Wein

Shiraz Wein

Es gibt kaum eine andere Rotweinrebe, die weltweit so erfolgreich ist wie Shiraz. Mit der Rhône-Traube, die wegen ihrer würzigen Fülle besonders beliebt ist, ist im Ausland ein völlig neuer Weinstil entstanden: Syrah oder Shiraz können ganz anders schmecken. Es ist die Paradesorte für heißes Klima und bringt sehr charakteristische Weine hervor, die das Terroir perfekt widerspiegeln. In der heißen australischen Sonne entstehen dunkle, straffe Weine, die in ihrer Jugend unzugänglich sind und erst nach Jahren reifen.

Enzyklopädie

Der Shiraz, auch bekannt als Syrha, ist eine nicht sehr produktive, aber qualitativ hochstehende Rotweinsorte, die urspruenglich in Frankreich bebaut wurde. Die Varietät heisst in Süd Afrika, aber auch in den Vereinigten Staaten und Canada Shiraz. Zu den Synonymen für Synonymen für Syrah gehören unter anderem Anthony R. A. R. A. M. A. M. A., Anthony A. M. A. M. A., M. A. M. A. M. A. M. A. M. A., M. A. A. M. A. A. B., Balsamina, Biaune, Candive, Entournerin, Hermitage (in Australien), Hignin Noir, Marsanne Noire, Neretto di Saluzzo, Petite Syras, Schiras, Sérène, Serine oder Serinne, Shiraz, Sirac, Syra.

Der Weinstock produziert einen dunkel gefärbten Wein mit einem hohen Gerbstoffgehalt während der normalen Mazeration, was eine lange Reifezeit der Flasche erfordert, um die Herbheit zu reduzieren. Es gab keine Hinweise darauf, dass die Rebsorte aus dem persischen Raum stammte (siehe dazu den Beitrag über die Gemeinde Shiraz, von wo aus die Rebstöcke nach der Wende ins Ausland exportiert wurden) oder bereits von den alten römischen Völkern bebaut wurde.

Die DNS-Analyse hat dagegen gezeigt, dass es sich bei der Sorte um eine Mischung aus den altfranzösischen Rebsorten L’Dureza und L’Mondeuse Blanche handelt und daher höchstwahrscheinlich aus dem Rhonetal kommt. Seit dem späten Austrieb des Syrahs ist er ziemlich empfindlich gegen Spätfrost. Deshalb gilt der Syrh ( „einer der grössten Weinsorten der Erde, wenn er für Weinliebhaber perfekt reif ist“) als so schwierig, dass seine Weinbaufläche in der Zwischenzeit auf knapp über 3’000 ha gesunken ist.

Rund 95.000 Hektar Weinberge auf der ganzen Welt sind mit dieser Vielfalt bepflanzt. Diese Traubensorte benötigt ein warmes, ausgetrocknetes Wetter und wird hauptsächlich im Rhonetal kultiviert. Die Reifezeit ist später als bei den Merlots, aber früher als bei den Sauvignons. Ein ebenso bedeutendes Anbaufeld – mit heute gut 40.500 Hektar (Stand 2005) gleichbedeutend mit dem französischen – ist das Gebiet in dem die Trauben den Namen Shiraz tragen.

Sie wurde dort um 1830 vorgestellt und war lange Zeit weiter verbreitet als auf dem Festland Frankreichs (wo zeitweilig nur 3.000 Hektar gepflanzt wurden). Shiraz wird dort traditionsgemäß mit Kabernetzsauvignon versetzt, aber es gibt auch reinsortige Spitzenweine mit einem Alkoholgehalt von gut 15%. Die bekannteste der besten australischen Shiraz ist die Grand Prix von Penner.

Vgl. auch den Beitrag Weinanbau in Deutschland. Andere Anbaugebiete sind Californien (ca. 1.700 ha), Mexico (ca. 1.700 ha), Südafrika auf 1.000 Hektar und Argentina (ca. 700 ha), in ltalien wird es in sizilianischen und in kleinen Stückzahlen in der Toscana bebaut. Im Wallis werden in der ganzen Welt rund 70 Hektar mit synthetischem Anbau bepflanzt.

Bei der in Californien angebauten Traubensorte PETITES SiRA handelt es sich nicht um einen synthetischen Wein, sondern um eine Mischung aus synthetischem Wein und PELORSIN und ist daher ident mit der Traubensorte DIURIF.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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