Champagner Geschichte

Champagner-Geschichte

In der Champagne bauten die Römer als erste Weinreben an. Am Anfang war ein Unfall. Der Weinbau hat in der Champagne eine lange Tradition. Der Mythos Champagner Eine prickelnde Geschichte. von Marcel Berndt.

Der Champagner ist das kulturelle Erbe der Menschheit.

Champagner-Geschichte

Der Weinanbau in der Sektkellerei wurde bereits von den Römern begonnen. Sie machten daraus einen stillen Saft. Dank der unmittelbaren Nachbarschaft zu den Klöstern von Réims und Châlons-en-Champagne ist der Weinanbau nicht sehr populär geworden. Die Bezeichnung "Vin de Champagne" hat sich erst unter Henry VI. etabliert, nachdem sie zuvor in der unbekannten Menge der Pariser Weinsorten verschwunden war.

Der Name wurde in seiner Ursprungsregion zunächst nicht begrüßt, da der Ausdruck Champagner (aus dem Lateinischen Kampanien = Acker, freie Landschaft) sich auf einen kargen Untergrund bezieht, der nur als Weideland für das Schaf fungiert. Trotzdem gewinnt der Tropfen immer mehr Anhänger an den Königshäusern von Frankreich und England.

Es dauerte bis 1670, bis die Richtung für den heute wohlbekannten Champagner festgelegt wurde und der ursprüngliche Weisswein zu einem Sekt wurde. Bereits im 17. Jh. wurde der Tropfen im Weinbaugebiet abgefüllt, um seine Frischhaltung zu gewährleisten, da der Tropfen den Abtransport im Faß nicht gut ertragen konnte.

Der Sekt gefiel ihnen zu sehr. Durch die Gärung in der Weinflasche waren die Weinbauern zu Beginn nicht allzu enthusiastisch über diese "neuen" Weine, sie mussten sich über knallende Verschlüsse und geplatzte Weinflaschen ärgern. "Man nannte ihn "Wein des Teufels". Allmählich beherrschten die Weinbauern den Prozeß der gesteuerten Gärung in der Weinflasche.

Sein besonderes Interesse galt der zielgerichteten Zugabe von Zucker, der den Rotwein zu frischer und perlender Konsistenz verführt. Die Methode wurde vom Benediktiner Mönch Dominique Perignon (1638 - 1715), der damals als Kellereimeister in der benediktinischen Abtei von Hautviller tätig war, wesentlich weiterentwickelt. Nun hatten die Weinbauern das Wissen, die Weinqualität massgeblich zu steigern. 1729 gründet Nikolaus Rüinart das heute noch existierende Champagnerhaus.

Obwohl die Gossets bereits seit 1584 mit dem Weinhandel beschäftigt waren, ist die Fortführung nicht gewährleistet. Durch die Handelshäuser (wie z. B. Heidieck, Moet, Perrier-Jouët und Bollinger) kam es zur weltweiten Verbreitung und der Bekanntheitsgrad des Weines stieg. Anders als viele andere Berufe haben sie eine wichtige Funktion bei der Entstehung des Champagners.

Der Champagner war bis ins 19. Jh. bewölkt, weil die Hefen der zweiten Vergärung in der Dose waren. 1806 erfindet Nicole-Barbe Clipot ("Veuve Cliquot-Ponsardin", heute die Prestige-Marke des Champagnerhauses mit ihrem in Deutschland geborenen Kellereimeister Antonio Mueller und mit Luzifer ein Schütteln und Auswerfen. Der Champagner hat sich im 19. Jh. zu einem weltumspannenden Genussmittel entwickelt.

Der Champagner wurde um 1895 erobert. Im Jahre 1908 wurde die Verwendung des Namen Champagner gesetzlich auf Wein aus den Departements Mars und Asche begrenzt. Die Weinbauern des Departements erlangten 1911 nach erbitterten Demonstrationen ihre Rechte zurück, was zu Unruhe in der Region führt.

Der Name Champagner wurde als Kompromiß auf die Region Mars begrenzt, während die anderen Regionen bis 1927 als Region Champagner-Deuxime" eingestuft wurden. Besonders schwer hat der Champagner im Ersten Weltkrieg gelitten, da er oft Austragungsort von Kämpfen war. Durch die Russische Republik und die Verbote in den USA verlor der Champagner auch bedeutende Absatzmärkte.

Der Bedarf veranlasste damals viele Weinbauern, sich von den großen Häuser zu trennen und nach eigenen Vertriebswegen zu schauen. Der Versailler Staatsvertrag hat dem geschlagenen Land den Champagnerschutz durchgesetzt. Das Komitee für den Weinbau (Comité Intéprofessionnel du Vincis) wurde während des Zweiten Weltkriegs unter deutscher Besatzung errichtet und ist heute der übergeordnete Verband, der die Herstellung überwacht und die Erzeugerinteressenvertretung ausübt.

Mit dem zunehmenden Reichtum seit 1945 kam es endlich zu einem neuen Schwung des Champagners, der die Herstellung in ungeahnte Dimensionen vorantrieb. Mittlerweile wird versucht, auch die alten Weingärten in der Umgebung von Soisson in das Kulturgebiet einbeziehen.

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