Wein

Rivaner Müller Thurgau

Es herrschte Qualität statt Masse und ein neuer Name „Rivaner“ (= Riesling mal Silvaner) für trockene Müller-Thurgauer Weine war geboren. Der Müller-Thurgau, der im vollreifen Zustand sehr aromatisch ist, produziert heute schon lange eine breite Palette von Weinen, wenn der Winzer die Qualitätsproduktion bevorzugt. Der Ursprung des Müller-Thurgau liegt im Gegensatz zum Riesling nicht im Dunkeln. Der Müller-Thurgau wurde lange Zeit mit einer Kreuzung aus Riesling x Silvaner (daher das Synonym Rivaner) verwechselt. Die Synonyme: Riesling x Gutedel, (früher: Müller-Thurgau).

Weiße Traubensorten

Der Müller-Thurgau wurde zu Beginn des 20. Jh. im Forschungsinstitut in der Geisenheimer Gemeinde von Professor Dr. med. Hermann Müller aus dem schweizerischen Thurgau angebaut – was auch den Namen begründet. Die Kreuzungspartner waren lange Zeit die Rieslinge vs. Sylvaner, heute wissen wir aus genetischen Untersuchungen, dass die Müller-Thurgau-Rebe durch das Kreuzen von Rebsorten wie z. B. Rieslinge vs. Madeleines Royal (eine Variante des Gutedel) entstanden ist.

Der Name Rivaner steht als Zusammenstellung der lange glaubwürdigen Familien der Rieslinge und Silvaners. Der Müller-Thurgau ist aufgrund seiner niedrigen Standortanforderungen und Ertragszuverlässigkeit heute mit knapp 14.000 Hektar Weinbergen die Nummer zwei unter den weißen Rebsorten Deutschlands und in nahezu allen Regionen Deutschlands beheimatet. Die Müller-Thurgauer Weinsorten sind einfach, leicht, erfrischend, schmackhaft und mit einer feinen fruchtigen Muskatnussnote, die am besten in jungen Jahren eingenommen werden.

Der Säureaufbau ist dem des Gutedels sehr ähnelt, was diese Weinsorten sehr gut verdaulich macht. Die Rivaner sind meist frische, trockene und sehr leichte Sorten. Der Müller-Thurgau und der Rivaner schmecken gut zu leichteren Gerichten mit Fischen und Fleischerzeugnissen, zu mildem Käse oder auch als Klassiker ohne Gastronomie.

München-Thurgau

Er wurde 1882 vom schweizerischen Weinforscher Herrmann Müller (Thurgau) aus dem Thurgau an der Geisenheimer Versuchsanstalt erzogen. Mit 42.000 Hektar ist Müller-Thurgau die mit Abstand größte neue Sorte in Deutschland. Nach längerer Lagerzeit verlieren die Weine ihr Muskataroma. Müller-Thurgau ist heute auch als „Rivaner“ (Riesling und Silvaner) bekannt, ein trockener und halbtrockener Rotwein, der nach den ursprünglichen Annahmen der Eltern hergestellt wird.

Herrmann Müller war sich nicht mehr ganz klar, welche Elternsorten er hatte. Eine gendiagnostische Studie der Bundesforschungsanstalt für Züchtung in Siebeldingen/Pfalz ergab jedoch, dass die Varietäten“ des Rieslings (Mutter) und Madeline Royale[4] (Vater) tatsächlich gekreuzt wurden. Der Müller-Thurgau ist sehr empfindlich gegen die Peronosporen (Echter Mehltau), Phomopsien (Sary Soot), Rotbrenner (rotbraune Flecken) und Grauschimmelpilze (Botrytis cinerea).

Müller-Thurgau hat einen sehr unkomplizierten Geschmack und kann daher gut mit allen Gerichten kombiniert werden. Er ist ein sehr fruchtig, blumig und leicht säuerlich, daher für Weinanfänger geeignet und auch ein begehrter Zachwein. Hallelwag, MÃ??nchen, 2011: Vom Moos zu Wein, vom Main zum Rhein: WÃ?rzburg und „sein“ MÃ?ller-Thurgau.

Eigenverlag, Zürich, 2001 Dr. h.c. Martin Lott: Buch der Wiedergutmachung. Mainzer, 2010 Müller-Thurgau, fränkischer Weinanbau und die Uni Zürich. Verlagshaus der Firma Échter, 1983.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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