Champagnererzeugung

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Champagner: Warum ist Champagner so teuer? In der Champagnerkellerei Collet-Cogevi und im Herzen der UNESCO-Welterbe-Weinberge der Champagne of Ay wurde das Museum der Champagnerberufe eröffnet und würdigt die Winzer, ihre Erfahrung, das Weinbaugebiet und seine einzigartigen natürlichen Eigenschaften. Sektproduktion mit Blick in den Park. Der größte Teil der für die Champagnerherstellung bestimmten Flaschen ist von der gleichen Art, wie kann es sein, dass die eine zerbricht und die andere ganz bleibt? Champagner ist eine Klasse für sich, nicht zuletzt, weil das Getränk, unabhängig von der Qualität der einzelnen Abfüllung, so stark von Symbolik geprägt ist.

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Es gibt im Allgemeinen drei Arten von Herstellern, deren unterschiedliche Abkürzungen (siehe unten) auch auf den meisten auf dem Markt befindlichen Champagnern zu sehen sind. Es wird unterschieden zwischen den so genannten Sektkellereien (Maisons), die die Weintrauben für die Sektproduktion einkaufen, den Kooperativen, die entweder nur einen Teil oder den gesamten Produktionsprozess für ihre Gesellschafter durchführen und den Sekt aus den eigenen Weintrauben an die Winzer (Récoltants) produzieren und vermarkten.

Der erste Sektkeller wurde 1729 von dem Textilkaufmann Nikolaus Rüinart erbaut. Etwa zweihundert Jahre lang war die Sektproduktion ausschliesslich in den Besitz der Kellereien, bis Anfang des 20. Jh. die ersten Weinbauern anfingen, ihren eigenen Champagner zu produzieren. Der Champagneranbau der derzeit 270 Maisonen liegt zwischen weniger als 100.000 und mehr als 10 Millionen Stück pro Jahr.

Der Champagnerbetrieb besitzt zusammen nur etwa 10% der produktiven Weinberge und muss daher die meisten der erforderlichen Weintrauben kaufen. Sie tragen 2/3 zum Jahresumsatz bei. Der verbleibende Teil davon entfallen auf Weinbauern und Winzergenossenschaften. Gegenwärtig können die rund 150 Kooperativen in drei Bereiche eingeteilt werden: Winzergenossenschaften, die nur die Weintrauben ihrer Glieder keltern.

Kooperativen, die sowohl den Basiswein entwickeln als auch für ihre Mitgliedsgenossenschaften die sogenannte Champenoisemethode in unterschiedlichen Phasen anwenden. Kooperativen mit eigener Distribution, die den gesamten Herstellungsprozess bis hin zur Kennzeichnung und zum Weiterverkauf (= Manipulator) abarbeiten. Im Champagner gibt es etwa 15.000 Weinbauern, die gut 27.000 Hektar, also knapp 90% der Rebfläche, besitzen.

Durchschnittlich verfügt ein Weinbauer über 2,5 Hektar und setzt weniger als 20.000 Weinflaschen pro Jahr ab. Rund 5000 Weinbauern vertreiben Champagner unter ihrem eigenen Markennamen, etwa 3000 von ihnen haben ihren Wein ganz oder zum Teil von Kooperativen entwickelt, etwa 2000 haben ihre eigenen Kelter und Gärbehälter und arbeiten als Regulatoren, die übrigen 10.000 sind reiner Traubenproduzent.

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