Rotwein Zucker

Wieviel Zucker ist in Ihrem Lieblingsgetränk?

Studien zeigen, dass diejenigen, die regelmäßig Rotwein trinken, durchschnittlich zweieinhalb Jahre länger leben als Abstinenzler. Schließlich ist Alkohol im Grunde nichts anderes als fermentierter Zucker. Der Wein besteht hauptsächlich aus Wasser, Zucker und Alkohol. Zucker und Alkohol sind jedoch hauptsächlich für die Kalorien im Wein verantwortlich. Die Wissenschaftler der Ben-Gurion-Universität sind von den Ergebnissen ihrer Forschung fast begeistert: Jetzt gibt es einen weiteren Grund, am Abend ein Glas Rotwein zu trinken.

Wieviel Zucker ist in Ihrem Lieblingsgetränk?

Rasch werden zwei aus einem einzigen Becher gemacht, und ehe man sich versieht, hat man einen schmackhaften Drink eingenommen. Sogar ein verhältnismäßig kalorienreduzierter Schnaps und Tonikum beinhaltet wesentlich mehr Zucker, als man denkt. Bei anderen alkoholischen Getränken ist der Zuckeranteil wesentlich geringer als erwartet. Die gängigsten Getränkesorten haben wir auf ihren Zuckeranteil getestet.

Vodka Preiselbeere - Vodka ist bekannt dafür, dass er sehr wenig Energie hat - vor allem, weil er so gut wie keinen Zucker hat. Doch sobald Sie nur einen Schuß Preiselbeersaft (ein kleines Gläschen beinhaltet ca. 250 ml) hinzufügen, erhöht sich dieser auf bis zu 30 g/Trank. Dies sind 7,5 TL und etwa 60 Gewichtsprozent der täglichen Einnahme.

Der Rotwein - Es gibt seit langem das Gefühl, dass ein kleines Gläschen Rotwein pro Tag eher der Gesunderhaltung dient als ihr zu schaden. Selbst wenn wir an dieser Stelle nicht beurteilen wollen, ob Rotwein wirklich als gesünder angesehen werden kann, ist eines erstaunlich: Ein kleines Gläschen beinhaltet im Durchschnitt weniger als 1 g Zucker und damit nur 2 v. H. der Tagesbedarf.

Statt bei Ihrem naechsten Besuch in der Kneipe ganz auf den Genuss von Spiritus zu verzichten und das macht bei uns nicht so viel Spass, gibt es ein paar Kniffe, mit denen Sie Ihren Zuckerverbrauch reduzieren koennen. Zum Beispiel, indem Sie darauf achten, nach jedem alkoholhaltigen Drink ein kleines Gläschen auszuschenken.

Sie können auch Mischgetränke wie z. B. Kolabaum, Tonikum wasser, Zitronensaft und dergleichen durch etwas Mineralwasser und einen Schuss Zitronensaft ersetzen. Auch mit einem Molch kann man die angehäuften Zuckerlöffel sicher auslassen, wenn man etwas mehr Limette und Mint einfüllt.

Der Höhepunkt aus Katalonien: ein perfekter Spiegel von Jahrgängen, Terroirs und Rebsorten.

Während der Gärung von Rotwein wird der Zucker, den die Weintrauben durch Fotosynthese an der Rebe absorbiert haben, üblicherweise in Spiritus umgerechnet. Droht der Wein jedoch in kälteren Regionen oder in wirtschaftlich schwierigeren Jahren zu eng zu werden, kann der Weinbauer den Blutalkoholgehalt durch "Anreicherung" (französisch: Chaptalisation) erhöhen.

Meist wird der Püree während der Fermentation etwas Rohrzucker oder Rübenzucker zugesetzt, der dann komplett zu Spiritus fermentiert wird. Der Weinbauer muss die nationalen oder regionalen Vorschriften einhalten. So ist beispielsweise bei einem deutschen Rotwein mit einem Etikett wie z. B. Kabinetts, Spätlesen oder Auslesen die Beimischung von Zucker ausdrücklich untersagt.

Die zertifizierten Bio-Winzer dürfen in der Regel höchstens zwei Kilogramm Zucker pro 100 l Fass zugeben. Diese mäßige, feine Bereicherung bringt dem Rotwein mehr Vollmundigkeit und Inhalt, ändert aber kaum seinen Charakteren. Aber was ist mit der steigenden Anzahl von Rotwein mit einem Hauch von Süße am Geschmack?

Ist Zucker hinzugefügt worden? Besonders die konzentrierten Weinsorten mit viel Frucht und Glycerin (ein Abfallprodukt der Alkoholgärung ) können einen süßen Geschmack haben, obwohl sie völlig austrocknen. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Weinkellermeister, die zwei bis drei g Zucker (Restzucker) "stehen lassen" wollen, weil dies dem Rotwein mehr Vollmundigkeit und Ausgeglichenheit gibt.

Ganz anders verhält es sich in den südlich gelegenen Gebieten, wo in Spitzenzeiten die Weintrauben so hoch konzentrierte Ernte eingebracht werden, dass die Hefe Schwierigkeiten hat, den gesamten Zucker zu alkoholischen Getränken zu zerkleinern. Der Weinbauer bemüht sich in solchen Situationen um eine vollständige Gärung seines Weines. In Venetien, Italien, wird der Rekioto aus rosa Weintrauben hergestellt, die so stark sind, dass der Fruchtsaft nur zum Teil gärt.

Im Hafen hingegen wird die Vergärung durch die Zugabe von Brandy artifiziell gestoppt. Allen diesen Rotweinspezialitäten ist gemein: Ihre Süße kommt natürlich nie von zugesetztem Zucker, sondern unmittelbar von der Sonneneinstrahlung oder der Photosynthese am Ständer.

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