Wein in österreich

Beschreibung Österreich

Im Weinladen finden Sie die Weinbaugebiete. Wenn es um Wein geht, denken nur wenige Menschen reflexiv an Österreich. Der Blick des Weinliebhabers nach Osten lohnt sich immer! In den letzten Jahrzehnten hat sich das Land der Kaffeehäuser zu einem wahren Qualitätsgaranten für Wein entwickelt. Zu Beginn unserer Weinländer-Reihe blicken wir auf das Weinland Österreich, denn hier finden Sie außergewöhnlich gute und vielfältige Weinqualitäten.

Austria - Kurzbeschreibung

Wein wird in Ã-sterreich seit der Besiedelung durch die keltischen Truppen vor fast 3.000 Jahren angebaut. Das Burgenland und Niederösterreich gilt als die ältesten Weinanbaugemeinden des Landes. Auch die ältesten österreichischen Weinbauordnungen mit Arbeitszeitregelungen und festen Sanktionen bei Traubendiebstahl stammen von Fürst Albert dem Zweiten.

Jh. erlebte der Weinanbau in Ã-sterreich seinen Höhepunkt, die RebflÃ?che war mit rund 150.000 bis vielleicht auch 200.000 höher als heute (50.000 ha). Jetzt wurden weniger gute Traubensorten vorgezogen und aus ihnen wurde preiswerter Wein hergestellt. Die Pest kam vermutlich 1867 nach Oesterreich, als August-Wilhelm Friedrich von Babel ( (1827-1894), Leiter des 1860 gegruendeten Klostersneuburger Weinbauinstitutes, mit amerikanischen Reben aus Oesterreich versorgt wurde.

Den Grundstein der Geschichte des Weines legte der österreichische Schriftsteller und Weinkenner Dr. med. Robert Schumberger (1814-1879). Infolgedessen wurden jedoch in Ã-sterreich schÃ?rfere gesetzliche Bestimmungen und vor allem Kontrollmechanismen eingefÃ?hrt, die einen entscheidenden Beitrag zur QualitÃ?tsverbesserung leisteten. Die österreichische Landschaft ist durch ein kontinental-pannonisches Raumklima gekennzeichnet. Gut die Haelfte der Abfueller produziert jaehrlich zwischen 5.000 und 10.000 Litern Wein.

Ã-sterreich ist in drei Weinbaugebiete unterteilt (bis 2009 waren es vier in Wien). Es sind dies die Weinanbaugebiete des Burgenlandes, Niederösterreichs und Wiens, die Styria (Steiermark) und das österreichische Bundesland Berlin (andere Bundesländer). Seit der Weinlese 2002 hat die österreichische Weinwirtschaft mit der Erarbeitung von klaren, regionaltypischen Weinprofilen angefangen. 2012 wurden 2,125 Millionen hl Wein erzeugt (siehe auch Weinproduktionsmengen).

Bei den 36 in der folgenden Übersicht aufgeführten Traubensorten (22 Weiß- und 14 Rotweinsorten) handelt es sich um die Qualitätsweinsorten, die für Landweine, Qualitätsweine und Prädikatsweine eingesetzt werden können. Darüber hinaus sind die sieben Weissweinsorten Blütenmuskateller seit 2012, Bronze, Cabernet blanc, Doauriesling seit 2012, Johaniter, Muscaris u. Suvignier gratiniert, sowie die beiden roten Weinsorten Jura und Régent für die Güteklasse "Wein mit Rebsortenangabe/Jahr" zugelassen.

Für "Wein mit und ohne Rebsorte/Jahr" sind die Begriffe Pinot Blanc, Pinot Gris, Pinot Bianco, Pinot Noir, Rhine Riesling und Barrique nicht erlaubt, um eine Verwechslung mit angeblichen Herkunftsgebieten (Burgund, Franken, Rhein) zu vermeiden. Andere genehmigte Sorten dürfen nur für "Wein ohne Rebsorte/Jahr" eingesetzt werden, d.h. sie dürfen nicht auf dem Kennzeichnungsschild erscheinen.

Landeswein, Qualitätsweine und Prädikatsweine wurden in Ã-sterreich als traditionsreiche Bezeichnung aufrechterhalten. Dieses Risiko besteht nach Angaben der Behörde auch deshalb, weil 2003 mit dem DAC-System (Districtus Österreiche Controllatus) ein QualitÃ?tswein mit Ursprungscharakter eingefÃ?hrt wurde. Neue Güteklassen oder Bezeichnung (siehe auch im Detail unter Qualitätssystem): Wein ohne Sorte und/oder Jahrgangsbezeichnung - Wein aus Österreich: Es gibt sechs Arten von Prädikatsweinen Spätlesen, Auslesen, Beerenauslesen, Trockenbeerenauslesen oder Ausbrüchen, Strohweinen und Eisweinen.

Mindestens 19 °C; vollreif. Mindestens 21 °C; vollreif, ausgewählte Weintrauben. Mindestens 25 °C; überreif und/oder edelfaul. Ausbruchszeitpunkt: Mindestens 27 °C, ausschliesslich Edelfäule, Überreife und getrocknete Brombeeren. Zu. 30 °C; edle, verfaulte, geschrumpfte Weintrauben. Mindestens 25 kg müssen wiegen. Nach einer Gesetzesänderung von 2002 können die Weintrauben aber auch schon nach zwei Monate gepresst werden, wenn ein Traubenmostgewicht von mindestens 30 kg erzielt wird.

Werden die Mostsorten nicht erreicht, kann (muss) der Wein als QualitÀtswein in den Verkehr gebracht werden. Speiseeiswein: Mindestens 25 °C. Werden die Mostsorten nicht erreicht, kann (muss) der Wein als QualitÀtswein in den Verkehr gebracht werden. Der Heurige: Name für qualitätsunabhängigen Wein, der ausschliesslich aus in Oesterreich gelesenen und in Oesterreich produzierten Weintrauben zubereitet wird. Jedoch darf der Wein nur bis zum 31. 12. des auf die Weinlese folgende Kalenderjahres an Weiterverkäufer und bis zum 31. 3. des Folgejahres an die Endverbraucher verkauft werden.

Der Heurige ist auch der übliche Name für die österreichische Buschschank. Die Mindestalkoholkonzentration muss 1,0 % und darf bis zu 10 % Volumenprozent sein. Mischsatz: Dieser geschützte Ausdruck ist innerhalb der Europäischen Union exklusiv für Oesterreich reserviert. Bio-Wein: Die Produktion erfolgt gemäß den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung sowie den oft noch verschärften Vorschriften der Bio-Verbände.

Der österreichische Dachverband ist die Firma Biolandbau (siehe auch Bio-Weinbau). Österreichische Schaumweine: Ab 2015 wurde eine Sektqualitätspyramide mit den drei Ebenen "Klassik", "Reserve" und "Große Reserve" vorgestellt. Ausbeute: Bei Wein ohne Rebsorte/Jahr ist der maximale Durchschnittsertrag pro Hektar dreimal so hoch wie bei einem Betrieb; bei allen anderen Qualitätsniveaus ist der maximale Ausbeute pro Hektar kg Weintrag.

Bei Überschreitung der Hoechstmenge muss die ganze Erntezeit eines Jahrganges als Wein ohne Rebsorte oder Bezeichnung in den Verkehr gebracht werden. Der Hoechstertrag pro ha liegt bei 9.000 kg Rebfläche bzw. 6.750 Liter pro ha Rebfläche, die für die Erzeugung von Wein, Boden, Qualitäts- oder Qualitätswein eingetragen und bepflanzt sind (1,33 kg Wein ergeben 1 Liter Wein).

Diese Hoechstmenge je Hektar beläuft sich nach der Anpassung der Weinbaukartei an die Vorschriften des Systems der einheitlichen Verwaltung und Kontrolle auf 10 000 kg Trauben oder 7 500 Liter Wein. Ursprung: Für Wein (ohne Rebsorte/Jahr) nur EG oder Östereich, für Landweine muss das Anbaugebiet bezeichnet werden, kleine Mengen (Weinbaugebiet, großer Weinberg, Gemeinde) sind nicht zul.

Bei Qualitätsweinen können engere Ursprünge (Weinbaugebiet, Weinanbaugebiet, großer Weinberg, Kommune, Schilf in Zusammenhang mit Gemeindenamen) genutzt werden, wenn der Wein zu 100% aus dem genannten Sortiment kommt. Weinlese: Diese Angaben sind nur für Weine ohne Rebsorte/Jahr nicht erlaub. Für die anderen Qualitäten muss der Prozentsatz mindestens 85% des Jahrgangs ausmachen.

Traubensorten: Eine Indikation ist nur für Wein (ohne Rebsorte/Jahr) nicht erwünscht. Für die anderen Sorten muss der Gehalt mindestens 85 % der genannten Traubensorte ausmachen. Im Falle von zwei oder mehr Sorten können die Bezeichnungen in abnehmender Menge vergeben werden, wenn die Gesamtmenge 100 % beträgt. Der Hinweis auf die Sortenreinheit ist nur gestattet, wenn der Wein zu 100% aus der genannten Sorte ist.

Die Vermischung von Weintrauben, Maischen, Most oder Wein aus Rot- und Weissweintrauben ist nur für Wein ohne Jahrgangs-/Sortenangabe zulässig. Man darf diese Weinsorten jedoch nicht als Rot- oder Weisswein bezeichnen, sondern nur als "Wein aus Österreich". Zuckerkonzentration: Von dem Recht, die Kennzeichnung des Restzuckergehalts auf dem Kennzeichnungsschild verbindlich vorzuschreiben, hat die Republik Oesterreich gebrauch gemacht.

Getrocknet ist ein Wein mit höchstens 4 g/l (bisher nicht mehr zulässig extratrocken ) oder mit höchstens 9 g/l, wenn der Gesamtsäuregehalt nicht mehr als 2 g/l unter dem des Restzuckers liegt. Für z.B. 8 g/l werden mindestens 6 g/l Säure benötigt. Der Rest ist mit 12 g/l oder 18 g/l halbgetrocknet, wenn der Gesamtsäuregehalt nicht mehr als 10 g/l geringer ist, mit einem höheren Gehalt als bei halbgetrockneten, aber höchstens 45 g/l, und mit mindestens 45 g/l süss.

Nicht weinrechtlich bedeutsam sind rau und österr. nüchtern. Süssung ( "Restzuckerzunahme"): Weine mit und ohne Rebsorte/Jahr dürfen mit max. 4% Volumenprozent Alkohol versüßt werden; das sind ca. 68 g/l Restsüße, was ca. 5 °C entsprechen würde. Andererseits dürfen Landweine und Qualitätsweine bis max. 15 g/l Restsüße versüßt werden. Landweine (neu) und Qualitätsweine (gleich) können bis max. 15 g/l ungegorenen Zuckers süß gemacht werden.

Anreicherung ( "Erhöhung des natuerlichen Alkoholgehalts"): darf bei allen Weinsorten mit den zulässigen Mitteln um höchstens 2 % des Gesamtalkoholgehalts durchgeführt werden. Bei erfolgreichem Einsatz sind für Landweine und Qualitätsweine höchstens 18 g/l Rest-Zucker (bisher 15 g/l) zul. Bei Weißweinen mit und ohne Rebsorte/Lese darf der Gesamtalkoholgehalt 12 %, bei Rotweinen 12,5 % und bei Weißweinen oder Qualitätsweinen 13,5 % und bei Rotweinen und Qualitätsweinen 14,5 % nicht überschreiten.

Bedeutende Einrichtungen, Organe, Behörden und Forschungsinstitute, die Forschung, Organisation, Kontrolle, Veröffentlichung oder Ausbildung im Bereich des Weinbaus betreiben, sind u. a. das Bundeskellerei-Institut (BKI), das Klosterneuburger Weinbauinstitut, das Österreichische Weinmarketing (ÖWM), die Weinbauinstitute, das Weinberginstitut (Silberberg) und die Österreichische Akademie. Als österreichisches Regelwerk zum Thema Wein ist das "Weingesetz" (Manz-Verlag) im Jahr 2012 auf 5. bis 818 S. veröffentlicht worden.

Die einflussreichen österreichischen Wein-Autoren arbeiten in vielen Weinzeitschriften und Weinführer wie z. B. À-la-carte - Zeitschrift für Trink- und Esskultur, Fallstaff Wein Führer Österreich/Südtirol, Guault Millau, Kutscherskostnotizen, Weinführer und Weinführer Österrreich / Weinzeiten.

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