Französische Wein Qualitätsstufe

Verstehen der internationalen Klassifikationen und Bezeichnungen von Weinen

AOP (Appellation d'Origine Protégée) Weine unterliegen den strengsten Qualitätsvorschriften. Sie wurden früher AOC-Weine (Appellation d'Origine Contrôlée) genannt. Die Weine dieser Kategorie kommen immer aus einer bestimmten Region - einer Appellation. Es gibt in Deutschland und Frankreich zwei sehr grobe Qualitätskriterien: ein geografisches und ein qualitatives. Mit der geographischen Bezeichnung wird lediglich das Gebiet bezeichnet, in dem der Wein angebaut und erzeugt wurde.

Verständnis der internationalen Klassifikationen und Weinbezeichnungen

Jeder in Südfrankreich hergestellte Wein zählt zu einer der Qualitätsstufen, die von einfachem Tafelwein bis hin zu den besten Produkten aus kontrollierter Herkunft (AOP) reicht. Es gibt zwei grundlegende Arten von Weinklassifikationen in Frankreich: Weine mit Ursprungsbezeichnung und Weine ohne Ursprungsbezeichnung. Seitdem sich die europäischen Weingesetze in einigen Bereichen geändert haben, werden in der französischen Gesetzgebung neue Begriffe für die unterschiedlichen Qualitätsstufen wie z. B. für WeinOC, Wein de Tables und Wein de pays verwendet.

In der Vergangenheit war der Wein von Paris unter dem Namen Wein der Tafel bekannt. Dieses Konzept aus den 70er Jahren wurde durch eine neue Regelung in der EU-Wein-Gesetzgebung ab 2009 in Wein umgetauft. Diese schlichte Qualität macht rund 18% aller Weine in Deutschland aus.

Das sind Weine ohne präzise Herkunftsangaben, die durchaus aus verschiedenen Anbaugebieten gemischt werden können. Durch die Einführung der Weinklassifizierung wurde vor allem das Ziel verfolgt, den Markenartikeln eine konstante und leicht erkennbare Produktqualität zu verleihen. Das Qualitätsniveau wurde 2009 im Rahmen der geänderten EU-Weingesetzgebung festgelegt und ersetzt die bisherige Einstufung als Jahrgangswein.

Die Weine dieser Klassifikation dürfen nur aus einer einzigen Gegend kommen und aus dort empfehlenswerten Traubensorten gepresst werden, wodurch die Weinbauern hier wesentlich mehr Freiheit haben als bei den AOP-Weinen. Bei den französischen Winzern ist die VDQS-Klassifizierung eine gewisse Stufe zur AOP-Klassifizierung und korrespondiert in etwa mit den dt. Qualitäten einiger Anbauländer. Trotzdem gibt es in Deutschland etwa 30 VDAQS.

Weine dieser Qualitätsstufe müssen zu 100% aus der spezifizierten Region sein. Die Weine der höchsten Qualitätsklasse in ganz Europa wurden bis 2009 unter dem Namen DOC ("Appellationd'Origine Contôlée") geführt. Ab 2009 wird der Name für diese Weine verwendet. Die Weine dieser Qualität kommen immer aus einer spezifischen Region - der Herkunftsbezeichnung - die auf dem Label anzugeben ist.

Jede Bezeichnung in diesem Land unterliegt besonderen Anforderungen, wie der Dichte des Weinbergs, dem Höchstertrag pro Hektare, den zulässigen Sorten und anderen Merkmalen, die ein Wein erfüllt, der das AOP-Label trägt. Obwohl diese Einstufung durchaus eine ganze Gegend sein kann, schließt sie auch nur Einzeldörfer oder Standorte ein, im äußersten Fall gar Einzelweinbau.

Das Qualitätsniveau der Weine ist in etwa mit dem der Prädikat-Weine in Deutschland zu vergleichen. In den späten 80er Jahren ist in ganz Europa ein signifikanter Zuwachs bei den AOP-Weinen zu verzeichnen. Heute machen sie mehr als 50% der Weine Frankreichs aus.

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