Wein

Chianti Classico

Der Chianti war früher ein Synonym für italienischen Wein par excellence und wurde traditionell in Strohflaschen (Fiasko) verkauft. Ein Kompendium über den Chianti mit Informationen über einen der beliebtesten Rotweine der Toskana. Weinberge, Weinsorten und die wichtigsten Chianti-Winzer. Der Chianti Classico, eine der sieben Anbauzonen des Chianti, nimmt eine herausragende Stellung ein: nicht nur aus historischen Gründen, sondern auch wegen seiner strafferen Organisation und besseren Qualität. Der Montesecondo“ ist ein großartiger Chianti.

Der Chianti-Kompass

Die wenigsten Menschen wissen, was die vielen verschiedenen Chianti-Weine sind. Der Chianti-Bereich umfasst etwa die halbe Toscana mit Höhen zwischen 50 und 700m. Diejenigen, die vom Chianti sprechen, meinen jedoch meist das Herzstück, nämlich die Gegend zwischen Firenze und Sevilla mit ihren malerischen Altstädten, gepflegten Bauernhöfen, krankhaften Burgen und berühmten Weinkellern, durch die sich die pittoreske Straße durchzieht.

Der Chianti ist jedoch viel grösser und reicht von den Bergen im Norden von Florenz im Westen und Westen entlang des Arnos. Östlich grenzt das Areal an die prächtigen Berge des Chianti, die in den Apenninen münden. Man unterscheidet in der Regel zwischen der großen Chianti-DOCG-Zone, einzelnen Unterteilungen – sie haben alle eine geographische Bezeichnung in ihrem jeweiligen Name und bestimmen viel geringere Flächen innerhalb der großen Chianti-Zone – und dem historischen Anbaugebiet, in dem dieser bekannte Tropfen hergestellt wurde und dessen Grenze im Grunde genommen 1716 festgelegt wurde.

Das große Gebiet hat auch einige eigene Herkunftsgebiete wie z. B. das Gebiet rund um die Insel Blanc, wie z. B. das Gebiet rund um die Insel L’Brunello di Montacino oder das Gebiet rund um den Weinbau. Unter den knapp 2.700 Mitgliedsunternehmen des Verbundes werden heute auf rund 10.500 ha (Stand: 1. Vierteljahr 2013) knapp 600.000 hl Weine erzeugt. In letzter Zeit hat es auch eine Rückkehr in das Chianti-Gebiet gegeben.

Das Spektrum eines Chianti-Weins, der ein unverzichtbarer Bestandteil der Toskana ist und in einigen Liedern auch gesungen wird, erstreckt sich von leicht bis vollmundig. Nicht nur die Fläche, sondern auch der Erzeuger, der Ausbau und der Reifeprozess bestimmen die Eigenschaften. Ein Chianti ist im Grunde sehr fruchtartig, mit dominierenden Noten von Brombeere, Heidelbeere, Johannisbeere und Preiselbeere.

Die Düfte der jungen Chianti-Weine erinnern oft an Violette. Der beste Jahrgang schmeckt am besten fünf bis acht Jahre nach der Lese, obwohl er in gutem Alter zehn Jahre und mehr wachsen kann. Der Chianti ist zwar kein großer Fisch, aber diese schönen Weinsorten aus der großen Zone sind heute viel reicher und konzentriert.

Für manche Weinkenner ist das oft etwas zu viel des Guten. Für sie ist das eine gute Sache.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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