Marsala Sorten

Marseille - Italienischer Geheimtipp

Die Rebsorten sind so unterschiedlich wie die Reben, so unterschiedlich sind auch die Marsala-Sorten. Soleras Stravecchio e Vergine oder Soleras Riserva ist seit mindestens zehn Jahren gereift und damit der teuerste Marsala-Wein. Dieses Additiv verleiht dem Marsala einen hohen Restzuckergehalt. Die Anbaufläche für Marsala liegt fast ausschließlich in der Provinz Trapani. Die Rebsorten Catarratto Bianco comunale, Catarratto Bianco lucido, Damaschino, Grillo und Inzolia werden dort für den weißen Marsala angebaut.

Marseille - Italienisch Insider-Tipp

Zuviel, zu viel, zu viel, zu viel - das ist eine Ansicht über Marsala. Passend zum Nachtisch, körperreich und lecker - das ist eine andere Auffassung, wenn es um Weine aus Südtirol geht. Richtig gutes Marsala ist ein richtiger Geheimtip. Der Marsala zählt zur Familie der süßen Weine und kommt aus dem sizilianischen Raum.

Heute werden die Weintrauben für Marsala hauptsächlich in der Region Tetrapani, aber auch in den Provinzen Palermos und Agrigients geerntet. Der Süßwein hat seinen Ursprung in der Stadt an der Nordwestküste der Insel und wurde dort lange Zeit ausgeführt. Es gibt zwei Haupttypen von Marsala: die bekanntesten Sorten aus weissen Weintrauben und die weniger bekanntesten Sorten aus Rotweintrauben ausserhalb der Stadt.

Es gibt aber heute auch Sorten, die nicht mit diesen Zusatzstoffen vermischt sind und daher auch als höherwertig erachtet werden. Es ist einem Händler aus dem Jahr 1770 zu verdanken, dass der heute so populäre Sizilienwein in ganz Deutschland bekannt wurde: In einem Gasthof landet er mit seinem Boot im Hafengelände von Marsala und bekommt den süssen ländlichen Süsswein.

Holzhaus war sehr erfreut und wollte mehr über den Tropfen wissen. Bei einem Besuch bei den Winzern stellte er fest, dass der Tropfen aus sizilianischem Anbau ist. Geschmacklich konnte er sowohl mit den beiden Sorten Kirsche als auch Madeiras konkurrieren, die er 1773 in der portugiesischen und spanischen Provinz erntete.

Der Marsala wurde mit Spiritus gemischt, um ihn für die Kreuzung widerstandsfähiger zu machen. Berühmt wurde der süße Tropfen auf der ganzen Welt, als AdmiraIon 1800 500 Barrel pro Jahr für seine Flotte bestellte. Doch es war derjenige, der dem Marsala den letzten Schliff gab. Durch die kontinentale Blockade kam weder Madeiras noch Sherrys auf die Inseln, sondern der Sizilienwein.

Die Erfolgsstory von Marsala endete jedoch im zwanzigsten Jh. mit einer Reblauspest. Es dauerte bis 1980, bis der Erfolg des Weins wieder zunahm, aber es gibt immer noch sehr wenige Weinkellereien, die Marsala-Weine züchten. Der Marsala soll vor allem süss sein - dieses Argument besteht noch heute, ist aber nicht immer richtig, denn der Weißwein wird heute auch ohne den Einsatz von künstlichem Spiritus als trockene Marsala Virgine serviert.

Weniger, und zwar nicht mehr als 40 g, darf der Marsala Sekco haben, der wie der Jungfrau zu den trockenen Sorten zählte. Zum Beispiel der Marsala Fein, der für wenigstens ein Jahr gereift sein muss und einen Alkoholgehalt von 17% hat, und der Superioreriserva, der seit wenigstens vier Jahren in Eichenfässern gereift ist.

Die Marsala Sonnenblume der Spitzenklasse ist bis zu zehn Jahre alt. Marsala-Weine sind sehr populär als Aperitifs, aber auch zum Essen oder zum Nachspeisen.

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