Wein

Chasselas Traube

Chasselas ist der Name für eine weiße Rebsorte, den sogenannten Gutedel. Der Chasselas ist je nach Reifegrad der Trauben und Lagerdauer entweder fruchtig oder subtil süß und hat manchmal ein blumiges Bouquet. Meistens wird ein Wein aus Chasselas jung getrunken. Der Chasselas ist eine früh reifende Traube, die am Rebstock und im Weinkeller zart und elegant ist und sich sowohl als Aperitif als auch als Begleiter zu einem guten Essen eignet. Man nennt ihn Gutedel, den Walliser Fendant, die Franzosen Chasselas.

chassel

Die Sorte Goutedel (Chasselas in Französisch und Schweizerisch, im Valais als“ Fendant“ bezeichnet) ist eine weltweit verbreitete Rebsorte für Weißweine und Tafeltrauben. Bedeutende Weinproduktionen mit Gütedel sind in der westlichen und im süddeutschen Markgräfler Land noch intakt. Im Jahre 1523 brachte der Graf von Áuban, Gesandter des französischen Königes Francesco I. am Hof des Heiligen Stefan II., Chasselas-Reben aus der Gegend von Constantinopel, in deren Nähe Chasselas“ schon lange angebaut wurde, nach Fontanebleau und in den Burgunder.

Dort soll de Courton, der Generall von Louis XV., die Chasselas-Reben von Fontainebleau nach Sierre im schweizerischen Valais mitgebracht haben. Augustwilhelm von Baby dagegen meint, daß die Chasselas von Kaisers Johann Sebastian I. aus Cypern nach Südfrankreich importiert wurden. Der Urahn des Gutedels kann aus dem Jordantal oder ägypten sein.

Das Ergebnis erlaubt die Annahme, dass der heute in Zentraleuropa, im Gebiet der westlichen Alpen, bekannt gewordene Güttel von den Weinbauern ausgewählt wurde. In dem Dorf „Chasselas“ soll der Chassel zum ersten Mal in Südfrankreich bebaut sein. Chasselas ist ein Begriff, der bis ins Jahr 1654 zurückverfolgt werden kann. Sicher ist, dass der Chasselas direkt mit dem Dorf Chasselas verwandt ist, in dem Setzlinge gezüchtet wurden und die gleichnamige Traubensorte genannt wird.

11 ] Chasselas ist der übliche Ausdruck für die Traubensorte in Deutschland. Im Jahre 1621 wurde der deutschsprachige Titel „Gutedel“ zum ersten Mal bei der Firma Knaben gefunden, der französischsprachige Titel ist etwa zur gleichen Zeit (1619) bei der Firma Kaspar Baudhin aus Basell. Im Jahr 1661 zählt er unter den Rebsorten die Junkerstraube = Gutedel-Rothewiener = Weintraminer Fleischwiener (Synonym: Breywiener).

Der gebräuchlichste Begriff für diese Traubensorte ist der Chasselas noir et rouge (1667) und der Chasselas-sur-Aube. 12 ] Der Name’Gutedel‘ bezieht sich auf frühes Verständnis, auf’gut‘ und’edel‘. Zuerst im Kanton Waadt und später im Kanton Waadt. Erst 1848 verbreitete sich die Varietät im Wallis weiter Die wichtigsten ampelografischen Eigenschaften sind:

Sie sind groß, locker und schulterig. Markante Eigenschaften, die zu vielen Sorten mit dem Chassel führten, sind: spezielle Blattformen, z.B. geschlitzte Chassel (Petersilie), unterschiedliche Beerenformen und -farben (hellrote und rote Chassel), früherer Reifegrad (ehemals weiße Diamantchassel). Die Sorte ist in der Champagner auch als Chasselas Doré und Rosine de Sekt bekannt.

Auch die Frage bleibt offen, ob der Rotchassel nicht die Urform ist und der Weißchassel, nach den burgundischen Sorten, eine Verlust Mutation des Rotchassels. Red Chassel ist häufiger als alle anderen Sorten. Eine weitere Variante ist der ungarische Chasselas nouveau, der in vielen rosa und rot gefärbten Sorten vorkommt (Chasselas nouveau, Blue Gutedel), der in der ungarischen Sprache als Rotwein bekannt ist.

Als frühreife und zuckerhaltige Varietät hat sie der Landwirt Johan van Gogh Martin aus dem Bordelaiser Land (Médoc), wo sie den Namen More nir trägt, nach Budapest gebracht. Aufgrund ihrer Sensibilität werden Tafeltrauben nur an Wänden in ganz Europa angebaut. Heute findet man ihn in Europa wenig in den Niederlanden und in Europa sporadisch als Spalier.

Er hat kräftig abgeworfene Blättchen, grössere, unebene Früchte und reift acht bis zehn Tage früher als der weisse Chassel. Sie sind nicht so kostbar wie die des Chassels. Für den Einsatz des GUETEDEL werden tiefe, fruchtbares, nicht zu trockenes Erdreich aus Ton, Margel, Löß oder Kalk verwendet. Mit den besten Voraussetzungen, alten Rebstöcken und der entsprechenden Pflege im Weinanbau und der Weinherstellung kann der Gütedel aber auch viel anspruchvollere Tropfen produzieren: mit manchmal imposanter Mineralik und einem wunderschönen Gleichgewicht von Früchten und Strukturen, nicht anders als ein besserer Weisswein aus dem Bourgogne, in seinem Kern.

Die Westschweizer Weinsorten (Chablais, Dezaley, etc.) weichen von denen aus Baden bisweilen durch den organischen Säurenabbau (malolaktische Gärung) ab, der sie weicher wirken läßt als die Gutedelweine aus Deutschland. Bei der Mazeration produzieren die Weintrauben des Red Chassel einen Rosé-Wein, der sich sonst nicht vom Weisswein abhebt. Der Chassel ist als Tafelwein auf der ganzen Welt weit verbreitet.

Der Chassel wird in der West-Schweiz, im Elsaß, im Markenland, im Weinbaugebiet des Saales sowie zum Teil in RumÃ?nien, Ungarns und der Tschechischen Republik gepresst. Auch in der deutschsprachigen Schweiz wird der Begriff Gütedel nicht benutzt und der deutschsprachige Begriff ist hier kaum bekannt. Seit 1966 darf der Weinstock als geschützter Herkunftsort nur noch für Weine aus dem ganzen Genfersee genutzt werden.

Im ganzen Kanton wird“ Fendant“ kultiviert, der rund ein Drittel der Rebfläche des Kanton ausmacht. Zu den bedeutendsten Anbaugebieten gehören die Côtes und Laven am Genfer See, die Walliser Region Tschablais, die Regionen Marstigny, Sargon, Chamoson, Sitten, Siders, Saarbrücken, Neuchâtel see (Auvernier), Monte Val lo und der Bieler See (Erlach, Lausanne, Tübingen, Ligerz). Chasselas‘ wird in der ganzen Welt als Aperitifwein und zu Käsespezialitäten wie z. B. Käsefondue oder Raclette eingenommen.

Im Chasselas spiegeln sich die Terroirs wieder. Erst durch die Tätigkeit des Markgräfers Markgraf Karls Friederich von Baden, der 1780 Setzlinge aus der berühmten Genferseegemeinde Vévey in die Region im Süden von Freiburger Land, dem Markgräfler Land, importierte, soll der Gurt eine grössere Ausbreitung in Deutschland erlangt haben.

17 ] In Ébringen wird zum Beispiel der Gutedelanbau 1740 dokumentiert. Gegen 1830 hatte der Gütedel den Weissen Elb und den Blauburgunder bis auf kleine Überreste im Markengräflerland vertrieben. Darüber hinaus ist der Gütedel noch in Sachsens, in der Pfälzer und in Nordrhein-Westfalen zu finden. Wegen seiner Frühreife und Güte wurde der Gütedel als Zuchtpartner eingesetzt.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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