Wein

Madeira Wein Portwein Unterschied

Madeira ist auch ein süßer Rotwein, der mit Alkohol verstärkt ist. Ein großer Unterschied zu anderen Vertretern wie Portwein oder Sherry ist, dass Madeira einer wechselnden Hitze ausgesetzt ist, die sein Aroma stark beeinflusst. Die Zeit des Anhaltens bestimmt den verbleibenden Restzucker, d.h. die Süße des Portweins. Die Gärung des Weines ist umso geringer, je weniger Brandy hinzugefügt wird. Madeirawein soll zufällig hergestellt worden sein.

Hafen und Madeira

„Der Hafen der Engländer“ und Madeira wurden von britischen Kaufleuten erdacht. Weil die Wintern auf der lnsel lang waren und die Hochschulen im 18. Jh. meistens kühl waren, wählten die Wissenschaftler den Hafen oder Madeira zum Einlaufen. Der Portwein ist ein süßlicher Wein, der durch die Beigabe einer kleinen Portion Brandy gespritzt wird.

Das Ergebnis ist ein kräftiger, mitreißender Wein von deckender Färbung, der zwischen 19 und 22 Vol.-% Alkoholika enthält und von unvergleichlicher Zartheit ist. Der Name kommt von der Ortschaft Portos am Unterlauf des Flusses. Die Lager hallen der großen Hafenweinfirmen liegen am gegenüberliegenden Stadtufer.

Das ist der Ort, wo der Wein ausreift. Auch heute noch ist das britische Wort auf dem Markt für Portwein präsent. Man nennt die Lagerhallen Logen, die Unternehmen haben Bezeichnungen wie z. B. Rockburn, Thaylor, Dow, Sandmann oder Greham, und der Hafen selbst wird immer noch als „der Wein der Engländer“ bezeichnet, obwohl er seit langem weltweit mit Erfolg vertrieben wird. Dunkles Rubinrot, Marmeladeähnlicher Portwein mit zwei bis vier Jahren Ausbau.

Der größte Teil aller Portweine besteht aus ihm. Mahagoni-Brauner Portwein, in der Regel in Fässern älter als ein Rubin, manchmal mit kleinen Partien von 20, 30 oder 40 Jahre altem Portwein montiert und dann sehr erlesen. Portwein aus einem einzelnen Weinjahrgang, in Fässern für mind. sieben Jahre gelagert, zumeist mehr. OBV (Late Bottles Vintage): Jahrgangswein aus einem kleinen Weinjahrgang mit vier bis sechs Jahren Fassreife: Obwohl er sehr gut sein kann, ist er oft nur ein verbesserter Rubin.

Reifezeit zwei Jahre in Holzfässern und dann 20, 30 oder mehr Jahre bis zur besten Tränke. Portwein, der für kurze Zeit auf den Schalen gelassen wurde oder aus den wenigen weissen Rebsorten, die auf dem Fluss aufwachsen. Die Reifezeit im Behälter beträgt höchstens 18 Monaten, ist etwas weniger süss ( „fast trocken“) und hat einen Alkoholanteil von ca. 17 Volumenprozent.

Meistens sind die Madeira jedoch mehr oder weniger vollmundig. Zusätzliche Prädikate: Jahrgang (mindestens 20 Jahre). Verhältnismäßig leichtes, meistens mässig trockenes Madeira mit temperamentvoller Säuerlichkeit. Würziges, kräftiges Madeira von der nördlichen Seite der Inseln, herb bis leicht süsslich, mit einem feinen Nussaroma. Dunkle, karamellfarbene Trauben, reiches und duftendes Bukett, klare Süsse, oft „verbrannt“ im Bukett.

Die seltenste, süsseste, schwärzeste Madeira, die nur aus Malvasia-Trauben hergestellt wird, die an den südlichen Hängen der Inseln wachsen. 48 unterschiedliche Traubensorten (von über 100 noch im Douro-Tal angebauten) dürfen den Portwein produzieren. Bei den meisten handelt es sich um die roten Abarten. Der Wein zeigt zwischen 40 und 60 g ungegorenen Zucker, wenn er aus der Püree entnommen wird.

Der Wein wird im Frühling per Tankwagen nach Portocolom transportiert und in Fässern (traditionell Rohre mit einem Fassungsvermögen von 520 Litern) gelagert. Die Reifezeit beträgt dort zwei Jahre, mal 20, mal 40 Jahre. Madeira ist auch ein mit Alkohol verstärkter Süsswein. Anders als im Hafen wird Madeira jedoch nach dem Abblättern einer besonderen Hitzebehandlung unterworfen.

Die Hitzebehandlung soll den Wein rascher ausreifen lassen und den Karamellzucker karamellisieren. Madeira braucht unbedingt die nötige Ausreifung. Das meiste von Madeira ist gut zum Zubereiten. Hier werden die Terassen vermehrt mit den altweißen Rebsorten Sorte Sércial, Boccia, Málaga, Madeira und Verelho angebaut (Madeiras dieser Rebsorten bekommen ihre dunklen Farben durch die Wärmebehandlung).

Diese werden in 600-Liter-Rohre abgefüllt und für mind. 20 Jahre unter dem Hausdach von Handelshäusern aufbewahrt, wo es im Sommer sehr warm und im Sommer kalt ist. Es gibt kaum einen anderen Wein, der so lange hält wie er.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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