Wein

Unterschied Riesling Chardonnay

Rebsorte: Der Chardonnay ist wie der Riesling eine sehr hochwertige Weißweintraube. Das Aussehen des Chardonnay ähnelt dem des Weißen Burgunds, obwohl der Unterschied in den verschiedenen Formen der Weinblätter zu sehen ist. Beim klassischen Zechweinen aus Übersee oder vielen anderen Teilen Europas ist es der Ertrag, der den Unterschied macht. Der Chardonnay beispielsweise kann die dichtesten, besten und teuersten trockenen Weißweine der Welt produzieren. Chardonnay gilt neben dem Riesling als die beste Weißweintraube.

Zwei Weinsorten begegnen sich – Chardonnay und Riesling

Die verschiedenen weissen Traubensorten Riesling und Chardonnay haben zum Beispiel einen einzigen Ahnen, den sogenannten Ahnen. Der Chardonnay kommt, wie der Titel schon sagt, aus Deutschland. Die große Kraft ist, dass er von Natur aus wenig Selbstcharakter hat. Das ist in diesem Falle kein Manko, sondern ein nahezu perfekter Ausgangsstoff für die Herstellung von Weinen, die den Standort und den Boden und damit die Ideen des Weinbauers wiederspiegeln.

Bei der Massenproduktion kann das Fehlen eines einzigartigen Charakters zum Hindernis werden: Bei hoher Ausbeute in warmer Umgebung ist der Chardonnay nicht die Säurestruktur, die das Grundgerüst eines jeden Weines ausmacht. Doch in den Augen eines ordentlichen Weinbauers, am rechten Ort und mit einer konsequenten Ertragsreduzierung können daraus edle und teuerste Tropfen werden.

Der Riesling hingegen ist anders und doch gleich: Er ist perfekt dazu prädestiniert, den Standort, den Boden und die Ideen des Weinbauers widerzuspiegeln, aber aus einem ganz anderen Grunde. Von Natur aus ist er so kennzeichnend, dass er immer ein typischer Riesling ist, egal ob er z.B. getrocknet oder edle Süße kultiviert wird, aber nie die Essenz des Terroir ausblendet.

Der Riesling, wie der deutsche Riesling im Allgemeinen, hat viele Jahre lang unter einem schlimmen Image gelitten. Dies hat damit zu tun, dass er seit Jahren unter anderem in preiswerten Massweinen – Schlagwort: Lefrauenmilch – vertrieben wurde. Ein weiteres Sprachproblem: Der Riesling erscheint als Teil des Namens diverser anderer Weinstöcke, die nicht alle für die besten Tropfen steht – insbesondere für die Welschrieslinge oder den Riesling ltalien.

Im Gegensatz zum Chardonnay hat der Riesling immer genügend Säuren, um große Restzuckermengen auszugleichen. Bis heute sind völlig getrocknete Rieslingarten die Ausnahmen. Trinken Sie dagegen recht einfach Chardonnay und Riesling, ist der Unterschied sehr klar, das Riesling-Aroma durchdringt „wie ein Schwert“ (Jancis Robinson), der Chardonnay ist wohl stärker durch den Alkoholanteil von bis zu 14% gekennzeichnet.

Beides kann eleganter sein, der Riesling vielleicht etwas spielerischer, der Chardonnay würdevoller.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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