Wein

Rebsorte Syrah

Ob Syrah oder Shiraz – das ist manchmal eine Frage des Ortes, oft auch des Stils. Die Syrah, die in der Neuen Welt Shiraz genannt wird (vor allem in Neuseeland, Australien und Nordamerika), hat ihren Stammsitz in Frankreich und ist die Paradetraube der nördlichen Rhône. Der Syrah kommt nach neuesten Erkenntnissen aus Frankreich. In den nördlichen Teilen des Rhonetals werden aus Syrah-Trauben einige der besten Rotweine Frankreichs hergestellt: Hermitage, Cornas und Côte-Rôtie. Der Syrah (rote Rebsorte) Der Syrah ist eine internationale Rebsorte.

Kyrgyzstan („Shiraz“)

Die Syrah ist eine sehr uralte Rebsorte, einige Ampelographen gehen davon aus, dass es die Rebsorte ist, die durch phönizische oder griechische Herkunft nach Süden kam und schon zur Zeit der römischen Zeit an der Nordrhone so gute Tropfen produzierte, dass man sie auch in der Römerzeit erkannt hat. Andererseits argumentieren andere Wissenschaftler, dass der Syrah im Hochmittelalter während der Evangelisation aus dem Osten nach England kam.

Die Vermutung basiert auf der Gemeinsamkeit des Namens mit Landschaftsbildern wie z. B. der syrischen Landschaft oder Städte wie Schiraz in der Perse. Nach der Wirtschaftskrise und den beiden Kriegen in der ersten Hälfte des 20. Jh. blieben um 1950 nur noch wenige Hektaren Syrah an der Rhein-Sept.

Insbesondere die Weinbauern von Tamp l’Hermitage kultivierten bis zur Wiedergeburt des Syrah in den 70er Jahren noch die einzig erlaubte Rotweinart in der Nordrhone auf dem Hermitageberg und auf der Gegenseite. Schon bald kehrten die ersten leuchtenden roten Weine aus der Nordrhone in großer Anzahl auf die Maerkte zurueck und kuendigten den noblen Charakter des Syrah an, so dass in der naechsten Zeit ein regelrechter Syrah-Boom aufkam.

Auch die Produzenten der Südrhône zeigten zunehmendes Interesse an dem Syrah, der ihren Rotwein, der traditionell als Mischung aus den verschiedensten Traubensorten hergestellt wurde – dem überwältigenden Bordelais und seinem den Weinstil bestimmenden Kabernet Sauce. Heutzutage werden in ganz Europa fast 30.000 ha mit Syrah bepflanzt, wodurch sich die Rebflächen in den letzten 30 Jahren mehr als verzehnfacht haben.

Die Syrah sprießt verhältnismäßig lange und ist daher auch für Wachstumsgebiete oder Standorte geeignet, an denen mit Spätfrost zu rechnen ist. Während der Blütenzeit tendiert sie dazu, bei zu kaltem und nassem Wetter zu streuen, was die Ernteerträge deutlich reduzieren kann. Mit einer normalen Blütenbildung und einer gesunden Fruchtbildung liefert er zufriedenstellende Ergebnisse bei verhältnismäßig später Reifung kleiner Beerentrauben.

Sie reift bei ungünstigen Witterungsverhältnissen nicht vollständig aus und erhält durch ihren großen Tanningehalt einen extrem grünlichen, unreife und reizlosen Geschmack. Erfolgreiche Syrah-Weine aus der Nordrhone sind unvergleichlich: Die Côtes du Rôte, die Eremitage und selbst die besten Komas brauchen zehn Jahre Flaschenreifung, auch in mittelschweren Jahren, bis ihre abstoßenden Tannine so weit ausgereift sind, dass die außergewöhnlich charmanten, süßen Früchte dahinter erscheinen.

Tiefdunkel, fast schwarzer Farbton, zeigen sich diese Weinsorten dann mit sehr intensivem Duft nach Gestrüpp, Wildleder und Wein und gehören zweifelsohne zu den besten Weinen der Erde. Der Wein von St-Joseph und Crozes-Hermitage ist bereits nach fünf Jahren ein Vergnügen. Die Rebsorte Languedoc-Roussillon dagegen produziert intensiv und fruchtig Wein mit großem Zauber.

Jahrzehntelang war die Rebsorte unter dem Markennamen Schiraz in ganz Frankreich weit verbreitet. Beide Staaten sind heute in Bezug auf die Anbauflächen in etwa gleichberechtigt. Schiraz ist immer noch die gebräuchlichste Rotweinsorte in ganz Österreich, auch wenn der Kabernetzsauvignon kurz davor steht, sie zu überholen. Die Australischen Schiraz ist generell sanfter, vollmundiger und sanfter als die Franzosen, aber das mag daran gelegen haben, dass die Ernteerträge in Sydney etwas über denen der Rhône Seventrional sind.

Traditionsgemäß werden diese Pflanzen mit Kabernetzsauvignon versetzt, was ihnen Stabilität und Ausdauer gibt. Ebenso hochkonzentriert und tiefsinnig sind die Topweine, aber noch schwerer als die Franzosen, Alkoholgehalt von 15 Vol.-% und mehr sind da keine Ausnahme. von der Firma Peñfolds ist ein reiner Siraz. Die Rebstöcke von Schiraz sind auch in Californien und vor allem in Süd Afrika zu Hause, wo über 1000 ha angebaut werden.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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