Weißwein

Weißwein: Leichte und facettenreiche Wein-Variation

Weißwein ist Wein, der mit besonderen, hellen Traubensorten hergestellt wird. Im Geschmack ist er leichter als Rotwein. Es gibt zahlreiche Variationen von Weißwein, etwa Schaumwein oder Likörwein. Ursprünglich war es wohl eher Rotwein, der seit Jahrtausenden von Jahren von den Menschen hergestellt und getrunken worden ist. Erst in der Antike wurde zum ersten Mal auch Wein aus hellen Trauben hergestellt.

So kultivierten etwa die Römer nachweislich auch hellen Wein. In den Klöstern wurde diese Variante des Weins verfeinert. Vom 17. Jahrhundert an wurde diese Wein-Variation zum Teil auch als Schaumwein hergestellt, also mit Kohlensäure versehen.

Wein

Um Weißwein herzustellen, werden nicht nur andere Trauben als bei Rotwein verwendet, auch der Herstellungsprozess an sich ist etwas anders. So werden die Trauben nach der Lese möglichst rasch gekeltert. Hierfür müssen sie jedoch zunächst von Stielen und Blättern befreit werden, auch Rappen genannt. Beim Keltern werden die Trauben so durch eine Presse gequetscht, dass ihr Fruchtsaft austritt. Dabei darf jedoch nicht zu viel Druck ausgeübt werden, damit die Kerne nicht beschädigt werden. Das hätte einen bitteren Geschmack des Weißweins zur Folge.

Weißwein
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Zu den berühmtesten Weißweinsorten zählt Sauvignon Blanc.

Der Herstellungsprozess dieser Wein-Variante

Nach dem Keltern folgt die Gärung. Der Most, wie das Endprodukt des Kelterns genannt wird, wird von Fremdstoffen gereinigt. Anschließend wird der Most in Tanks umgefüllt. Dort werden die trübenden Stoffe vom eigentlichen Traubensaft getrennt. Die Trübstoffe können so gezielt entfernt werden. Damit der Gärungsprozess einsetzen kann, wird dem Most Hefe beigemischt. Häufig besteht die Gärung aus mehreren Schritten, in denen der Masse immer wieder neu Hefe zugesetzt wird. Wenn der Wein gegoren und während des Reifeprozesses regelmäßig kontrolliert worden ist, kann er in Fässer abgefüllt werden. Zuvor muss er jedoch filtriert werden, um Trübstoffe oder Schwebeteilchen zu beseitigen. In den Fässern oder Stahltanks reift der Weißwein dann eine gewisse Zeit lang, bevor er schließlich in Weinflaschen abgefüllt werden kann.

Zu den berühmtesten Weißweinsorten zählt Sauvignon Blanc, der ursprünglich aus dem Loire-Tal in Frankreich stammen soll, heute aber in vielen Regionen der Welt angebaut wird, etwa in Südafrika, Italien oder auch in Deutschland. Bekannte Weißweine sind auch Riesling oder Weißburgunder. Es gibt zahlreiche Variationen des Weißweins, die sich durch unterschiedliche geschmackliche Eigenschaften auszeichnen. Insbesondere wird zwischen trockenen, feinherben und süßlichen Weißweinen unterschieden. Der Zuckergehalt bei trockenen Weinen ist geringer als bei süßen Weinen. Trockene Weine dürfen maximal fünf Gramm Zucker pro Liter enthalten. Zudem ist Weißwein als feinprickelnder Schaumwein erhältlich.

Besondere Varianten von hellem Wein

Manchen speziellen Variationen wird gar kein Zucker zugesetzt, das heißt, der im späteren Endprodukt enthaltene Zucker stammt nur von der Traube selbst. Dies ist etwa bei einer Spätlese oder Auslese der Fall. Durch besondere Verfahren ist es möglich, den natürlichen Zuckergehalt der Trauben beim Lagern nach der Lese gezielt zu erhöhen. Dieser Effekt wird beispielsweise erzeugt, wenn enthaltenes Wasser zu einem gewissen Grad zum Verdunsten gebracht wird. Süße Weine sind häufig als Dessertweine oder auch als Likörweine erhältlich. Dazu zählen etwa der häufig für italienische Nachspeisen verwendete Marsala, der Tokajer aus dem nördlichen Ungarn beziehungsweise der südlichen Slowakei oder Samos, der verschiedene Dessertweine umfasst. Diese Weine schmecken besonders süßlich. Schaumweine als Variante von Weißweinen werden mit Kohlensäure versetzt. Hierzu zählen Sekt, Prosecco oder Champagner.

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