Wein

Botrytis Cinerea Wein

In bestimmten Weinbaugebieten wie dem Rhein, dem Neusiedler See, Teilen der Loire, im Sauternes-Gebiet etc. kommt es immer wieder vor. Botrytis cinerea ist jedoch erst seit den 1950er Jahren für den Weinbau von Bedeutung. der Beeren und bilden so einen Nährboden für Botrytis. Die Botrytis stellt die Bio-Winzer heute vor größere Probleme als noch vor Jahren. Die roten Trauben mit Botrytis werden während der Ernte getrennt und für die Produktion von Rosé oder weißem Herbst verwendet.

Rotkäppchen

Wiederkehrende Pilze in bestimmten Weinanbaugebieten wie dem Neusiedler See, dem Loiregebiet, dem Sauternesgebiet und anderen. Bekämpft er im Sommer unausgereifte Weintrauben, entsteht die so genannte rohe Fäulnis, die die betroffenen Weintrauben vernichtet und somit zu beträchtlichen Ernteverlusten führt.

Greift er dagegen im herbstlichen Zustand die reifen Früchte an, wird der Gegner zum Weinbauern. Es vernichtet dann die Beerenschale und verursacht die Verdampfung des Wasser und damit die Konzentrierung von Zuckern und anderen wertvollen Inhaltsstoffen in der Frucht. Solche Weinsorten haben einen höheren Alkoholanteil und eine klare Süsse, da der Traubenmost aufgrund seiner höheren Dichte den Traubenzucker nicht ausgärt.

Selbstverständlich ist ein Befall mit Botrytis nur bei Traubensorten wünschenswert, aus denen solche Botrytis-Weine hergestellt werden sollen. Die Botrytis in einem getrockneten Weisswein verbessert dagegen nicht die Qualität, sondern führt zu schnellerer Alterung und vorzeitiger Müdigkeit. Die Botrytis in Rotwein ist einfach eine katastrophale Sache, weil sie Farben, Gerbstoffe und Geschmacksstoffe zersetzt.

Der Befall mit Botrytis ist – wo gewünscht – von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich.

Ökologischer Anbau

Der ökologische Anbau hat einen großen Vorrang in der Landwirtschaftspolitik der Bundesrepublik Deutschland. Durch den Ausbau des ökologischen Anbaus und die zunehmende Anzahl biologischer Flächen, vor allem in den neuen Ländern, entstehen auch weit reichende Folgen, vor allem für den Pflanzenbau. Fruchtfolgeerkrankungen und Schädlingsbefall durch enge und einseitige Fruchtfolgen in der herkömmlichen Landwirtschaft sollten im ökologischen Anbau weniger wichtig sein.

Die Selbstregulierung von Agroökosystemen durch die Bildung von Habitaten (z.B. Feldrand und Hecken) zur Unterstützung natürlicher Schädlingsfeinde ist ebenfalls in den Anbau-Richtlinien der Bioverbände festgeschrieben. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, für den biologischen Anbau Gesamtkonzepte für den Anbau, die Produktion und die Pflege von Pflanzen zu erarbeiten.

So werden auf den JKI-Testfeldern in der brandenburgischen Stadt oder im niedersächsischen Departement für Biolandbau spezielle Fragen des Pflanzenschutzes behandelt. In der Fachzeitschrift „Ökologie & Landbau“ wurde 2018/2 eine Sonderausgabe zum Thema Umweltschutz im ökologischen Anbau erschien. Den Artikel „Pflanzenschutz als Gesamtkonzept“ können Sie hier herunterladen.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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