Wein Prozent

Promille

Ethanol im Wein, d.h. die Menge an reinem Alkohol im Wein. Die Zahlen liegen heute um mindestens zwei Prozentpunkte höher. Ein prominentes Beispiel ist der Alkoholgehalt in Getränken, der immer in Volumenprozent ausgedrückt wird.

Es ist jedoch zu beachten, dass Unterschiede von einem halben Prozent zwischen dem angegebenen und dem tatsächlichen Alkoholgehalt nicht ungewöhnlich sind. Wenn es schon ein wenig "weiter" ist, nimmt der Weineindruck zu und die Hefe hat auch einen stärkeren Geschmack.

Alkoholpegel

Die Alkoholkonzentration im Wein entspricht dem Ethanolanteil, dem Hauptalkoholgehalt. In den Trauben kann der eventuelle oder prinzipiell erzielbare Weinalkoholgehalt bereits nach dem Traubenmostgewicht berechnet werden. Es entsteht durch den in der Maische enthaltenen Traubenzucker (Fructose und Glucose), der während der Fermentation in Spiritus und Kohlensäure umwandelt wird.

Der französische Apotheker Josef Gay-Lussac (1778-1850) entwickelte im 19. Jh. ein Verfahren, das....

Wein: Je mehr Alkohol, desto besser der Genuss?

Derzeit sind die schweren Tropfen besonders im Kommen - je alkoholischer, desto stärker und schmackhafter der Wein, so die weitverbreitete Meinung. Waren vor 30 Jahren (Rot-)Weine mit einem Alkoholgehalt von 12 bis 12,5 Volumenprozent noch weit verbreiteter, gibt es heute, jedenfalls weltweit, immer mehr Wein mit 14, 14,5 oder sogar 15 Prozent.

Aber auch das ist zu erwähnen: Seit einiger Zeit gibt es Kritiker* dieser Entwicklungen, die behaupten, dass mit den ansteigenden Prozentsätzen auch die Anmut und Zartheit der Weinsorten nachlässt. Das Ergebnis einer Weinprobe zeigt, dass insbesondere alkoholarme Tropfen die Bereiche im Hirn anregen, die für die Wahrnehmung von Duft und Geschmack verantwortlich sind.

Zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Wein und Genuss ließ das Forscherteam 26 Leute Spanischrotweine probieren - in mehreren Verkostungsblöcken probierten die Teilnehmer* Wein mit niedrigem Alkoholgehalt und alkoholreichen Weinen im Weinglas. Zur Erzielung vergleichbarer Resultate waren dies "qualitativ gleichwertige" Weinsorten aus den selben Anbaugebieten Spaniens und den selben Traubensorten mit fast gleicher SÃ?

In der Tat sorgten die alkoholreduzierten Weinsorten für mehr Aktivität in den entsprechenden Gehirnarealen - was das Forscherteam selbst überrascht hat. Durch die sonst weitestgehend identische Beschaffenheit und Entstehung der Weinsorten erkennen die Forscher*innen die erhöhten Gehirnaktivitäten im Zusammenspiel mit dem - geringeren - Alkohohlgehalt.

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