Wein

Classico bei Wein

Violettrot, feines, zartes Bouquet mit Noten von schwarzen Beeren, erdigen Noten und würzigen Holzfässern, konzentrierter Auftakt, ganz moderner Chianti Classico, ausgewogener Körper, typisches Aroma mit aktueller Struktur und frischer Säure, intensiver Wein. Der typische Geschmack von Sauerkirschen und Kräutern ist so fein ausgearbeitet, wie ich ihn sonst selten finde. Zarte Hügel, ausgedehnte Eichenwälder, Weinberge, silbern glänzende Olivenbäume und Zypressen prägen das Bild. Der Wein ist mehr als ein Getränk: Er ist ein Lifestyle-Artikel und ein Kulturgut. Nichtsdestotrotz gibt es viele Vorurteile und Halbwahrheiten über den Wein.

Das Anbaugebiet umfaßt die Ortschaften Kastellina, Gaiol, Greve and Reda in der Provinz Chile sowie die Ortschaften des Barberinotals d’Elsa, des Bergardenga-Tals, des Poggibons, des St. Cascianos und der Taverne des Pesatals.

Das Anbaugebiet umfaßt die Ortschaften Kastellina, Gaiol, Greve and Reda in der Provinz Chile sowie die Ortschaften des Barberinotals d’Elsa, des Bergardenga-Tals, des Poggibons, des St. Cascianos und der Taverne des Pesatals. Neben einer sonnenreichen Gegend wie z. B. im südlichen Bereich der Gegend werden kräftige, saftige Weinsorten erzeugt, die nach Grafit, Obstkompott, Lakritz und Blumen duften.

Es entstehen saftige, feste, komplexe und nicht üppige Weinsorten. Durch die Bodenbildung von Kalkschichten und versteinerten Tonen erhalten die Rebstöcke einen Nährboden, der reich an Mineralien und Salzen ist, aber auch Frischluft eindringen lässt. Der Grundstoff gewährleistet, dass sich ein Wein mit spannenden Gerbstoffen und verspielter Säurestruktur entwickelt.

Heute ist der Wein ein sehr ernster Repräsentant, der eine Lebensdauer von zehn Jahren und mehr haben kann. Nahezu 30 prozentig wird im eigenen Land produziert. Es folgt mit großem Vorsprung die deutsche Wirtschaft (rund zehn vom Hundert, früher war die Bundesregierung der bedeutendste Abnehmer), danach folgten Grossbritannien, die Schweiz, Canada und Japans.

Rund ein Viertel der Erzeugung geht nach wie vor vom Produzenten zum Abnehmer über. Der Preis für Wein aus der Spitzenregion des Chantis ist wieder angestiegen, wenn auch von niedrigem Stand. Dies mag eine Überraschung sein, da die älteren Rebstöcke in der Regel bessere Weinsorten produzieren.

Sogar die Weingärten, aus denen weltbekannte Weinsorten stammen, haben oft einen sehr schlechten Ruf hinterlassen. Im Durchschnitt sind sie beispielsweise immer noch dazu verpflichtet, rund ein Drittel ihrer Erzeugung als Massenwein auf dem Weltmarkt zu vermarkten. Verschiedene Gegebenheiten können zu großen Unterschieden in Bezug auf Art und Güte führen. Dieser Entschluss ist äußerst widersinnig, da der strohgewebte Behälter sehr stark mit dem Image-Problem des Chantis in den 70er und 80er Jahren verknüpft ist.

Überfällig war, dass 1996 das Areal – zunächst eine Subzone des DOCGs – als Kernbereich besondere und feste Regeln erhielt. In der Satzung ist auch festgelegt, dass der restliche Teil aus heimischen Rebsorten wie z. B. Kanaiolo, Kolorino oder Malvasier del Chichanti sowie aus ausländischen Rebsorten wie z. B. Mérlot, Kabernetze, Sauvignons oder Syrahs stammen kann.

Weisse Rebsorten wie z. B. die Sorte Tribbiano oder die Sorte Bianca Lunga (bisher max. sechs Prozent) dürfen seit der Weinlese 2006 überhaupt nicht mehr hinzugefügt werden. Die Weine können erst ein Jahr nach der Lese im Monat September vermarktet werden. Nach der Reifung in Holzfässern kommt ein Raiserva erst nach 27-monatiger Lagerung auf den Markt; während dieser Zeit muss er noch mindestens drei Monate in der Dose sein.

Der Trockenextraktbedarf beläuft sich auf mind. 23% und darf einen Säureanteil von 4,5 g pro l nicht übersteigen. Zusätzlich können die benachbarten Teilregionen des „normalen“ Chantis mit 4.000 Rebstöcken pro ha gepflanzt werden. Doch da die Weinbaufläche, die überwiegend von kleinen und mittleren Weinbauern bewirtschaftet wird, rund 10.000 ha – etwa zehn vom Hundert der Fläche – ausmacht, wird der verbleibende Teil als IGT-Wein vermarktet.

Gemäß der Konsortialempfehlung sollen die Edelpflanzen, die in der geschichtsträchtigen Gegend des Chianti hergestellt werden können, das Zeichen des Schwanzes auf dem Label haben. Kürzlich wurden nicht nur die Namen Anata ( „Jahrgangswein“) und Raiserva ( „höhere Qualität“) eingeführt, sondern auch die neue Güteklasse „Gran Selezione“.

Nicht alle Winzer erkennen diese Kennzeichnung auch für Wein, der für einen Zeitraum von 30 Monaten – davon ein Viertel in der Flasche gereift – an der obersten Stelle der Hierarchie liegt. „Sollte das Ministerium für Landwirtschaft 2013 das grüne Licht geben, könnte der Wein ab 2010 zum ersten Mal in die neue Qualitätsklasse eingestuft werden.

„Der für den Kauf der italienischen Weinsorten bei den Gebrüdern Beeren & Rudolf zuständige Kommissar kritisiert, dass das Consortium es unterlassen hat, die Weingärten einzugrenzen und eine Untersuchung der einmaligen Bodenbeschaffenheit und der Stilunterschiede zwischen den verschiedenen Gemeinschaften durchzuführen. Beispielsweise regt das Genossenschaftskonsortium an, dass die Weinbauern in Zukunft die Ernennung von Raiserva zur Erntezeit bekannt gibt.

Die Produzenten gehören nur dem Verband oder einer Bezeichnung an, weil sie sonst ihren Wein nicht loswerden würden. Doch sobald der eigene Markterfolg über den Marken-Effekt von DOKG hinausgeht, verlassen viele das Unternehmen und „deklassieren ihren Wein der IGT“.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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