Wein

Müller Thurgau Rebe

Der Müller-Thurgau hat für den Winzer viele Vorteile, so dass auch in Deutschland mit einem verstärkten Anbau zu rechnen ist. Der Müller-Thurgau ist mittelgroß bis groß und hat lose bis dichte Beeren. Dies führte zur Ausbeutung der Sorte als ertragreiche Rebsorte in schlechten Lagen und führte zu Massenweinen, die beim Weinpublikum wenig beliebt waren. Lernen Sie unsere Rebsorten Dornfelder, Ortega, Kerner, Bachhus und Müller-Thurgau kennen. Der Täufer Johann Röhrenbach ist entschlossen, Müller-Thurgau zu pflanzen, weil die Rebe am See optimale Bedingungen hat.

München-Thurgau

Der Müller-Thurgau ist die bekannteste und traditionsreichste der vielen neuen Rebsorten Deutschlands. 1882 gelingt es dem Thurgauer Prof. Dr. Hermann Müller am Ausbildungs- und Forschungsinstitut für Weinbau und Weinbau Georg von Thurgau, eine Sorte mit höherer Ausbeute als der des Rieslings zu kultivieren, wo er den Wein mit dem lange als Grüner Silberling geglaubten gekreuzt hat.

Mit dem Umzug an das Schweizer Forschungsinstitut in Richtung Süden nach Schleswig-Holstein hat er seine neue Rebsorte weiterentwickelt, die 1913 nach ihrem Erbauer genannt wurde. Der Müller-Thurgau hat ein mittelgroßes, in der Regel siebenlappiges Blattwerk, seine Weintrauben sind lose bis dichte Früchte, die Früchte sind mittelgross, haben eine feine Haut und ein ausgeprägtes Muskatellersalz. Der Weinstock fordert wenig von der Lokalität und dem Untergrund.

Der Müller-Thurgau ist verhältnismäßig weiche, daher frostgefährdete Wälder, und viele Müller-Thurgauer Reben erfrieren im Unterschied zu den Riesling-Reben in den kühlsten Winterabenden der vergangenen zehn Jahre – sicherlich auch ein Anlass für den Ausstieg aus dem Müller-Thurgau und die Rieslingrenaissance in jüngster Zeit. blumige und feine Muskatnussaromen und wesentlich weniger Säuren als bei Rieslingen.

Alle Müller-Thurgauer werden im Edelstahltank fermentiert und gereift, in dem ihre typische Ausgewogenheit und ihr typisches Aroma besser erhalten werden kann. Die Müller-Thurgauer Weinsorten sind hell- bis zartgelb. Die Müller-Thurgauer Rebsorte hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund ihrer verlässlichen, frühzeitigen Reifung und ihres mehr als üppigen Ertrages schnell zu einer der am weitesten verbreiteten Rebsorten entwickelt.

Müller-Thurgau war in den 70er und 80er Jahren die gebräuchlichste Sorte im Bereich der Weinbauern in Deutschland, bevor sie von den Rieslingen in den 90er Jahren auf den zweiten Rang verdrängt wurde. Aber auch heute noch gibt es über 20.000 ha Weinberge und damit rund ein Viertel der gesamten Fläche unter den Müller-Thurgauer-Weinbergen.

Unter Müller-Thurgau gibt es in Badens Weinbergen 4200 ha, in der Pfälzer Region 4100 ha, hauptsächlich auf den bis in die Tiefebene vor dem Haardtgebirge reichenden Weinbergen. Im Frankenland sind damit 2400 ha bepflanzt, ebenso wie an der Muschel, wo sie vor allem an den flachen Stellen der inneren Kurven des Flusses zu sehen ist.

Rund 900 ha Weinberge mit Müller-Thurgau werden an der Nahe bewirtschaftet, auch hier wird die Herstellung von Lefrauenmilch hauptsächlich in Hessen genutzt. Der Müller-Thurgau ist wie in Hessen die verbreitetste Sorte in den Weinanbaugebieten Sachsens und der Saale-Unstrut, in Sachsens mit 95 ha, an der Saar und Unrut mit 140 ha.

Der Müller-Thurgau wird in Österreich hauptsächlich im Kampftal und in der Südsteiermark kultiviert und ist nach dem Großen Veltiner die zweite wichtige Weissweinsorte. Im Ostschweizer land, wo Müller-Thurgau als RieslingxSylvaner bekannt ist, werden über 90 Prozent des Weins mit ihm bepflanzt. Müller-Thurgau wird in Luxembourg unter dem Markennamen Riwaner bebaut.

Aber auch in der Bundesrepublik wird der Begriff immer häufiger für Trockenweine verwendet. Auch in Tschechien und der Slovakei gibt es mit Müller-Thurgau bepflanzte Anbauflächen. Müller-Thurgau ist in Südfrankreich nicht für die Herstellung von Qualitätswein genehmigt. Müller-Thurgau produziert die besten Rieslingweine, wo die Weintrauben eine lange, kalte Reifezeit haben.

Die spannendsten Müller-Thurgau-Weine kommen in der Bundesrepublik vor allem aus dem Bodensee. Für uns sind das die besten. Sie versuchten lange Zeit, den Müller-Thurgau nach den Unterlagen von Dr. Müller zu züchten, aber es ist ihnen nicht gelungen. Von Müller-Thurgau unterscheiden sich die produzierten Traubensorten erheblich – zum Beispiel der Weinrieslaner, der eine hohe Traubenreife und einen noch größeren Säuregehalt aufweist, aus dem die lagerfähigen Weinsorten hergestellt werden können.

Wir wissen heute aus dem Fingerabdruck von Müller-Thurgau, dass es kein Silvaner-Genom beinhaltet, sondern das des Badener Gutedels, der aus Deutschland und der Schweiz unter dem Namen Tschasselas bekannt ist. Früher oder später müssen die Eidgenossen den Namen der Sorte von der Sorte Riesling mal Sauvignon in die Sorte Rosa Weißwein umbenennen.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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