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Toskana Boden

in den Boden, der als Baustoff dient und den Boden vor Erosion schützt“, sagt Peggy. Manche Gebiete verändern ihr Aussehen im Laufe der Jahreszeiten, z.B. im Frühjahr gibt es endlos wellenförmige Getreidefelder, im Sommer, nach der Ernte erosionsanfällige, ausgetrocknete, von der Sonne verbrannte Böden. Eiche Landhausdiele mit spezieller Oberflächenbehandlung: Die Eichendiele „Toskana“ wird geräuchert, gelaugt und gebeizt, um den besonderen Farbcharakter dieser Diele zu erreichen. Ein Holzfußboden, der sich durch seinen starken Charakter und seine Eleganz auszeichnet. In der Toskana gibt es nicht nur einen geschichtsträchtigen Boden, sondern auch eine hochspezialisierte Landwirtschaft, die sich modernster Techniken bedient und dennoch die Erfahrungen vergangener Generationen als wichtiges Marketinginstrument zu nutzen weiß.

Bodenuntersuchung in der Toskana: Wo der Kohl nicht mehr gedeiht….

Große Sonnenblumenwiesen, ausgedehnte Kiefern und schmale Cypressen sowie Weingärten, soweit das Blickfeld reicht. Wer schon einmal in die Toskana gereist ist, wird sich wahrscheinlich so oder so erinnern. Professorin Dr. Benedikt XVI. Dr. Beate Michaelzik von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ihre Mitarbeiter sind an den ziemlich kahlen Hängen der Mittelitalienischen Gegend interessiert: „In einer Untersuchung haben die Geografen aus Jena die Bodenverhältnisse der erodierten Hügellandschaft zwischen Florenz und Großeto, bekannt als „Crete Senesi“, untersucht.

Weil die so genannten Ödlande der Toskana besonders gefährdet sind. „Die vielen kleinen Erhöhungen, die wegen ihrer weißen Farbe als Biancans bekannt sind und sich durch eine karge, steil ansteigende und eine weniger steil ansteigende, mit Pflanzen bedeckte Nordwand kennzeichnen, sind schwer von den Erosionen betroffen „, erläutert Professor Michaelzik. Jährlich werden ein bis zwei cm des losen, kahlen Erdreichs auf der südlichen Seite der Pisten durch Winde und Witterungseinflüsse erodiert.

Aber warum, fragt sich die Lehrstuhlinhaberin, gibt es eine Schutzdecke aus Beifuß, Ballgras, Couchgras oder Currygras auf der einen und nicht auf der anderen Hangenden? Mit zwei ehemaligen Studenten aus Jena ist diesen Fragen nachzugehen: „Ich bin der Meinung, dass es sich dabei um eine sehr wichtige Aufgabe handelt: In der Zeitschrift ŽCatenaŽ schreibt Dr. med. Peggy Bierbaß, Dr. med. Michael Wagner und Dr. med. Dr. Beate M. Michel und Dr. med. Michalzik, entsteht diese typische Toskaner Landschaften durch das enge Zusammenspiel von Boden und Pflanzen.

Etwa 30 Kilometern südwestlich von Sydney nahmen die Studenten und ihre Aufseher 12 Proben von einem Biancana-Hügel und analysierten im eigenen Forschungslabor ihre chemische, physikalische und hydrologische Beschaffenheit. Das Forscherteam fand heraus, dass der Natriumgehalt im Boden einen entscheidenden Einfluss auf seine Standfestigkeit hat.

„Im nackten Teil der Berge ist der Salzgehalt des Erdreichs wesentlich größer als auf der zugewachsenen Seite“, erklärt Dr. med. Michael Wagner ein wichtiges Zwischenergebnis. Der hohe Natriumanteil reduziert die Kohäsion der verschiedenen Lehmschichten des Erdreichs, so dass sie besser vom Niederschlag angegriffen werden können. Das Resultat: weniger Standfestigkeit und mehr Aushöhlung.

„Wenn etwas gewachsen ist, dringt organischer Stoff in den Boden ein, der als Baustoff fungiert und den Boden vor Erosion schützt“, sagt sie. Die Vegetation führt auch zu einer verbesserten Benetzung des Erdreichs mit Wasser, was eine weitere Bepflanzung fördert und somit den Boden entlastet. Gezieltes Begrünen der kargen Gebiete der Biancane-Hügel könnte sie daher nachhaltig absichern.

Doch auch das schrittweise Aussterben dieser Form der Landschaften konnte, wie Beat Michalik verdeutlicht, nicht aufhören. „In den letzten Dekaden wurden immer grössere Anbauflächen für den Getreideanbau zur Verfügung gestellt, was dieser Gegend ihren unverkennbaren Charme nimmt“, sagt er. Die toskanischen Ödlande werden nach heutiger Einschätzung in 35 bis 40 Jahren völlig untergegangen sein.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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