Wein

Hammel Müller Thurgau

Der sehr fruchtige Müller-Thurgau fermentierte vollständig in einem großen Holzfass aus Pfälzer Eiche und reifte auf der Vollhefe. Und so muss und kann Müller! Die Müller-Thurgauer Große Tradition aus dem Weingut Hammel schimmert hellgelb im Glas. Diese Rebsorte wurde von Christoph Hammel gepflegt und in Holzfässern ausgebaut. Traubensorten: Kerner, Müller-Thurgau, Scheurebe, Silvaner.

Ihr bewertet diesen Artikel: Weinkellerei Hammel & Co Müller-Thurgau Grosse Traditionsgemäßes trockenes Qualitätsmanagement („QbA“)

Der Müller-Thurgau wurde 1882 von dem Thurgauer Herrmann Müller angebaut. Unglücklicherweise hat die Sorte keinen besonders hohen Bekanntheitsgrad und deshalb wird der Rotwein oft als sogenannter Riwaner vertrieben. Doch in der Schweitz und im Badener Land zeigt mancher Weinbauer, was man aus dieser Sorte alles machen kann.

Mit dieser Rebsorte hat er eine ganz eigene Vorstellung, er will den besten Müller-Thurgau in Deutschland produzieren. Zur Verdeutlichung offeriert er den Tropfen in seiner „Best of“-Linie. Basis dafür ist ein altes Weingut, das in den 50er Jahren bebaut wurde. Der neue Outdoor-Manager hatte im Jahr 2015 ein ganz spezielles Augenmerk auf diesen Weingarten und pflegte die Trauben mit Leib und Seele.

Ein berauschendes Bouquet mit Noten von Stachelbeere, Mangos, Johannisbeeren, Pampelmuse, Litschi, Äpfeln, Kräutern und floralen Akzenten.

Hammer Müller-Thurgau 2009 getrocknet

Bis zu einem gewissen Grad kommt mir das entgegen, denn das Weinthema, neben anderen neuen Bereichen, sollte in absehbarer Zeit wenigstens etwas mehr in den Mittelpunkt drängen. In der Tat, ich habe eine harte Zeit mit ihm – im Vergleich zu all den Fachleuten, die das soziale Netz rund um den Begriff des Weins füllen, fühle ich mich immer dumm.

Wie soll ich über Weine berichten? Aber ich weiß nur, was mir gefällt und was mir nicht gefällt; ich habe keinen Keller und bin nicht in der Lage, über Weine auf andere Weise zu berichten. Also bin ich nur, als Food-Blogger, ein interessanter Laien, wodurch interessierte Mittel ich Spass mit guten Weinen haben will, den restlichen Teil lasse ich gerne den Fachleuten.

Im hiesigen Verbrauchermarkt gab es exakt eine der 2,49-Liter-Sorten und einen jungen fränkischen Repräsentanten, der vielleicht einer geworden wäre, aber der nächst größere Edeka-Markt hat seit vielen Jahren eine starke Verbindung zum pfälzischen Weinkeller Hammel. Es gibt einige der Weine aus Hammel, die mir sehr gut gefallen, und der Ausblick ins Verkaufsregal war exakt das, was ich gesucht habe: Müller-Thurgau, die Literaturflasche im Bordeaux-Look, das Label im modernem Dessin.

Frische Fischgerichte am Swimmingpool* Vegetarisches Essen* Harmonisch* Eisgekühlte Sommerschorle* Abends am See* Kammermusik* Parmaschinken* Gemeinsames Kochen* Crostini* Rythmus & Blues* Veranda* Mozarella Caprese* Geschmacksrichtungen für alles was schmeckt* Gut gekühlte bei 6oC.

Der erste Geschmack des Weines zeigt eine zarte Muskatnuss, dazu der Duft von grünen Pfirsichen und einer Apfelduft, die zwar schön fruchtartig, aber zart ist. Der Geschmack ist zwar sommerfrisch, aber auch nicht zu leicht. In der Ausgabe 2009 reift der in Edelstahltanks gereifte Tropfen mit satten 12,5 % Alkoholika.

Der Säuregehalt ist wie bei einem Weißwein und nicht wie bei dem Müller-Thurgaus, den ich bisher getroffen habe (nämlich ebene, sehr weiche Weine). Wir haben an diesem Tag ein nicht sehr kräftig würziges, reines Blumenkohl-Curry auf unserem Tisch, zu dem der Rotwein eine sehr gute Figur macht.

Der Müller-Thurgau muss sich mit rund 5 Cent für die Liter-Flasche nicht vor den Massen-Weinen der neuen Zeit verbergen – er ist gut schmeckend, stammt aus einem traditionsreichen Unternehmen aus Deutschland und sollte sicherlich einen Antipasti-Teller oder ein anderes helles Getränk mitnehmen.

Mir verbleibt nur noch, mich für den Ansporn zu bedanken, sich einem neuen Tropfen zu widmen – und für weitere Auftritte.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

Add comment

Your Header Sidebar area is currently empty. Hurry up and add some widgets.