Wein

Rebsorte Gamay

Der Gamay ist der „Sprinter“ unter den roten Rebsorten. Der Gamay sprießt früh, trägt reichlich Trauben und wird früh geerntet. Die Gamay kann mit Recht als die schnellste Rebsorte der Welt bezeichnet werden. Zur Beliebtheit der Rebsorte Gamay hat auch die Art und Weise beigetragen, wie sie im Keller arbeitet. Der Gamay wird ohne Mazeration in einen geschlossenen Tank gefüllt.

Gambia

Der Gamay ist ein Rotwein, der hauptsächlich im Weinberg der Region Beauty jolais bebaut wird. Die Gesamtanbaufläche in Deutschland beträgt 31.771 ha, davon allein 60 % im Raum Beausjolais (Stand 2007[1][2]). Die Rebsorte nutzt im nördlichen Teil des Beaujolais die Böden aus Granit und Sandstein. Der Gamay wird in Südfrankreich, außerhalb des Departements Beauty, hauptsächlich in der Region Maconnais und an der französischen Grenze unter dem Namen Van des Jardin du Jardin de la France vertrieben.

An anderen Stellen wird Gamay gelegentlich (meist 2:1) mit Spätburgunder zusammengepresst. Der Gamay wird in der Region Ríom, etwa 10 Kilometer nordlich von Clermont-Ferrand, im Departement Auer, bis etwa 30 Kilometer südwestlich des Departements Puy-de-Dôme, zu 80% angebaut (andere Traubensorten sind z. B. Spätburgunder, wie z. B. die Rebsorte Bourgogne).

Hier ist auch eine Cuvee mit Spätburgunder üblich. Eine Mischung mit Spätburgunder ist der Burgunder Passetoutgrain-AOC, aber auch der Walliser Dôle de Siders und der Waadtländer Spätburgunder-Salvin. Der Gamay ist in der ganzen Welt als Gamay de genève erhältlich.

Die Rebsorten der Pinot-Familie kommen wahrscheinlich aus dem Bourgogne, während der Weißburgunder von den alten Griechen nach Südfrankreich geholt wurde. Die Benediktiner aus dem Kloster Wolkenstein und die Cisterzienser aus der Klosterkirche Close de Vogeot leisteten im 13. Jh. einen entscheidenden Beitrag zum Weinanbau in Bourgogne, indem sie den Einfluß des Bodens auf die Qualität der Weine anerkannten und die Rebsorte „Gamay“ in Bourgogne, wo sie nach einem Ort mit dem gleichen Namen an der Côte d’Or nannten.

Er reift sehr verlässlich und liefert einen hohen Ertrag, so dass er bald zu einem ernsthaften Konkurrenten für den zarten und delikaten Spätburgunder wird. Nicht umsonst untersagte 1395 der Fürst Philip der Kühn von Bourgogne ( „l’infâme et déloyal Gamay“), der die wirtschaftliche Wichtigkeit des Weins für den Weinexport seit langem erkannte, den Gamayanbau in einem berühmt-berüchtigten Erlaß.

Die Verlagerung aus den Burgunder Weingärten kam aber auch der Gamay zu Gute, denn er wächst auf den Granitfelsen des Beaujolais noch besser als auf dem Kalksteinbruch der Côte-d’Or. Das Gebiss ist im Gegensatz zu anderen Traubensorten fest angesetzt. Reifegrad: Die Rebsorte wird etwa fünf bis sechs Tage nach dem Gütedel gereift und daher im Weltmaßstab als frühreif eingestuft.

Aufgrund seiner Frühreife ist der Gamay in nördlichen Wuchsgebieten oder in großen Höhen zu finden. Weil der Gamay früher austritt, ist er anfällig für Spätfrost.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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