von Nordrhein-Westfalen (Zellerweg) und der Pfälzer Region (Schwarzer Herrgott) mit dem den Standort prägenden Schwarzkreuz aus dem achten Jahrtausend.

Weil Kalkstein die Fähigkeit hat, als Wasserspeicher zu dienen, ist eine Kalkbasis gerade in Jahren mit Dürreperioden wie 2015 von großem Nutzen. Nun wäre es natürlich ganz leicht zu sagen, dass alle Kalkweine nach Steinen riechen. Lassen Sie uns auf diese zu vereinfachenden 1:1-Übersetzungen vom Erdboden in den Keller des Weines ganz anders beginnen: Der Keller hat eine ungeheure Fülle und ein Aroma, das uns sehr delikat an Jazz und Trüffeln erinnerte.

Zugleich steigt der Likörwein von diesen ziemlich dunkel erdigen Aromen über jede Stufe der einzig gangbaren Aromaleiter: etwas Schinken, etwas Toastbrot, ein wenig Trockenminze, bis er die leichten Aromatöne erreicht: Steinfrüchte, gereifte Birnen und zum Schluss ein leicht blumiger Jasmineintrag. Dieser Fanatismus und doch in der Bildmitte stehend, ist eine Erfahrung der Überlegenheit, die nur sehr, sehr wenige Weine ausstrahlen.

Das kann der Battenfeld- Spanier vom Black Lord und dafür ist er nicht genug, um zu preisen und zu schätzen. Neben dem Rheingaus ist die Pfälzer Gegend die zweite Gegend, die den Weinjahrgang 2015 nicht so gut verkraftet hat. Außerdem gibt es in der Pfälzer Landeshauptstadt 60 Grosse Gewächse v. R., deren Gleichmäßigkeit, beinahe Monotonie überraschen.

Doch nun sollte man auch nicht die Bar über die pfälzischen Weine zerbrechen. Die Weine der renommierten Firma Bürklin-Wolf aus der Region waren dagegen noch in der Vergärung. Werden diese Weine auch in Flaschen gefüllt und können mit ein wenig Ruhe in der Flasche verkostet werden, kann nur ein endgültiges Fazit über die Pfälzerei 2015 gezogen werden.

Erwähnenswert sind die Weine des Weingutes Christian und auch das Weinhaus George Moosbacher hatte mit dem Mongeheuer und dem Weinberg zwei große Weine im Sortiment, die sich durch ihren Reifegrad und Tiefgang auszeichnen. Nichtsdestotrotz reichte es für einen "Prix d'Excellence" nicht aus, da die Weine der anderen Gebiete dafür schlicht zu sehr waren.

Es ist umstritten, ob sich die beiden Weinbaugebiete Badens und Württembergs mit ihren großen Rieslingpflanzen wirklich einen Dienst erweisen. Im Jahr 2015 wird dies nicht der Fall sein. Wenden wir uns daher vom Riesenriesling ab zu einer Rebsorte, die neben Pinot Blanc und Pinot Gris ein schattiges Dasein führt: zum Beispiel die Rebsorte Chardenberg.

Wenn der " Pate der deutschen Bürger ", Herr Dr. med. Bernhard Hubers, im Jahr 2014 viel zu früh stirbt, können die Ängste nicht ausgeräumt werden, dass die hervorragende und ganz eigene Weinqualität von Hubers Weinen darunter leidet. Bernard war ein Gigant, der in seine Fussstapfen trat. Der 2014er ist der erste Weinjahrgang auf dem Wiesbadener Weinmarkt, für den er nicht mehr die Verantwortung übernehmen konnte.

Nichtsdestotrotz sollte man nicht denken, dass ein kontinuierliches Wachstum allein schon ein ausreichender Anreiz ist. Die neuen Weine aus dem Jahre 2014 belegen, dass der 26-jährige Julius Hubert all dies und noch viel mehr mitbringt: Das Gut stellt zwei Chardonnay vom Typ des Bienenbergs und des Schlossbergs vor.

Beides ist geprägt von atemberaubender Raffinesse und Schlichtheit, verbunden mit einem so geschickten Umgang mit Holz, dass man die Weine schon in einem viel zu jungen Alter mitreißen kann. Was der Schloßberg hat, kann man nicht lange ausatmen: Dieser Weißwein ist ein Donnerecho, eine Kraft am Gaumen, die einen zu zerreißen droht. Denn er ist ein Echo.

Vielmehr: Wenn es möglich wäre, die ganze Kraft des Nichts zu kosten, könnte es im Weinkeller Schloss Schloßberg 2014 von Hubert C. G. Chardonnay Grosses Gewinde geschehen. Wieso gelingt es nur einem einzigen einsamen Weinbauer in Deutschland, einen so großartigen, raffinierten und leuchtenden Wein herzustellen? Zum Glück sind die schönen und raffinierten roten Weine aus der Pinot-Traube in Deutschland reichhaltiger ausgesät als die Chardonnayweine.

Sie alle stellten mit Meyer-Näkel und dem deutzerhof von der Ah ra, dem rheinhessischen Gutsbesitzer und natürlich dem fränkischen Königsführer Rudolf Furst den wunderbaren Weißburgunder von 2014 vor. Deutlich deutlicher als in den vergangenen Jahren war das Unternehmen wieder einen Schritt voraus. Heute ist der Schloßberg ein ewiger, in einem so jungen Stadium immer noch der unerreichbarste der drei.

Zweifellos drei exzellente Weine. Beeindruckend am Weinberg Großes Gewicht des Spätburgunders 2014 ist jedoch die Kombination aus Eleganz und Urwald. Er ist nicht nur rasiermesserscharf, sondern vor allem mit einer beeindruckenden Fülle und Ausdauer. Dies ist nicht nur großer roter und noch grösserer Burgund, das ist vielleicht das Beste, was das Weinkellerei in Flaschen abgefüllt hat.

Die Verwandlung von Papa zu Papa macht uns stumm. Die bisher präsentierten Riesenrieslinge stammen alle aus dem Jahre 2015, so soll es bei der Vorschau in Wiesbaden sein. Jetzt könnte man denken, dass, wenn ein 2014 in einer Zeile von 2015s sofort erscheint, der Weißwein einen Vorzug hat.

Die Tatsache, dass dieser jetzt zur Debatte stehende Tropfen auf Anhieb irritierend war, ist jedoch nicht nur darauf zurückzuführen, dass er ein Jahr mehr auf dem Boden hatte. Bei einer Verkostung ohne riesige Mengen an Rieslingen würde dieser Weißwein leicht als große weiße Châteauneufe du Pâpe oder Chanin Blank der Loiré durchkommen. Vollkommen ungewöhnlich für den Rheinriesling, macht dieser Tropfen darauf aufmerksam, dass ein wirklich großer Tropfen nie nur die Eigenschaften der Rebsorte widerspiegelt.

Möglicherweise auch das Gegenteil: Je grösser ein Rotwein ist, desto weniger ist die Rebsorte im Blick. Die Tatsache, dass eine Rebsorte in den Mittelpunkt rückt, ist eine Sache des Weinbauers und wir in Deutschland haben uns an einen Geschmack von Rieslingweinen gewöhnen können, bei dem die Fruchtigkeit und die Reinheit und Krautigkeit des Riesling im Mittelpunkt steht.

Der Rheingauer Künstler hat seit einigen Jahren gezeigt, dass es auch anders geht. Es ist nämlich offensichtlich, dass Herr Dr. med. Peter Jacob Kuhn Weine herstellt. Ob die Weine es schaffen, d.h. ob dort eine existenzielle Verbindung zwischen Mensch und Umwelt besteht, ist jedoch keineswegs klar.

Die strikte Einhaltung der Demeter-Kriterien, das Experimentieren mit der Amphore, die Vorliebe für extrem lange Hefelebensdauer und den minimalen Einsatz von Schwefel - all das hat ihm den Ruhm eines Wahnsinnigen einbrachte. Viele Jahre lang waren die Weine von Herrn Dr. med. Peter Jacob Kuhn nicht mehr bei der Vorschau in der Wiesbadener Weinkellerei dabei. Gewöhnlich waren sie Ende September noch in Fässern und als sie auf der Trinkflasche waren, war der Rummel um die neuen Weine schon zu Ende.

Es war erstaunlich, dass er in diesem Jahr seine beiden großen Pflanzen von St. Nicholas und Doosberg mietete, obwohl die Weine, wie bereits erwähnt, aus dem Jahr 2014 stammten. Wahrscheinlich war er auf seine beiden Winzerkinder so hochmütig, dass er sie ihnen auf jeden Fall vorstellen wollte. Die Weine sind seit langem nicht mehr verfügbar, so dass Verkaufsprobleme möglicherweise nicht die Ursache für den Verkauf waren.

Der Geheimtipp des Kühlnschen Rieslings aus St. Nicholas ist das Zeitalter der Reben. Egal ob das Geheimniss des Weingutes Peters Jakob Kühns Großes Gewicht 2015 Str. Daß er ein Zeichen für das Aroma, den Ausdruck und die Haptik ist, die dieser Tropfen in der Menschenseele hervorrufen kann, kann mit Recht beansprucht werden.

Er rührt sich. Vor allem aber hat man den Anschein, dass dieser Tropfen nicht von Menschenhand hergestellt wurde. Wenn es diesen nicht gäbe, wäre die Erde arm.

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