Wein

Schilcher Wein

Die Schilcher ist einzigartig in der Steiermark, auch in der Farbe. Der saure Wein ist das Ergebnis einer schnellen Verarbeitung der blauen Wildbachtraube. Wie ein Weißwein werden die dunkelblauen bis schwarzen Trauben mit hellem Fruchtfleisch schnell eingerieben, eingepresst und nach der Ernte gepresst. Von hier aus drücken wir den Schilcher. Spezial-Roséweine mit Rebsorten wie dem Blauen Wildbacher, auch Schilcher oder Zweigelt genannt, sind von besonderer Qualität und stets gefragt.

Schilfer

Der Name Schilcher ist geschützt: Schilcher muss aus der Styria kommen. Es kann als „Schilcherland DAC“ oder „Schilcherland d. A. Klassik“ beschrieben werden, wenn es die Anforderungen der DAC-Verordnung Schilcherland[5] erfüllt. Am 11. Okt. 2017 wurde die dazugehörige Weinverordnung publiziert. In der südlichen Südsteiermark, einem der Weinbaugebiete Österreichs, führt die Schilcherweinstraße[7] von Norden nach Süden durch die folgenden Stationen:

Die Namensgebung des Weines ist von der hellrotschimmernden Färbung (österreichische „schilchern“ für Schimmer) abgeleitet; die Entstehung des Namens wird durch die Sekundärform des Schillers noch klarer. 6 ] Die Blue Wildbacher-Traube, die zu den Rotweinsorten zählt, wurde vermutlich schon um 400 v. Chr. (Latènezeit) von den keltischen Weinbauern im Bereich der jetzigen und der früheren Niedersteiermark aus einer einheimischen Wildsorte angebaut.

Der Aufschwung der Schilcher-Produktion in der West-Steiermark geht auf Erzherzog Johanns zurück, der sich in der Hälfte des 19. Jahrhunderts eine neue wirtschaftliche Säule für die Gegend erhoffte. Vom Schilcher, der ihm zum Essen serviert wurde, berichtet der Vater als geborener ltaliener, der wohl eher mit sauren südlichen Weinen als mit härteren heimischen Pflanzen vertraut ist, in seinem Tagebuch:

Die Kolbenbahn einer Weststeiermarker Kleinbahn (760 mm), die zur Tourismusförderung eingesetzt wird, ist mit einem blauem Büffetwagen ausgestattet, der in Anlehnung an den Regionalwein den Titel „Schilcherschaukel“ trug. Die Schilcherweine genießen Artenschutz. Ein Wein darf nur dann als „Schilcher“ bezeichnet und vermarktet werden, wenn er aus 100% Weintrauben der ebenfalls ausschliesslich in der Schweiz angebauten Rebsorte Blauer Wildbauer hergestellt wird.

Seit der Novelle 1976 des Österreichischen Weinrechts gibt es den Flächenschutz der Weinkeller. Der Schilcher wird in der West-Steiermark als „Schilchermischung“, aber auch als durstlöschender Begleiter geschätz. In einem Kurzgedicht schildert die Österreicherin Marie Waldinger den Wein: „Einige Autoren[9] hingegen sagen, dass die Schilcher-Tollwut im Sinn von Aggressivität sei; deshalb wird sie manchmal als „Rabattperle“ beschrieben.

Angesichts des erhöhten Säuregehaltes ist auch der Scherzbegriff „Hemdenspreizer“ üblich. Der Schilcher ist ein ungegorener Neuwein, der in Ã-sterreich den Namen“ Schilchersturm“ hat und durch seine wolkige Farbe, die rosa bis purpurfarbt, besticht. In den Buschstuben der West-Steiermark wird er im Herbst und Herbst serviert, dazu gibt es traditionelle Röstkastanien.

Aus Schilcher wird auch Schaumwein, Schnaps oder Weinessig sowie Gelatine hergestellt.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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