Wein

Weißer Chianti

Trebbiano toscano und Malvasia del Chianti wurden mit weißen Trauben versetzt, so dass verschiedene Aspekte wie Süße und Farbe in den Wein eingearbeitet werden konnten. Wenn der Biancolo von Gagliole der kleine weiße Bruder ist, dann ist Il Bianco zweifellos der große weiße Bruder der beiden Weißweine, die auf Gagliole unter dem Zeichen von Kompass und Balken produziert werden. Mitte des letzten Jahrhunderts definierte Baron Bettino Ricasoli die Komposition und Kellertechnik des Chianti Classico. Der Chianti war ursprünglich ein Name für das hügelige Gebiet um die Gemeinden Radda, Gaiole und Castellina im Zentrum des heutigen Chianti-Classico. Der Chianti-Wein, natives Olivenöl extra, weiße Trüffel, toskanisches Brot, Keramik und Keramik.

Das Märchen

Der Chianti ist der Ort auf Erden, der die Toscana und ihren Weine weltberühmt gemacht hat und allen Ansprüchen und Vorstellungen gerecht wird. In der Vergangenheit war ein Chiantiwein genauso Teil einer Mahlzeit wie Ketschup Teil eines Hamburgers. Einige Dokumente erwähnen bereits 913 den Namen Chianti. Doch die erste urkundliche Erwähnung eines Chianti-Weins geht auf das Jahr 1404 zurück, als der Pratoer Händler Franz I. einen Weisswein dieses Namen in Pignamaggio einkaufte.

Nach 23 Jahren wurde der Chianti ein roter Wein. Bevorzugt durch die Nachbarschaft zu einer der Welthauptstädte der Wiedergeburt, fand der Wein aus dem Raum zwischen Firenze und Serbien bald seinen Weg nach Deutschland. Wahrscheinlich bedeutet dies auch, dass er im Gegensatz zu den damals herrschenden Süßweinen voll vergoren und getrocknet war.

Erst im 17. Jahrhundert etablierte sich die Ursprungsbezeichnung „Chianti“ für die spätere globale Verbreitung. Anfang des achtzehnten Jahrhundert war der Markenname dann ein Ausdruck für Qualitätsweine. Unglücklicherweise zog die gute Geschäftsentwicklung Schmarotzer an. Grossherzog von Toscana, der 1716 per Dekret die Grenze des Chianti festlegte.

Später konnten nur noch solche Weine als Chianti bezeichnet werden, die aus einem genau abgegrenzten Bereich um die Ortschaften Badia, Gaiola und Kastellina stammten. Die Anfänge des Chianti, wie wir ihn heute nennen, liegen etwa 150 Jahre zurück. Bei den Rotweinen dieser Zeit handelte es sich meist um Mischweine, die aus regionaltypischen Weintrauben erlesen wurden.

Diese waren hauptsächlich Sangioveses in einer Vielzahl von lokalen Stämmen, sowohl in der Sorte CANAILO NOERO als auch in der Sorte CARDINO. Die weißen Weintrauben wurden für die Rebsorten Tribbiano Tokio und Chianti hinzugefügt, so dass die verschiedenen Eigenschaften wie z. B. die Süsse und die Färbung in den Weißwein einfließen konnten. Laut einer urkundlichen Erwähnung von 1773 besteht der Chianti der damaligen Zeit hauptsächlich aus Kanaiolo mit geringeren Proportionen von sangiovesischen, muskulösen und marzeminischen – also überall rot gefärbten – Abarten.

Der Reiz des Produktes Erztoscan war so groß, dass auch andere italienischen Gebiete anfingen, die Bezeichnung Chianti zu imitieren. Das war damals noch möglich, da der Begriff damals noch nicht hinreichend gesichert war. Der heutige Chianti-Kalender begann Ende des 19. Jh. Das Jahr 1872 war ausschlaggebend, als Freiherr von Bettino Ricoli – wegen seines harten Verhaltens auch Eisenbaron benannt – einen Bericht schrieb, in dem er sein Verständnis von einem zeitgemäßen, dauerhaften Chianti nach Jahrzehnten des Experimentierens auf dem weiten Land von Burg in der Nähe von Galileo wiedergab.

Das Rezept enthielt 75 prozentige Anteile an der Hauptsorte Sant iniovese, 15 prozentige Anteile an der Rebsorte Kanaiolo National, fünf prozentige Anteile an anderen Traubensorten und weisse Anteile wie z. B. an der Sorte Malteser. Er wollte die Festigkeit des Sangioveses aufweichen und durch den Zusatz von Weisswein für einen schnellen Verzehr umgestalten. Doch nicht jeder Weinbauer folgte der Einladung des Baron für die Cuvee, obwohl er als später Premierminister der Toscana eine Mixtur aus Sant’Eggiovese (80%) und einheimischen Traubensorten wie z. B. Kanaiolo und Kolorino (20%) für den Chianti verwenden konnte.

Bis zum Ende des neunzehnten Jahrhundert verwendete die Mehrzahl der Weinbauern jedoch weiter das antike Kochrezept mit einem hohen Gehalt an Kanaiolo Negro, und das Ricasoli-Rezept etablierte sich erst nach und nach in den traditionsbewußten Weinkellereien. Der Baron und die liberale Politikerin legten jedoch den Grundstein für die weitere Entfaltung des Chianti.

Der Chianti hatte in den 60er und 70er Jahren in der Bundesrepublik den guten Ruf eines recht preiswerten Weines mit Körben. Drei Jahre vorher traf sich eine wütende Winzergruppe aus den Regionen Firenze, Schenna, Arezzo and Punta in der Provinz und suchte nach neuen Wegen des Weinbaus. 1927 wurde das Konsortium des Chianti – damals noch als Legal des Chianti bekannt – ins Leben gerufen.

In der Blütezeit des Weinanbaus in der Toskana sind die Gründer noch weit über die Landesgrenzen bekannt. Der Schriftzug stammt aus einer vielleicht nicht ganz zutreffenden, aber wunderschönen Erzählung aus dem 13. Jh., die von der Einnahme des Chianti durch die Florenz erzaehlt. Sie wurde noch dicker: Die lange fällige Auflösung der alten Schule der italienischen Agrarwirtschaft, die in den 50er Jahren begann, war kein Rezept für den Erfolg des Chianti.

Auch das Schloss von Chianti-Rezeptor Ríasoli ist in den Eigentum eines finanzstarken Unternehmens aus Australien gefallen. In den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrtausends wurde der Chianti wieder oft mit billigen Schankweinen aus Weidenflaschen verglichen. Bei der Erstellung der DOC-Verordnung 1963 wurden für alle Chianti-Produkte mindestens zehn und höchstens 30 Prozentpunkte weiße Weintrauben festgelegt.

Der helle Chianti, oft mit süditalienischen Tropfen angereichert, wurde zum Regelfall und nicht zur Ausnahmen. Viele Weinbauern experimentierten, reiften nach dem Vorbild der Franzosen in Barriquefässern und lösten sich von früheren Rezepturen ab. Man keltert seine Weinsorten aus verschiedenen Sorten wie dem Kabernetzsauvignon, und es entsteht eine Reihe von „Super Tuscans“, die oft in kleinen Stückzahlen, aber mit viel Mühe hergestellt werden.

Nur wenige Jahre später gab es kaum einen Produzenten im Chianti, der nicht auch einen Supertoscan in seiner Sammlung hatte – übrigens komplett aus dem Hause Sangivese. Ursprünglich als Wein mit der Bezeichnung ³eVini da tavola³c bezeichnet, wurden die Weinsorten später in die Klasse der ³eIGT³c (Weine mit geographischer Typizität) eingestuft.

Merkwürdigerweise passierte dies erst zu einem bestimmten Zeitraum, nachdem die Chianti-Region – die Region Classicico und ihre Unterregionen – 1984 zum DOCG-Status befördert wurde (eines der schlimmsten Jahre in der Geschichte). Die Tatsache, dass in einer Zeit großer Beliebtheit auch die weiße Sorte TREBBBIANO TOSCOANO als Massengutträger in die Cuvées des Chianti einbezogen wurde, die Hektarerträge ohne Berücksichtigung der Qualitätsansprüche gewaltig gestiegen sind und die Rebstöcke auch in ungünstigen Lagen angebaut wurden, waren wohl einige der Hauptfehler, die in den 70er und 80er Jahren zu der großen Verkaufskrise führten.

Wie sich herausstellte, konnten – im Gegensatz zu den hohen Preis- und Gewinnerwartungen von Herrn Antonio di Montaño – die hohen Ansprüche im Chianti nicht erfüllt werden. Aus diesem Grund wurde 1984 der erste Spatenstich für die Sanierung des Chianti vorgenommen. Endlich erhielt die Bezeichnung die begehrte Auszeichnung als AOCG. Der Ursprung der Weinsorten wurde daher in der folgenden Zeit sowohl strikt überwacht als auch gewährleistet.

Die Erweiterung betrifft weiterhin alle Teilregionen des Chianti. In den 80er Jahren begann noch eine Weiterentwicklung hin zu mehr Service. Beispielsweise wurde der Ertrag pro Hektar deutlich gesenkt und das Durchschnittsalter der Chianti DOCG-Reben auf fünf Jahre festgesetzt. Dies führte zu deutlichen Qualitätsverbesserungen, die sich vor allem auf die Haltbarkeit der Weinsorten durchsetzten.

Der strenge Charakter des recht hellen roten Chianti entwickelt sich so zu einem dunkeln, gerbstoffreichen und haltbaren Wein. Die zauberhafte und zugleich etwas vernachlässigte ländliche Anmutung, die auch heute noch in Teilen der umgebenden Chianti-Region vermittelt wird, hat sich in fast zwei Dekaden in eine reiche, kultivierte Landschaft verwandelt. Mittlerweile zeichnet sich jedoch eine neue Gefahrenentwicklung ab, die von aussen kaum wahrnehmbar ist: Die Popularität der Weinsorten des Chianti DOKG hat durch eine neue Verkaufskrise etwas mehr als die der anderen toskanischen Weinsäfte erlitten.

„Der größte Teil wird für Erdnüsse angeboten, während die Herstellungskosten sehr hoch sind“, sagt der berühmte Önologe der Gegend, der bereits für die Familie Frécobaldi und die Familie Antonori gearbeitet hat.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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