Wein

Marsala Wein

Alle drei Marsala Qualitäten haben diese drei Farbvarianten. Ob klassische deutsche Backwaren wie Vanille-Halbmonde oder Zimtsterne oder die italienischen Cantuccini, mit einem süßen Dessertwein schmecken Sie so gut wie eh und je. Von Italien kommen zwei Dessertweine, die wir in unserem Sortiment haben: Wein Vin Santo (= heiliger Wein) und Marsala. Von Gold und Bernstein bis hin zu, seltener, tiefem Rot, galt dieser liebliche Sizilianer schon immer als ein hochwertiger Süßwein aus der Provinz Trapani.

Welchen Anlaß gibt es für den Marsala-Wein?

Der Marsala ist einer der berühmtesten Dessertweine und hat einen Alkoholanteil von 17 bis 20 Prozent. Sie kommt aus der südsizilianischen Region Trepani, wo sich die namensgebende Stadt Marsala erhebt. Er wird in Italien sowohl als Apéro vor den Mahlzeiten als auch als Verdauungswein nach den Mahlzeiten eingenommen. Die süssen Marsala-Sorten sind besonders als Nachtischwein geeignet.

Die Süße wird durch den besonders großen Zuckeranteil der eingesetzten Weintrauben oder durch die Zugabe von gekochtem Traubenmost zu Marsala erreicht: Gemäß DOC-Vorschriften können Marsala-Weine aus den Sorten Ansonica, Katarratto, Damaschino, Barbecue, Grillen (weiß) und Noir d’Avola, Noir Mascale, Noir und Noir gemixt werden. Das Label von Marsala gibt den Grad der Süße und den Farbton sowie eine der drei unterschiedlichen Qualitäten an.

Es gibt Unterschiede in der Reifungszeit, dem Gehalt an Alkohol, dem Grad der Süße und der Produktion: Bei einfachster „Fine“-Qualität muss der Alkoholanteil mind. 17-prozentig sein. Dieser Marsala wird für wenigstens ein Jahr ohne Verwendung von Holzfässern gelagert. Als “ Superin “ gilt eine Reifedauer von mind. zwei Jahren, als “ Superinfektion “ von mind. vier Jahren.

Die Mindestalkoholkonzentration beträgt 18 vH. Sie sind auch in allen Farben und Geschmacksrichtungen lieferbar, werden aber meist als süßliche Dolce-Variante entwickelt. Die Flaschenetiketten tragen die Abkürzungen „SOM“ (Superior Alt Marsala), „LP“ (London Particular) oder „GD“. In den hochwertigsten Sorten „Vergine“ oder „Soleras“ wird der Marsala nur als Trockenvariante von Sekco entwickelt.

Der Reifungszeitraum dauert mind. fünf Jahre (Zusatzbezeichnung „Stravecchio“) bzw. zehn Jahre (Zusatzbezeichnung „Riserva“). Die Mindestalkoholkonzentration liegt bei 18 vH. Auch dürfen diese Marmeladen nicht durch den Zusatz von Traubenmost versüßt werden.

Der Marsala-Wein: der berühmte sizilianische Liqueurwein

Sizilianisches Marsala ist in vielen Variationen und Qualitäten erhältlich. Likörwein ist ein verstärkter Wein, bei dem die Weinbauern den Gärungsprozess durch Zusatz von Spiritus unterdrücken. Die Weinbereitung hat vor vielen hundert Jahren in Südosteuropa begonnen, wo die hohe Mostdichte der Ernte und die Sommertemperaturen die Vergärung fast unkontrolliert haben.

Oftmals konnten die Weinsorten nicht haltbar gemacht werden und nur die Alkoholzugabe verhinderte den Gärungsprozess zum rechten Zeitpunkt. Bekannt sind vor allem Spirituosenweine wie z. B. der spanische oder portugiesische Likörwein, aber auch aus dem sizilianischen Raum kommt inzwischen wieder ein gutes Erzeugnis – der Marsala. An der sizilianischen Westseite in der Region Marseille, in der Nähe von Bozen.

Bereits im 18. Jh. wurde der Wein rund um die Stadt Marsala mit dem gleichnamigen Hafen produziert und durch den Engländer Johann Holzhaus europaweit bekannt. Nachdem im vergangenen Jahrzehnt weniger populäre Versuche unternommen wurden, Marsala mit Ei, Mandel oder Rahm zu würzen, genießt der süße Wein heute den Rang einer rechtlich abgesicherten Herkunftsbezeichnung und ist strenger erprobt.

Ausgehend von den weissen und rötlichen Marsala-Sorten wird eine Kombination aus den weissen Rebsorten Katarratto, Grillen oder Inzolien, sowie den rötlichen Rebsorten Nero d’Avola, Merrello und Nerricone hergestellt. Je nach Rebsorte wird der jeweilige Basiswein nach der Vergärung mit Brandy besprüht oder auch noch mit abgekochtem Traubenmostkonzentrat, Süßmost oder Misteln, einer Mixtur aus Süßmost und Brandy, vermischt.

Die Mischung mit dem gereiften Marsala verleiht dem Wein einen besonderen Charme und die verschiedenen Eigenschaften sind auf die Reifezeiten in Eichenfässern zurückzuführen. Die Vergärung wird bei qualitativ hochwertigem Marsalat nicht mehr durch die Beigabe von Spiritus unterbrochen, sondern muss natürlich reifen. Es gibt verschiedene Marsala-Namen je nach Farbton, Zuckeranteil und Güte.

Besonders getrocknet ist die Jungfrau mit weniger als vier g Restsüße pro l Wein und wird oft als Apéro gereicht, während die Sekco höchstens 40 g ausmacht. Doch als Nachtischwein kommt ein halbtrockenes Abtropfen oder das besonders süßliche Dessert mit über 100 g Restsüße ins Gläser.

Der Marsala-Fino benötigt nur ein Jahr, um in Holzfässern zu lagern, die Ausführungen mit zwei oder vier Jahren Reifezeit sind von höherer Qualität. Eines der Spitzenprodukte ist Marsala Sole, das fünf Jahre lang gereift ist, oft mit dem Zusatz von Jungfrau. Hier darf die Alkoholgärung nicht abgebrochen werden und zu einem späteren Zeitpunkt darf kein Traubenmost zugesetzt werden.

Mit einer Lagerdauer von mind. zehn Jahren hat die Sorte die beste Ausführungsqualität.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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