Wein

Roter Müller Thurgau

Die Rote Müller-Thurgau ist eine rote Beerensorte der seit langem bekannten Rebsorte Müller-Thurgau. Die Trauben wurden in Merdingen durch eine Mutation mit roten Schalen versehen – jetzt entsteht im experimentellen Anbau der „Merdinger roter Müller“. Die natürliche Mutation des berühmten Müllers, eine Laune der Natur, die sich in einem Merdinger Weinberg widerspiegelte. Die Trauben wurden in Merdingen durch eine Mutation mit roten Schalen versehen – jetzt entsteht im experimentellen Anbau der „Merdinger roter Müller“. Rote Müller-Thurgau. rote Beerensorte der Rebsorte Müller-Thurgau.

Rot Müller-Thurgau

Bei der Roten Müller-Thurgau handelt es sich um eine Beerensorte der seit langem bewährten Traubensorte Müller-Thurgau. Ein besonders technischer Produktionsvorteil dieser Varietät ist die im Vergleich zur Originalsorte niedrigere Botrytisanfälligkeit. Gegründet wurde die Roten Müller-Thurgau 1978 vom Weinbauer Dr. med. Christoph Süßle im badischen Mardingen. Es ist eine Farbveränderung der Müller-Thurgauer-Varietät. 1 ] Seit 2005 wird die Varietät einer Varietätprüfung zur Erfassung ihrer Leistungen unterworfen.

Ovale Früchte sind rosafarben, haben eine feste Haut und das Fleisch hat einen leicht muskatähnlichen Nachgeschmack. Der Reifeprozess beginnt zeitig. Weniger anfällig für Fäulnis im Gegensatz zu Müller-Thurgau. Der Reifegrad des Holzes und die Winterfrostempfindlichkeit wie im Müller-Thurgau. Sie ist anfällig für Peronosporen, Oidien, Rotbrenner und Phönix.

Bei Überreifung können die Früchte leicht abrutschen.

Die neue Traubensorte am Tuniberg: rot Müller-Thurgau

Der Müller-Thurgau wird ausschließlich aus weissen Weintrauben hergestellt. Die Weintrauben sind in Merdingingen durch eine mutierte Variante mit roten Muscheln versehen worden – jetzt entsteht „Merdinger roter Müller“ im experimentellen Anbau. Werde der berühmte Weinberg am Tuniberger Weinberg zu einer neuen Sorte? Auf jeden Fall ist es nicht schlecht, dass eine kleine Marotte der Wildnis eines Tages zu einer festen Grösse im Weinanbau als „roter Müller“ wird.

So kann dann Herr Dr. Süße behaupten, dass er in der Stunde der Geburt als Zeugin anwesend war. Anfangs waren es nur zwei Rotweintrauben, die in der prallen Hitze auf einem Weinberg im Gewerbegebiet aufleuchteten. Die übrigen Rebsorten dieser Pflanze, die mit der Weissweinsorte Müller-Thurgau bepflanzt waren, hatten die übliche grün-gelbe Farbe.

„An den äussersten Trieben hängen die beiden Rotweintrauben „, erzählt er von seiner Entdeckungsreise, die er 1978 im Alter von 13 Jahren an einem späten Sommertag machte. Sie hatten eine Marotte der natürlichen Farbe, die sonst wie ihre weissen Cousins schmeckte. „Man lehnte ihn zurück und nahm ihn als einen von zwei neuen Bogen für diesen Weinstock“, erzählt er.

In der Weinlese 1979 tragen die etwa sieben neuen Trieben, die aus diesem Gewölbe gewachsen sind, alle rot. Die andere Wölbung der selben Rebe hatte die üblichen weissen Bögen. Es war offensichtlich, dass diese Rebe eine Veränderung erfahren hatte. Für das neue Wachstumsjahr 1980 wurden mehrere Sprossen, die mit roten Weintrauben bestückt waren, aus dem ursprünglichen Bestand geschnitten und in kleine Sprosse mit einem Blick für neue Sprosse aufgeteilt.

„Es waren wie immer US-Dokumente, die gegen Blattlaus beständig sind“, erklärt der Weinbauer Süssle. Seht: In all den Jahren bis 1998 hatten die Reben, die daraus gewachsen waren, rotfarbene Weintrauben. Bis 1998 wurden die roten Schalenbeeren zusammen mit ihren weißen Verwandten geerntet, bis das 1972 gepflanzte Stück Wein, auf dem auch der roter „Urstock“ und die meisten seiner Ausläufer gepflanzt wurden, gerodet werden sollte.

beschloss er, weiterzumachen: Aus den etwa 25 Reben mit den Rotweintrauben wurden neue Sprossen geerntet und aus diesen 28 neue junge Reben gepflanzt. Nun wollte er es ganz konkret wissen, denn er hatte all die Jahre eine Eigenart beobachtet: Weniger empfindlich waren die Rotbeeren gegen die so genannte Edlefäule.

Den Winzern gelingt es dann kaum, alle Weintrauben zu ernten. Auch die Weintrauben der neuen Pflanzen wurden nun separat geerntet, um ihren Ertrag, ihr Mostgewicht und andere Qualitätseigenschaften zu bestimmen. Die roten Rebsorten wollte er dann als neue Sorte des Müller-Thurgau eintragen und in die Liste aufnehmen.

Als Müller-Thurgau klassifiziert die Gemeinde die Merdinger-Reben nicht mehr, da ihre Farbe der roten Beeren als markante Eigenschaft nicht mehr dem breiten Angebot des weissen Müller-Thurgau entspricht. Jetzt war guter Tipp teuer: „Ich hätte die Rebstöcke räumen müssen, weil es keine anerkannte Rebsorte mehr war“, erzählt er.

Aber auch das BFM selbst hat Ausläufer des “ Rotmüllers “ zur Erprobung in eigenen Prüfeinrichtungen erhalten. Bei der Ernte 2014 zeigte der Abgleich mit drei unterschiedlichen weissen MT-Sorten, dass der „rote Müller“ etwas weniger geerntet hat – 152 kg pro Hektar im Gegensatz zu 189 kg – was auch auf Bodenunterschiede zurückzuführen ist.

Der Oechsle-Wert von 77 war doppelt so hoch wie der Durchschnitt der weissen Abarten. In einem weiteren Testfeld erreichten die Rotweintrauben 177 kg pro Hektar, die Weißweintrauben 186 kg. Von besonderer Bedeutung war die sogenannte Bönitur, also die Anzahl der Weintrauben für den Wein. Der Durchschnittswert der weissen Weintrauben betrug 62% der Weintrauben mit Rotwein, dies galt jedoch nur für 41% der Rotweintrauben.

Bei der Befallsrate war der Abstand bei weissen Weintrauben (14 Prozent) und Rottrauben (nur sechs Prozent) noch grösser. Nach der Lese der Weintrauben wurden die Rotweine auch noch eine ganze Wochen später geerntet. Sollten sich diese Zahlen nun in weiteren Experimenten bestätigt haben, könnte die „Rote Müller“ eine wirkliche Bereicherung für den Weinbau in Deutschland darstellen.

Dass der “ Red Miller “ keine Rasse ist, die durch Kreuzung oder gar Gentechnik erreicht wurde, ist für die beiden wichtig. Aus einer reinen Naturmutation entstand die Rotweintraube Müller – so wie früher Pinot Blanc und Pinot Gris aus dem Rotwein Noir gebildet wurden oder vice versa der Roter Chassel als Variante dieser weissen Sorte.

Der Müller-Thurgau ist eine große Sorte im Weinanbau in Deutschland, hat aber gleichzeitig mit Image-Problemen und niedrigen Gewinnmargen zu tun, so dass die „Rote Müller“ auch ökonomisch interessant werden könnte. Eine “ Roter Müller “ würde dann die Muskatnoten eines gut ausgereiften Müller-Thurgaus bieten, der derzeit wieder gefragt ist, aber möglicherweise auch als Rosé-Wein gereift sein könnte, wenn er längere Zeit auf der Maische liegt.

Die Weinlese 2014 wurde direkt beim Pressen gepresst und hat daher, wie der Red Chassel, die Färbung eines Weißwein. Er wird am Sonnabend, 30. Mai, im Weingut der Weinkellerei der Merdinger Weingenossenschaft vertrieben – mit einem eigenen Label „aus experimentellem Anbau“. Die Weingenossenschaft Merdingen ladet Sie am Sonnabend, 30. und 30. Juni, ab 9.30 Uhr im Weingut am Lagerbrunnen (geöffnet bis 12.30 Uhr) zur Präsentation des Weines „Merdinger roter Müller“ ein.

Der rote Müller-Thurgau aus dem experimentellen Anbau kann in einer Halbtrockenversion ausprobiert und gekauft werden. Nach eigenen Aussagen ist die AG Merdingen das einzigste Unternehmen, das diesen Weisswein unter dem Namen „Merdinger roter Müller“ vermarktet.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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