Weinkultur

Rebbau & Weinkultur in Deutschland

Dass Qualitätsweine und Weinkultur etwas mit Lagerung, Reife und Alter zu tun haben und nicht mit Primeur-Konsum, an dem jeder Weinliebhaber nicht den geringsten Zweifel hat, zum Beispiel bei Bordeaux-Weinen, beginnt sich glücklicherweise auch im Bereich der trockenen deutschen Weine durchzusetzen. Sie müssen kein "Weinkenner" sein, um uns zu besuchen. Genau das macht WeinKultur Hüttenberg aus. Ferien- und Weinkultur an der Mosel. In diesem Jahr zeichnete das Deutsche Weininstitut (DWI) die ersten "Highlights der Weinkultur" in den deutschen Weinbauregionen aus.

Rebbau & Weinkultur in Deuschland

Ungeachtet des großen, Jahrhunderte alten und fundierten Rufes seiner Weinsorten kann der Weinbau in Europa kaum als typisch weinproduzierendes und weinkonsumierendes Bundesland bezeichnet werden, da sich der Weinbau heute bis auf wenige Ausnahmefälle ausschließlich auf den südwestdeutschen Raum, auf das Rheintal und seine bedeutendsten Zuflüsse beschränkt. Da der Weinverbrauch außerhalb der Anbauregionen stets deutlich niedriger ist als innerhalb der Erzeugerregionen, trinken die Deutschen im Durchschnitt nur etwa die Hälfte so viel pro Jahr.

Mit einer durchschnittlichen Ernte von rund 10 Millionen Hektolitern, von denen zwischen 15 und 20% ausgeführt werden, macht der inländische Wein kaum die Haelfte des Normalverbrauchs aus und macht Deutschland zum groessten Importeur von Wein weltweit. Ein weiterer Anstieg des Pro-Kopf-Verbrauchs, wie er in den vergangenen Dekaden in den Nachbarstaaten Dänemarks, Luxemburgs, der Schweiz und Österreichs beobachtet wurde, konnte daher nur durch einen Anstieg der Importe erreicht werden, an denen die deutschen Weinindustrien verständlicherweise wenig interessiert sind, da sie aus Klimagründen die Produktion nicht zur Abdeckung der Binnennachfrage und zur Erhöhung des Pro-Kopf-Verbrauchs ausweiten können.

Getrennt von jeder Art von Weinkultur sind seine Tropfen mehr und mehr auf den gelegentlichen Weintrinker ausgerichtet, der keine inneren Verbindungen zum Tropfen hat und der angesichts einer verwirrenden Namensgebung keine erhöhte Identifikation mit einem gewissen Tropfen entwickelt hat und kann.

In den letzten Jahren gab es daher eine erfreulich gute und überaus erfolgreiche Tendenz im Bereich des Weinbaus und der Weinerzeugung in Deutschland, zu der eine neue Winzergeneration mit neuen Impulsen wesentlich beizutragen hat. Die unglückliche Weiterentwicklung der Kunstsüßung von Weinen durch Süssreserve, ein euphemistischer Begriff für ungegorenen Traubenmost, erscheint endgültig durchbrochen.

Einige haben noch die beschämende Zwischenphase der sogenannten Halbtrockenweine angeschaltet, eine an die Augenwaschung grenzende Form, die aufgrund ihres reinen Hypothesencharakters - entweder weil ein trockener oder nicht trockener Tropfen - manche an so etwas wie "halbschwanger" erinnerte. Immer mehr Produzenten haben die Kennzeichnung erleichtert und befüllen nicht mehr jeden einzelnen Tropfen unter einem so blumig wie möglich gehaltenen Weinberg, sondern nur noch mit dem Sorten- und Erzeugernamen.

Für den Erfolg des Weines ist nur die Ergebnisqualität entscheidend. Dass Qualitätsweine und Weinkultur etwas mit Lagerhaltung, Reifung und Alterung zu tun haben und nicht mit Primeur-Konsum, an dem jeder Weinkenner nicht den leisesten Zweifeln hat, zum Beispiel bei den Bordeaux-Weinen, beginnt sich glücklicherweise auch im trockenen deutschen Weinbereich durchzusetzen.

Es ist nicht jeder ausgezeichnete und außergewöhnliche deutschsprachige Tropfen im Grunde ein Weisswein. Vor allem die Qualität der Rotweinproduktion ist deutlich gestiegen, obwohl der Anstieg wahrscheinlich schwer und felsig bleibt und die Mehrheit noch weit vom angestrebten Ergebnis abweicht. Aber - und das ist die wirkliche Empfindung, an die noch vor wenigen Jahren niemand zu glauben gewagt hat - es gibt bereits die ersten, die einen internationalen Roten ausmachen.

Im Großen und Ganzen wird es sicherlich ein Weissweinland sein, aber auch hier ist eine Veränderung und Berichtigung der früheren Fehlentwicklung zu beobachten. Während es früher als Zeichen der Moderne angesehen wurde, immer mehr Flächen mit unscheinbaren oder gar nichtssagenden neuen Sorten zu pflanzen, ist diese Begeisterung mittlerweile zum Glück verschwunden, und immer mehr verzichten jetzt nicht nur ganz darauf, sondern konzentrieren sich auch ganz auf die erprobten und regional typischen Sorten.

Eine weitere aktuelle Änderung betrifft letztendlich die Weinsorten selbst und deren Spirituosen. Im Vergleich zu den Pflanzen der sonnigen Länder sind die Deutschen in der Regel weniger alkoholhaltig. Aber die Einsicht, dass es nicht nur um die Qualität geht, breitet sich aus. Gewiss benötigt der Wein weniger Alkoholika als ein Sekt in seinem Gleichgewicht zwischen Wein, Rumpf und Säuren, und dieses Gleichgewicht und damit der geforderte Alkohohlgehalt an der Muschel ist sicher anders als im Rheingaus oder an der Mitte.

Andererseits benötigt ein Weißwein in der Regel einen höheren Alkoholgehalt - und mehr Ausgewogenheit. um Ihnen etwas zu trinken anbieten zu können. Auch auf andere Art und Weisen kann man das Ansehen steigern, auch wenn eine große Rieslingbeere oder eine trockene Beerenauslese ein einzigartiger, aber sehr seltener Tropfen ist. Diese Änderungen korrespondieren ohne Zweifel mit veränderten Essgewohnheiten und sind auch ein Zeichen für einen erhöhten Genuss von deutschen Weinen in Zusammenhang mit einem geeigneten Speisen.

Ebenso bedeutsam und erfreulich wie diese Entwicklungen ist, so ist der dt. Rotwein ein nach einer Mahlzeit trinkbarer und aufgrund seines mäßigen Alkoholgehaltes, seiner Fruchtigkeit und seiner oft vielschichtigen und feinen Konsistenz den anderen Alkoholgetränken klar überlegen. 2. Aufgrund der nordischen Hanglage mit ihrem vergleichsweise kalten Wetter gedeiht der Weinbau in der Bundesrepublik nur in besonders begünstigten Gebieten, vor allem in den Flußtälern, vor allem in den südwestdeutschen, und in geringerem Maße in den neuen Bundesländern auf dem Territorium der früheren Sowjetunion.

Vor allem der rheinische Raum reguliert das Klima, so dass sechs der dreizehn Weinanbaugebiete Deutschlands entlang des Rheinlaufs liegt. Ortschaften; das größte Weinanbaugebiet, bekannt für seine exzellente Rheinfassade um das Hügelland herum, dem die Weinberge meist weniger Aufmerksamkeit schenken; der Rheinau, qualitätsmäßig das bedeutendste Weinanbaugebiet am Niederrhein zwischen dem Hochheimer und dem Lorcher Oberrhein, mit so bekannten Ortschaften wie z. B. Rheinauenthal, Erlbach, Hattenheim, Joh.

Das württembergische Land, dessen Weinberge sich rund um den Hals mit oft eigenständigen und über 55% Rotweinen konzentrieren, deren besten Eigenschaften außerhalb der Region wenig bekannt sind; das fränkische Land, dessen Wein überwiegend aus dem Main-Tal um die Würzburger Region stammt und in den Bocksbeutelln in Flaschen gefüllt wird; in der Nähe diverser Weinsorten und größtenteils unbekannter Topqualitäten vor allem aus dem Gebiet zwischen Schlossböckelheim und Münster-Sarmsheim;

Im Weinbereich ist Mosel-Saar-Ruwer der wichtigste Nebenfluss (einschließlich seiner Nebenflüsse) mit wichtigen Qualitätsweinen allein im Rheingaus, vor allem um den Wiltinger (Scharzhofberg), am Rhein und in der Region Berlin; der wichtigste Nebenfluss ist der Rhein; Die beiden übrigen Flächen sind das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut in Sachsen-Anhalt und Thueringen mit knapp 400 ha und das geringste deutschsprachige Weinanbaugebiet in Sachsens, das im Wesentlichen stromabwärts von der Dresdner Region um die Orte Rebeul und Meissen liegt.

Weil das Weinbaugesetz dem Traubenmostgewicht mehr Aufmerksamkeit widmet als der Bodenqualität, auf dem die Rebstöcke gedeihen, ist die Idee der "Qualität im Glas" aufgekommen, d.h. die Einteilung der Weine in die einzelnen Güteklassen ausschließlich nach dem Eintragungskriterium des Mostgewichtes. Nur das Niveau der Oechsle-Sorten - in Deutschland, Frankreich, Spanien und anderen Staaten mindestens Säuren, Extrakte, Aschen und andere gütebestimmende Größen - entscheiden darüber, ob der Oechsle in die Kategorien Qualitätskontrolle, Kabinetts etc. einstufbar ist.

Der endgültige Beschluss wird dann bei der offiziellen Qualitätsweinkontrolle gefasst, die alle als Qualitätswein bestimmten Weinen - zusammen mit dem Gesuch um die gewünschte Qualität - vor dem Inverkehrbringen passieren müssen. Wird der Test bestanden, so trägt jeder einzelne Tropfen die offizielle Nummer der Kontrolle, die auf dem Kennzeichnungsschild anzugeben ist. Anstatt sich mit diesen Prüfungsstellen und anderen Staatsorganen zu befassen, ziehen es heute eine zunehmende, wenn auch noch kleine Anzahl von Produzenten, ähnlich der italienischen Entwicklungen, vor, besonders hochwertige, teilweise in Barriques gereifte Weinsorten einfach als Tafelweine zu vermarkten, was die Qualitätsorientierung eines Weinrechts deutlich beleuchtet.

Abschließend sind noch die Produzenten oder Flaschenabfüller zu nennen, bei denen der Trinker in der Regel die Abfüllung in der Bundesrepublik bevorzugt. Noch vor zwanzig Jahren galt der Bio-Winzer als grüner Narr. Dass Bioweine oft von höchster Qualität sind und mit Konkurrenten aus dem Ausland, aber auch aus dem Ausland konkurrieren können, ist kein Fremdwort mehr.

Allerdings ist zu beachten, dass biologisch produzierte Weinsorten an sich nicht von besserer Güte sind als andere Weinsorten. So wie es viele schlecht hergestellte herkömmliche Weinsorten gibt, gibt es auch viele schlecht hergestellte Bioweine. "Im Weingarten gedeiht Qualität" - das ist das Kredo der besten Kellerei. Während der Bio-Weinanteil in der Bundesrepublik rund 1,5 Prozentpunkte der Gesamtweinproduktion erreicht, liegt der Bio-Weinanteil bei den Wettkämpfen bei rund 10 prozentual.

Ein Grund dafür ist, dass die Weinbauern ihr Herz und ihre ganze Kraft in die Herstellung ihrer Weinsorten gesteckt haben und kaum das grössere Wagnis, die höhere Arbeitsbelastung und die geringeren Ernteerträge auf sich genommen haben, nur um mittelmässigen Tropfen zu produzieren. Andererseits ist es offensichtlich, dass große Tropfen nur mit und nicht gegen die Umwelt produziert werden können.

Die Weinrebe muss sich umso mehr bemühen, Nahrung und Feuchtigkeit aus dem Weinberg aufzusaugen. Erst durch den Verzicht auf Kunstdünger sowie maximale Erträge kann der Rotwein die Besonderheiten des Standortes, der Traubensorte, des Terroirs und des Klima schmecken. Überzeugen Sie sich selbst, was ein besonderer Genuß sein kann.

Es ist besonders aufregend, die Weinsorten vor Ort zu probieren und beim Weinbauer zu kaufen. Weinanbau in Deuschland - Lesen Sie mehr: Hier erhalten Sie einen Überblick über Weinkellereien und Weinbauern in Deuschland. Das deutsche Weinbaugebiet und die Weingebiete mit Angaben zu den Besonderheiten des Standortes, der Traubensorte, des Boden und des Klima.

Jedes Gebiet hat seine eigenen Merkmale und besticht durch Wein mit einem besonderen Charme. Es werden in der Bundesrepublik fast 140 Traubensorten kultiviert, von denen über 100 für die Herstellung von Weißwein und 35 für den Anbau von Weißwein verwendet werden. Im internationalen Vergleich zählt die Bundesrepublik zu den klassischen Weißweinländern, doch seit Mitte der 80er Jahre wächst die deutsche Rotweinnachfrage immer mehr.

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