Rotwein wenig Tannin

Gerbsäure

Der Rotwein - buchstäblich Millionen verschiedener Weine warten auf Sie. In den drei anderen Rotweinkategorien unterscheiden sich die Weine vor allem durch ihren Tanningehalt. Kraftvoller Wein mit dichten, eleganten Fruchtnoten, seidige Tannine, feine Gewürznoten von Wacholder, Lorbeer, tasmanischem Pfeffer, zartes Spiel, anspruchsvoll, elegant und betrunken, lecker trotz aller Kraft! Das Tannin schmeckt je nach Konzentration und Reife leicht bitter, hinterlässt einen mehr oder weniger pelzigen Eindruck auf der Zunge und zieht den Gaumen zusammen (adstringierender Geschmack). Die neuen Fässer geben mehr Tannine ab als die alten Barriquefässer.

Gerbsäure

Das Tannin ist je nach Dichte und Reifegrad leicht herb, hinterläßt einen mehr oder weniger haarigen Abdruck auf der Lunge und kontrahiert den Geschmack (adstringierender Geschmack). Weißweine enthalten nur wenig Tannin (0,1 - 0,3 g / l). Aber auch dort ist er nicht erwünscht, weil er den Rotwein verbittert.

Bei Rotwein hingegen ist Tannin ein gewünschtes Bindeglied ("1-3 g / l"). Das Tannin ist daher ein wichtiger, für viele Weinliebhaber auch wichtigster Bestandteil der Rotweinqualität. Ein besonderes Merkmal von Tannin ist, dass es rasch die Sauerstoffbindung und damit die vorzeitige Oxydation des Weines aufhebt. Das macht den Rotwein alterungsbeständig.

Das Tannin kommt von den Traubenstielen, den Samen und vor allem von der Schale der Beeren. Der bei der Fermentation entstehende Spiritus entzieht ihn den Trägerstoffen und gelangt in den Vin. Der Tanningehalt im Rotwein ist in erster Linie von der Dauer der Mazerationszeit oder der Mazerationstemperatur abhängig.

Die Gerbstoffe können bei hoher Temperatur besser extrahiert werden. Einige Rebsorten haben einen größeren Gerbstoffgehalt als andere: z.B. Kabernettsauvignon, Traubensaft, Tannate, Nebbiolo, Sangioveses und Wein. Der Burgunder Blauburgunder ist dagegen ein Beispiel für eine gerbstoffarme Rebsorte. Der Reifegrad der Gerbstoffe (und damit des Rotweins) ist abhängig von ihrem Reifegrad.

Es kann vorkommen, dass ihr Zuckeranteil bereits sehr hoch ist, während die Gerbstoffe noch nicht ausgereift sind. Würde man die Weintrauben in diesem Stadium ernten, würden die Gerbstoffe fest bleiben und dem Rotwein einen unreife, "grünen" Beigeschmack verleihen. Die Tanninreife kann nur durch Verkostung der Weintrauben überprüft werden (physiologische Reife).

In Holzfässern (z.B. Barrique) kann ein weiterer Vorrat an Tannin entstehen. Besonders neue oder noch nicht oft verwendete Fässer aus Holz verströmen dem Rotwein ihr eigenes Tannin (Alterung). Der Kork ist ebenfalls gerbstoffhaltig. Der Tanningehalt ist jedoch unendlich klein. Tannin in Granulat- oder Pulverform (anstelle von Gelee oder Eiweiß) kann auch als Veredelungsmittel verwendet werden.

Er hat die Fähigkeit, das im Rotwein vorhandene Protein auszufällen, so dass es ausflockt. Der Gerbstoffgehalt des Weines wird je nach Quantität gesteigert, weshalb vor allem bei Rotweinen, die von Haus aus gerbstoffarm sind, eine Tanninfeinung in Erwägung gezogen wird. Die handelsüblichen Tannine sind übrigens ein Weinfremdstoff.

Er kommt aus Kastanien, Eiche oder Aleppogall.

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