Wein

Wein Jahrgangstabelle 2014

Das ist gut für den Wein und schlecht für ihn. 16.11.2015. Selten hat ein Jahrgang am Ende der Ernte so viel Lob erhalten wie der Jahrgang 2015. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) wird Spitzenqualität aus allen Anbaugebieten gemeldet. Je nach Weinregion werden für jeden Jahrgang Weinbewertungen von Experten, Weinkritikern oder Sommeliers durchgeführt. 2014. 2013. 2012. 2011. 2010. 2010. 2009. 2008. 2007. 2006. 2005. 2004. 2003. 2002. 2001. 2000. 1999. 1998. 1997. 1996. 1995. 1994.

Bestens & Flop: Der Jahrgang 2015

Der milde und trockene Winterschlaf, ein warmer Frühling und ein heisser und trocknender Winter erweckten in allen Regionen Deutschlands die Erinnerung an den Jahrgang 2003, doch zu Herbstbeginn wurden die Kräfte der Weinbauern auf die Probe gestellt: Die Weinbauern, die in den Weinbergen in den Weinbergen und in den Weinbergen leben: Abhängig vom Wuchsgebiet fing es anfangs bis zum Ende des Monats Septembers an zu nieseln.

So waren die Parallelitäten zum 2003er Weinjahrgang vorbei – und die Hersteller fragten sich, ob der Weinjahrgang 2015 nicht ein zweiter wird: Der zweite Weinjahrgang 2006: Diejenigen, die auf der Suche nach edlen Süßweinen nach Botrytis waren, mussten oft bis Ende des Oktobers abwarten. Das Besondere am Weinjahrgang 2015 ist, dass gerade in Südlagen wie der Pfälzer und Badischen Weinbauregion oft schon zu Erntebeginn die besten Trockenweine mit guter Traubenreife und einem optimalen Verhältniss von Weingeist und Säuren vinifiziert werden konnten.

Im Allgemeinen brachten die Jahrgänge 2015 Wein mit hohem Mostgewicht. Einerseits haben die Weinbauern seit 2003 viel besser den Umgang mit heissen und trocknen Jahren erlernt. Andererseits ermöglicht der Weinjahrgang 2015, wohl auch aufgrund des vergleichsweise kalten Herbstes, sehr gute Säurewerte: Er gleicht die Stärke und Intensität von Nerven und Frischhaltung aus.

Last but not least berichten die Rotweingebiete über Wein mit grossem Potential. Mengenmäßig ist 2015 ein Durchschnittsjahrgang. Nur wenige Anbauflächen weisen trotz der verhältnismäßig kleinen Früchte einen unter dem langfristigen Durchschnitt liegenden Ausstoß auf. Last but not least bleibt ein Aspekt, der die Winzer im vergangenen Jahr beunruhigt hat, im Jahr 2015 nahezu unbedeutend: Die aus dem asiatischen Raum eingewanderte Kirschenessigfliege hat sich von den Weingärten ferngehalten – man darf keine Trockenhitze bekommen.

Die österreichischen Weinbauern konnten nach der Ernte richtig durchatmen. Im Jahr 2015 wurden nicht nur wunderschöne Eigenschaften, sondern auch sehr gute Stückzahlen produziert. Der Weinjahrgang 2015 bringt nach dem sehr schweren Jahr 2014 nun Freude bei den Winzern. Nach dem schönen Frühling und der guten Blume kam ein sommerlicher Tag, der für Überraschung gesorgt hat.

Warme Tage und heisse Abende waren Anlass zur Besorgnis, aber in der Regel gab es mitten im Monat Juli genug Regen. Die guten Witterungsbedingungen im Spätherbst ermöglichten eine entspanntere Ernte ohne zeitlichen Druck durch herannahende Schlechtwetterfront. Sie alle haben ein sehr schönes, fruchtiges Aroma und Sortencharakter. Die Hauptmerkmale des Weines sind ein hoher Reifegrad und niedrige Säuregehalte, so dass die Alkoholgehalte bei Weiß- und Rotwein verhältnismäßig hoch sein werden.

Spezielle Ansprüche werden an die roten Weine gestellt, die auch für die später heranreifenden Traubensorten einen hervorragenden Weinjahrgang aufweisen. Mit dem kräftigen Weinjahrgang 2015 ist man auch in Österreich sehr glücklich. Das Jahr 2015 steht für einen Spitzenwein. Die Rebstöcke sprießen nach einem zwar heißen, aber zu kühlen Monatsfrühling im Frühjahr 2015 etwas später als im langfristigen Mittel.

In der Folge sorgte ein sehr heißer und niederschlagsarmer Winter für einen erhöhten Zuckeranteil während der Ernten. Das Jahr 2015 zählt mit 850. 451 Hektoliter zu den kleinen Weinlesen der Vorjahre. Die kleinere Quantität wird durch die bessere Weinqualität ausgeglichen: Die Weinbauern sind in allen Anbauregionen des ganzen Land für die Weinqualität schwärmen.

Auch andere Weinbauern, wie der waadtländische Altmeister Louis-Philippe Vovard, vergleichen mit dem berühmten 1959. Kein Zweifel: Die Verbraucher können sich auf den Weinjahrgang 2015 einstellen. Vielleicht ist er auch ein wahrer „vin de garde“ – ein Wein, den man im Weinkeller vergisst.

Ganz Frankreich redet von einer erfreulichen Weinlese, die volumenmäßig leicht unter dem Vorjahresniveau, aber auch deutlich über dem Durch-schnitt liegt. Im Jahr 2015 war die Blütezeit von Bordelais in einem frühwarmen Jahr ohne große Schwierigkeiten und bereits Ende des Monats August konnte mit der Lese der weissen Weintrauben begonnen werden.

Der ganze Ertrag war locker, die Weinbauern sind sehr zufrieden mit der Quantität und Güte. Der Burgunder berichtet auch über einen sehr schönen Weinjahrgang mit hervorragenden Quantitäten, die Ernteverhältnisse waren sehr gut und die Weintrauben vollkommen intakt. In allen Winkeln des Burgunds kann man hören, dass er nicht nur ein sehr guter, sondern vielleicht auch der kostspieligste aller Jahre wird.

Der Burgunder konnte also die Ereignisse in den Jahren 2009 und 2010 noch einmal Revue passieren lassen und führte zu einer Absatzkrise. Problematisch war der schwere Hagelschlag in der Gegend von Tschablis, der am 1. September ausgerechnet die Grands Crus wie Blachot und Le Clos traf. Der heisse Hochsommer im Elsaß führte zu einem Anstieg des Zuckergehalts, ein Bulldozer-Jahrgang mit sehr hohem Alkoholgehalt wird erwartet und eine Anreicherung mit Säure war in Ausnahmefällenzulassung.

Die Weinlese an der Rhone hat in diesem Jahr sehr frühzeitig begonnen, aber um die Grenache-Trauben zur optimalen Reifung zu führen, benötigten die Weinbauern aufgrund des unbeständigen Klimas im Septembers gute Nervosität. Die Menschen in der Region sind von der hohen Lebensqualität begeistert. Das Jahr 2015 wird in den meisten Regionen von Portugal als ein Trockenjahr mit einer frühzeitigen Weinlese in die Geschichte eingehen.

In den für den Hafenwein bestimmten Weingärten und entlang des Douros ist trotz eines Wassermangels von 44% im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt ein Wein gereift, von dem allgemein angenommen wird, dass er zum Weinjahrgang erklärt wird. Der Erntezeitpunkt war in zwei Wellen: Viele Bauernhöfe haben nach dem Niederschlag die Ernte erst nach einer Wartefrist von vier bis fünf Tagen wieder aufgenommen.

Der entstehende Sturm hält die Weintrauben intakt und verdichtet den regenverdünnten Auszug wieder. Die Ernte war ähnlich in der Region Sao Paulo, wo auch konzentriertere Wein produziert wurde. Die Rebstöcke in der Region beginnen mit einer ausreichenden Wasserversorgung von der Quelle bis in die Pflanzenwelt, der Hochsommer war nicht allzuheiss.

In der Region Winhoverden kam der Niederschlag zur rechten Zeit, gut ist die Ernte. Es herrschte heißer und trockener Winter, im Juni stieg die Temperatur auf 40°C. Die Temperatur sank deutlich, die Nacht wurde kälter und auch der lang erwartete Niederschlag fiel. Auch nach 2014, einem in Quantität und Quantität sehr bescheidenen Jahr, nahm die Quantität zu, so dass die italienische Winzerinnen und Winzer nach der Ernte viel Spaß hatten.

Obwohl es in Europa im Hochsommer wie anderswo eine starke Dürre gab, sorgte der laue Nachsommer für eine weitestgehend unbeschwerte und relativ frühe Ernte. Nahezu alle anderen Gebiete melden die Ernte von gesunden, bemerkenswert kleinen Früchten. Bundesweit soll die Ernte zehn Prozentpunkte unter dem langfristigen Mittelwert liegen.

Die Weinbauern berichteten auch über ausgezeichnete Weinsorten aus dem Prieuré, die beste Sorte ist die Sorte Kariñena. Starke Dürre, sintflutartige Regenfälle, Buschbrände und Vulkanausbrüche: Der Weinjahrgang 2015 hat die chilenischen Weinbauern auf eine emotionale Reise geschickt. Die Regenfälle während der Ernte in der zweiten Märzhälfte halfen, extremen Alkoholkonsum zu verhindern. Bei vielen Weingütern fehlt es jedoch an Säuerlichkeit.

Die Ernteerträge sind, nicht zuletzt dank der guten Witterung während der Blütezeit, um zehn Prozentpunkte über dem langfristigen Durchschnitt. Die Weinbauern sind sich über die Qualitäten noch unsicher: Bei der Weinlese könnte sich der Niederschlag als Glücksbringer herausstellen, die Tanninreife der roten Tropfen ist gut – man muss abwarten, wie sich die Tropfen weiterentwickeln.

Die Winzer, die bereits von der wirtschaftlichen Lage des Landes erschüttert waren, hatten mit dem Weinjahr 2015 wenig Glück: Obwohl die Keimung drei Monate früher als sonst begonnen hatte und einen schönen Weinjahrgang zu erlauben scheint, fing der Niederschlag im Monat März an.

Der sich ausbreitende Fäulnisanfall zwingt die Weinbauern zur schnellen Ernte. Im äußersten Süden des Staates, in der Regel in den Monat März, musste die Ernte wegen des Vulkanausbruchs des Chilenen Kalbuco vorverlegt werden. Nachdem es drei Jahre lang große Stückzahlen gab, musste sich Californien im Jahr 2015 mit kleineren Ernten begnügen.

Die Weinlese wird als eine der ersten in die Historie einfließen. Im warmen, trockenen und auch heißen Herbst war die Weinlese bereits Ende Juni begonnen, am 10. Oktober wurden auch die neuesten roten Weintrauben ernten. Es werden sehr gute, würzige Qualitätsweine mit guter Textur und Reife verlangt. Von der Knospung über die Blütezeit bis zur Lese war das Jahr 2015 ein früher in Südafrika: Gute Feuchtreserven konnten über den ganzen Wintersommer aufgebaut werden, der Sommer war zwar angenehm kalt, aber nachts wurde es ungewohnt abkühlen.

Trotzdem sind die Weinbauern zufrieden, und für viele der versierten Weinbauern war es der Jahrgangsbeste. Wir erwarten einen frischen, typischen Wein mit kühl-klimatischem Geschmack. Im Jahr 2015 herrschte ein eher feuchtes Klima, das die Menge in engen Grenzen hält, und der heiße Winter lieferte schließlich gute Resultate in Bezug auf die Qualität. Ein kalter Frühjahrsfrühling wurde von einem warmen, aber regnerischen Winter gefolgt, die Ernte sank im Nieselregen.

Im Westen Australiens mussten sie mit Buschfeuern und Vogelscharen fertig werden, denn sie sind von höchster Güte. Die Tasmaniens hatten auch einen sehr schönen Wein. Gegenüber 2014 bringt der Weinjahrgang den Neuseeländern einen markanten Volumenrückgang von 27% ein. Dies ist für das Weinbauland, das seinen Wein in nicht weniger als neunzig Staaten ausführt und eine wachsende Marktnachfrage hat, keine Selbstverständlichkeit.

Grund für den geringeren Ertrag war ein sehr kühles und instabiles Frühjahr, das nur zur Hälfte durch einen hervorragenden sommerlichen Verlauf kompensiert werden konnte. Doch die Ernte ist von bester Güte.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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