Wein

Restzucker Wein

Der Restzucker im Wein verursacht weiterhin negative Gefühle bei vielen ideologisch trockenen Weinliebhabern. Das Wein – Weinrecht – Restzuckergehalt. Restsüße ist die Menge an Zucker im Wein in g/l, auch bekannt als Restzucker (RZ) oder Zuckerrest, der nach dem natürlichen Ende der Gärung oder dem gezielten Stoppen zurückgehalten wird. Der Zucker kann nach der Gärung im Wein verbleiben, weil die Hefen nicht mehr wirksam sind oder die Gärung künstlich unterbrochen wurde. Im Prinzip spielt dieser Säuregehalt auch eine Rolle bei der Abstufung des Geschmacks von Weinen, denn Wein besteht aus mehreren Säurearten.

Residualzucker

Restzucker, eine grundlegende Klassifizierung von Güte, Weinsorte und Geschmack wird ebenfalls über Restzucker hergestellt. Wird auch als Restsüßigkeit oder Zuckerrückstand bezeichnet, also die Zuckermenge im Wein, die durch ein naturbelassenes Ende der Fermentation oder durch gezielte Stopps beibehalten wird. Die Angabe des Restzuckergehaltes in g/l ist auf dem Label kaum zu finden, wodurch die jeweilige Quantität weinrechtlich reguliert ist: Unter optimalen Gärungsbedingungen (Warmgärung) kann ein Wein bis auf einen Restzuckergehalt von 0,7 g/l gären, wird aber bereits als „vollständig vergoren“ unter 4 g/l (sehr trocken) angesehen.

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Restzucker. Der Restzucker im Wein verursacht weiterhin bei vielen Weinliebhabern, die den Wein trinken, Nachteile. Die systematische knochen-trockene Entwicklung des Weißweins wird unweigerlich mit moderner synthetischer Reinzuchthefe kombiniert, nur sie garantiert die vollständige Fermentation der bestehenden Dextrose. Können die Hefe den restlichen Restzucker während der Fermentation nicht in Kohlensäure und Spiritus umsetzen, verbleibt der verbleibende ungegorene Restzucker als Restzucker im Wein.

Sie wird in gram pro l (g/l) ausgedrückt, mit Restzuckergehalten von weniger als 1 – 2 gr pro l, die schwer zu erzielen sind, weil es im Wein nicht fermentierbare Zuckermoleküle gibt. Der Restzuckergehalt wird nach wie vor als ausschlaggebend für den Geschmack und die Güte eines Weins angesehen; er wird auch von den Weinbauern unerschütterlich wiedergegeben.

Der Restzuckeranteil ist für uns kein essentielles Verkaufsargument; es ist das komplizierte Zusammenwirken von Auszug, Reifegrad und Säuren mit der Süsse oder dem Spiritus, das einen Wein ungeachtet seines Restzuckergehaltes zu einem Genuss werden lässt. Nicht nur die verbleibende Fruchtsüße lässt einen Wein „süß“ wirken; ein höherer Säureanteil kann z.B. zu einer trockenen oder gar sauren Weinprobe bei Vorhandensein von Fruchtsüße beitragen.

Da jedoch die Anzeige des Restzuckergehalts (RZ) für Zuckerkranke und solche Abnehmer wichtig ist, die auf den Einsatz von Restzucker in ihrer Ernährung achten oder achten müssen, weisen wir, falls bekannt, auf den Gesamtzuckergehalt unserer Weinsorten hin. Bei Diabetikern wäre übrigens die sachlich andere Gärung von Glukose und Fruktose in Spontanweinen als separater Hinweis denkbar.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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