Wein

Wein zu Thailändischem Essen

Mit Chili, Ingwer, Tamarinde, Galgant oder Zitronengras gewürzte intensive Thai-Currys können von einem Wein mit Restsüße begleitet werden. Deshalb sollten Weine möglichst ausgewogen zu asiatischen Speisen sein und nicht zu stark in eine bestimmte Geschmacksrichtung tendieren. Allerdings passt Bier oder grüner Tee oft sehr gut zu den meisten thailändischen Spezialitäten. Manchmal möchte ich einfach nur einen bekannten, köstlichen Wein trinken oder einen neuen entdecken – egal, welches Essen auf dem Tisch liegt. Noch bis vor ein paar Jahren lud ich Freunde zu einem thailändischen Abendessen ein.

Welchen Wein gibt es zu asiatischen Gerichten?

Die asiatische Gastronomie benutzt oft heiße und extravagante Kräuter. Zu diesen starken, verschiedenen Düften darf ein geeigneter Wein nicht nachlassen. Deshalb sollten Wein und asiatisches Essen so gut wie möglich aufeinander abgestimmt sein und nicht zu sehr in eine gewisse Geschmacksrichtung zielen. Säurehaltige Weinsorten sind vor allem zu warmen Speisen nicht gut, weil sie zu sauren sind.

Nicht allzu ausgetrocknete Weinsorten mit wenig Säuren und Restsüßigkeiten sind besser. So werden die unterschiedlichen Gewürzkräuter und -sorten Asiens am besten ergänzt. Fruchtig-aromatische Weissweine wie ein starker Riesling oder ein Gewürztrainer harmonieren gut mit chinesischen Spezialitäten mit Chilli. Süße und säuerliche Gerichte aus Asien können gut mit einem restlich süßen Riesenriesling, einem würzigen Gewürztramin oder einer scheuernden Schätzlese kombiniert werden.

Auch zu Ingwergerichten passen die Rieslinge und Gewürztrainer. Auch zu Wokgerichten wie Thai-Curry mit Ginger, Lemongras und Coriander ist ein ausgeglichener Riesling zu empfehlen. Tip: Leckere Thairezepte ausprobieren! Gebratener Reis passt hervorragend zu starken Weissweinen mit niedrigem Säuregehalt. Das chinesische Fonduta ist geprägt von einer dezenten Gewürznote.

Im Allgemeinen sind Weißweine jedoch für asiatische Gerichte besser geeignet. Das Tannin, oder auch Tannin, das oft den Geschmack von Rotweinen charakterisiert, ist kaum mit orientalischen Würzmitteln und Heilkräutern verträglich. Dies sollte jedoch als Trend und nicht als Recht verstanden werden.

Thailändisches Essen und Wein – ist das überhaupt möglich?

Allerdings passt zu den meisten Thaispezialitäten oft auch sehr gut Biere oder grüner Tee. Doch auch bestimmte Weinsorten können perfekt mit dieser Kochkunst harmonisieren und das Geschmackserlebnis nicht nur ergänzen, sondern gar aufwerten. Insbesondere die halbtrockenen oder süßen Weißweine eignen sich hier sehr gut, da sie auch süßen Inhaltsstoffen und thailändischer Würze standhalten.

In der thailändischen Gastronomie ist man bekannt für seine Eintöpfe. Obgleich es schwer ist, sie mit Wein zu verbinden (vor allem wegen ihrer Flüssigkeitskonsistenz, die eine andere flüssige – Wein – unnötig macht ), gibt es immer sehr erfolgreiche Vorbilder. Bei thailändischen Suppensorten sollte auf die Würze und Beschaffenheit der Brühe achtet werden.

Stärkere Suppe (z.B. mit Kokosmilch) lässt sich besser mit hellen, getrockneten oder halbgetrockneten Weißweinen, wie z.B. einem Weißwein aus der Neuen Welt, mischen. Bei Flüssigsuppen ist das Gegenteil der Fall, d.h. mehr körpernahe Weinsorten wie z. B. Johanisberg oder Sherry sind gut geeignet. Die Besonderheit dabei ist sicher die Anwendung von Kokosmilch für die Soße und das Wechselspiel von süß und würzig.

Empfehlenswert ist hier ein halbgetrockneter Riesling, der der Süße entgegenwirkt, die Chilis durch seine frische Säurestruktur entkräftet und mit seinen oft fremdartigen Geschmacksrichtungen auch sonst gut zurechtkommt. Etwas weniger würzig, aber etwas süßer, passen ein Gewürztrainer oder ein nicht zu süßer Imigne.

Von einem trockenen Weißwein wird hier jedoch wegen des Zuckergehaltes abgeraten, da er dadurch saurer und wässriger wirkt. Zweifellos eines der populärsten Gerichte aus ganz Thailand. Natürlich. Urspruenglich ein in Indonesien, aber auch in ganz Thailand verbreitetes Essen, fallen hier die Geschmacksrichtungen der Nußmark auf. Fischspeisen Während Curry von süß und würzig dominiert wird, sind viele thailändische Fischspeisen auch gesalzen.

Dabei ist es von Bedeutung, dass der Wein eine verhältnismäßig große Säurestruktur und/oder mineralische Beschaffenheit hat, um den Geschmack dementsprechend “ sauber “ machen zu können. Je süßer die Soße, desto süßer der Wein. Ja, für die Fortgeschrittenen (oder Weißweinfreunde) sicher auch eine Möglickeit. Der Wein darf nicht zu viele oder aggressivere Gerbstoffe, nicht zu starke Holztöne und auch keine zu hohen Säurewerte aufweisen.

Mittelkräftiger Rumpf, vollmundige Fruchtnoten und vielleicht eine leicht würzige Note sind jedoch durchaus erwünscht. Kandidatinnen und Kandidaten sind vor allem Wein aus der Neuen Welt, wie z. B. ein Fruchtmerlot, ein Zinkandel, ein reifer Syrha oder sogar ein Primeitivo können eine hervorragende Wahl für thailändische Rind- und Schweinefleischgerichte sein. Danach wünscht Ihnen ein glückliches Probieren und Erkunden der Thaiküche.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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