Wein

Französischer Champagner

Nikola Obermann hat die Möglichkeit, sich diesem durch und durch französischen Getränk zu widmen, aber ist es auch so französisch? Der Champagner, der edle französische Sekt, verdankt seinen Namen einer nordfranzösischen Region, der Champagne. In der Champagne wurden bereits zur Römerzeit Weinreben angebaut, und diese Tradition hat sich glücklicherweise bis heute erhalten. Der deutsche Gegenpart zu den großen französischen Schaumweinen ist der Sekt. Die Reifung erfolgt bei teurem Sekt oft noch durch traditionelle Flaschengärung, wie bei Champagner.

Französische Champagner

Obwohl der Begriff Champagner heute in vielen verschiedenen Landessprachen als Begriff für jede Sektart verwendet wird, gibt es eigentlich nur einen echten Champagner, und er stammt aus der gleichnamigen Gegend in der Nähe von 150 Kilometern nordwestlich von Paris. Der französische Champagner wird als der beste Sekt der Erde angesehen, der nach einer uralten Gärungstradition dank der Pionierarbeit der Mönche und Klöster der Gegend im 17.

In der Regel ist dies auch der teurere Sekt. Doch auch hier sind die Preisunterschiede groß, je nach Champagnerart. Dies sind Mischweine unterschiedlicher Rebsorten, die zur Qualitätsverbesserung und Konstanz beigemischt werden. In der Regel haben diese Weinsorten einen floralen, feinfruchtigen und mineralischen Charakter mit guter Säuerlichkeit.

Champagner wird nur in den besten Jahren hergestellt (daher steht das Jahr auf dem Etikett) und nur von ausgesuchten Weinkellereien, die Qualitätsweine produzieren. In der Regel lagern die Weinsorten über einen längeren Zeitraum mit eigener Bierhefe in der Weinflasche und erzielen so einen reicheren und kräftigeren Ausstoß.

Dieser Champagner schmeckt intensiv, mit einem noch feineren fruchtigen Aroma, aber mit mehr süßer Würzigkeit und nussartigem Charme. Feine Cuvés sind die besten Champagnerproduzenten. Jede Sektkellerei stellt nur ein oder zwei solcher Cuvés her. Mehr dazu im Artikel10 Grundlegende Elemente zum Verstehen von Champagner.

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Und wenn die Engländer Champagner essen, dann essen die Engländer Champagner. Es könnte man meinen, dass Schaumwein oder Champagner so gut wie dasselbe ist: Weisswein oder rosa, der kohlensäurehaltig ist. Aber der Champagner ist viel teuerer. Gewöhnlich sagt der Franzose: handverlesene Weintrauben, exakt vorgegebener Rebabstand und natürlich die berühmte Champagner-Methode.

Wird er nicht in ein Faß für die zweite Vergärung gegeben, sondern in die Flasche abgefüllt, dann ist dies die bekannte Melodie-Championage. Der Champagner ist aber vor allem ein stark eingeschränktes Anbaugebiet, das durch das bekannte Label „AOC“ für den kontrollierten Herkunftsnachweis abgesichert ist, weshalb sich kein anderer Champagner der Erde Champagner nennt.

Im Vertrag von Versailles von 1919 gibt es gar einen Paragraphen, den sogenannten Champagner-Paragraphen, in dem die französischen Behörden den Menschen untersagen, ihren Schaumwein Champagner zu nannten. Überhaupt nicht blöd, die Engländer. Welch unfaire, meinen die Germanen, in der Champagnergeschichte haben die Germanen eine große Bedeutung! Hier sind die Labels der großen französischen Sektkellereien zu sehen: Krüger, Mum, Heidsieck, Böllinger, Deutsche, Deutz, Köche…. Das sind die Bezeichnungen der jungen, ehrgeizigen Menschen, die Ende des 18. Jh. in die Sektkellerei emigrierten, um dort eine Laufbahn einzuschlagen.

Einige von ihnen haben ihren Reichtum, andere nur ihr Können, vor allem ihren geschäftlichen Scharfsinn und ihre Sprachkenntnisse, denn es fehlt den Französinnen an diesen wesentlichen Qualitäten, die man benötigt, um das Luxus-Getränk an die Machthaber der ganzen Erde zu vermarkten. Wie auf Abruf kommen die eloquenten Dealer. Schon bald arbeitete ein Deutsche in fast jedem Sektkeller, so dass 1867 von dem amerikanischen Generalkonsul in Réims geschrieben wurde: „Es gibt hier wirklich kein Sektkeller mehr, der nicht mehr von einem einzigen Deutsche geführt wird.

Falls ein französischer Mann an der Tabellenspitze steht, hat er sicher einen englischen Teil. Es wurde von einem französischen Mann geleitet. Im Jahre 1777 gründet Florenz-Ludwig Heidieck das erste Sekthaus in der Stadt. Als sie keine eigene Handelsmarke fanden, haben sie oft die Tochtergesellschaft eines existierenden Sektkellers geheiratet, dessen Geschäftsführung übernommen, ihren Familiennamen französisiert, wurden franz.

Heutzutage klingt ihr Name nach französischem Lifestyle und Komfort, und kaum jemand kennt ihre deutschen Vorfahren.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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