Lemberger Wein

Das württembergische Blaufränkisch-Problem: Verrat an Lemberger?

Der Blaufränkisch, auch Lemberger oder Blauer Limberger genannt, ist eine Rotweinsorte. In der Weinwelt kommt die rote Rebsorte Lemberger, auch Blaufränkisch genannt, in den verschiedensten Weinstilen vor. Von dem leichten, fruchtigen Sommerwein bis zum extraktreichen, kräftigen Rotwein für kalte Wintertage ist mit Lemberger alles möglich. Das württembergische Volk kennt die Lemberger in verschiedenen Variationen. Einerseits die leichten, fruchtigen Tropfen, andererseits die konzentrierten Qualitäten in Form von extrakt- und tanninreichen Rotweinen.

Das württembergische Blaufränkisch-Problem: Lembergerverrat?

Wenn Sie diesen Titel gehört haben, woran halten Sie dann? Spektakuläre Großanlagen von VDP-Unternehmen wie z. B. Carl Häidle oder Drautz-Able? Die Tatsache, dass diese Fragestellung existiert, verdeutlicht das Phänomen der württembergischen Lemberger. Wenn der echte Lemberger kommt, wird er nicht nur mich und nicht nur seine deutsche Kollegin wundern, sondern auch die Weinwelt", schreibt der Kritiker St. Pauli.

Der überwiegende Teil, der seinen Wein in Supermärkten und Discountern einkauft, kennt nicht das Potenzial, das in Lemberg liegt. Der Remstaler Weinbauer Moritz Häidle ist verärgert: "Wenn noch niemand verstanden hat, dass es sich um eine große Traubensorte handelt, dann geht etwas schief. Der 29-jährige übernimmt vor einigen Jahren das Gut des Weingutes Karlshagen.

Noch vor einigen Jahren war er der Meinung, er habe eine Antwort auf das Bildproblem von Lemberg gegeben. Sie hat einen anderen Titel und hat zur Zeit einen schönen Sound in der Weinwelt: die Sorte aus dem Hause G. Meier. Weshalb also weiter auf den Titel Lemberger mit württembergischem Landesstolz bestehen? Schreibe doch mal über die Qualitätsweine und lass das Image der Provinz über Nacht hinter dir.

"Viele Weinbauern außerhalb des Landes erzeugen diesen Wein jetzt auch, und beinahe jeder nennt ihn Blaufränkisch", sagt er. Es gibt keine offiziellen Daten darüber, wer Lemberger und wer den Blaufränkischen auf seinen Labels ausdruckt. Von den 1.846 ha, die mit Lemberger bepflanzt sind, befinden sich 1.705 ha in Würde ttemberg (Daten von 2015), wo die Anzahl der Blaufränkisch-Etiketten traditionsgemäß in engen Grenzen liegt.

Genug Leute, die gern den Blaufränkischen trinken, aber nie einen Lemberger im Becher haben, sagt er. Auch die Reben, die sein väterlicherseits vor 30 Jahren im Tal der Rems gepflanzt hat - damals die ersten Lviver dort - sind so gut wie die seiner Mitstreiter. Mit seinem Weinbaukollegen Rainer J. S. A. H. J. Schnaitmann wurde immer wieder die Vorstellung diskutiert, seinen Lemberger als Lemberger als so genannten Bachränkisch zu bezeichnen.

Er präsentierte auf der Messe seinen Lemberger-Gutswein zum ersten Mal als sogenannter blaufränkischer. Aber es lief sehr gut, das Feedback war nahezu nur positiv", sagt er. So hat es Hajdle gemacht. Bestaetigt durch seinen Sieg bei der Firma P. H. P. Prowein beharrte er bei der Vorstellung der Grossen Gewaechse des Verbandes in Wiesbaden im vergangenen Sommers.

Er hat es aber durchgezogen.

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