Wein

Edel Champagner

Der edle Champagner hat verschiedene Gründe: sein stark begrenztes Anbaugebiet, die aufwendige, streng geregelte Produktion und nicht zuletzt seine Geschichte. Wo eine Currywurst auf Champagner, bestes Ambiente und viel Liebe trifft, entsteht etwas Wunderbares: edel & heiß zum Beispiel! Champagner hat der Ehemann des Sängers Beyonce von Armand de Brignac gekauft, einem feinen Hersteller, der für die Luxusmarke „Ace of Spades“ bekannt ist. Die besonders langstieligen Gläser der Champagner Exklusiv Eiskollektion machen den Genuss dieses exquisiten Sektes aus dem Nordosten Frankreichs zu einem einzigartigen Erlebnis. Und wie kommen zehn Millionen Blasen in eine Champagnerflasche?

Edler Champagner für tausend Euros

Mit dem teuerste Champagner der Welt will die französiche Winzergruppe und Spirituosenhersteller Picard in die Super-Luxusklasse aufsteigen. Ein Fläschchen sollte etwa tausend Euros kosten. Was? Der Vintage-Champagner aus dem Weingut Perrier-Jouët wird in Zukunft für rund tausend Euros pro Fläschchen auf den Markt kommen, verkündete Unternehmenschef Patrik Rickard auf der Jahreshauptversammlung seines Vereins.

„Es gibt nicht viele Kästen, und wir werden Ihnen hier nichts bieten können“, sagte er. Von dem edlen Sekt gibt es laut ihm nur wenige tausend Stück pro Jahr. Für die dortigen Kunden bedeutet die Bekanntgabe einen starken Preisanstieg: Der Champagner war zuvor für 300 bis 400 EUR abgesetzt worden.

Es funkelt nichts so gut wie Champagner! Und was noch?

Wieso ist Champagner so kostspielig? Champagner! Der Champagner ist ein ganz besonderer Drink, er sprudelt, erfrischt, beschwingt und schafft eine feierliche Atmosphäre. Anders als bei Bieren, Weinen oder gar Schnäpsen erfordert der echte Champagnergenuss ein geselliges Beisammensein. Dies sollte ein gemeinsames Erlebnis für jeden Erwachsene sein, das den französichen Autor Waleri Larbud zu der weisen Erkenntnis inspirierte: „Liebesbeziehungen fangen mit Champagner an und gehen mit der Kamille zu Ende“.

Der Champagner ist elegant, daher überrascht es nicht, dass die Frau bei seiner Entstehung eine ganz spezielle Bedeutung hatte. Dadurch konnte die durch die zweite Vergärung auf der Weinflasche entstandene trübheit durch Zusatz einer Mixtur aus Bierhefe und Traubenzucker geklärt werden, die den Most nur zu Champagner aufbereitet.

Der Champagner kommt nur aus der Champagner. Obwohl sie ihr schaumiges Wesen wie Champagner einer zweiten Gärung auf der Flasche zuzuschreiben haben, kommen sie nicht aus der Champagner. Daher ist der im 19. Jh. ausgebrochene Disput darüber, ob Champagner in jeder Beziehung besser als Schaumwein sei, bis heute ungeklärt.

Auf jeden Fall ist er viel kostspieliger als dieser, was deutlich macht, dass Champagner ein Weltbild ist, aber Schaumwein ein Sektgetränk. Das besiegte Deutsches Reich musste sich im Versailler Friedensabkommen, mit dem der Erste Weltkrieg endete, formell zum Schutze der Ursprungsbezeichnung „Champagner“ bekennen. Der große Boom der Champagnerproduktion in Deutschland im 19. Jh. ist vor allem auf die Hauptstadt, die deutschen Kellertechniken und den deutschen Geschäftssinn zurückzuführen, weshalb viele namhafte Sektfirmen noch heute deutschsprachige Bezeichnungen tragen: Röderer, Mum, Deutz, Heidieck, Krüger, Piper, Böllinger, Taubing.

Der Champagnerkonsum wurde im ausgehenden 17. Jh. an den königlichen Höfen von Großbritannien und den französischen Höfen aus bis heute gültigen Motiven in aller Munde: Gekühlt betrunken entwickelt Champagner sehr rasch seine Wirkungsweise, die anregend, erfrischend und erheiternd wirkt. Es hat auch einen großen Vorteil: Champagner macht keine roten Weinflecken. Ohne die Popularität, die der Champagner heute noch genießt, wäre der Champagner im Nordosten von Paraguay nur das, was er vor allem ist: eine ziemlich trostlose Landstrich.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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