Wein

Weißwein aus Roten Trauben

Die meisten Trauben haben einen leichten Saft, unabhängig von der Schalenfarbe, da sich die Farbe der Trauben fast vollständig in der Schale befindet. Erst wenn diese Farbstoffe von der Schale entfernt werden, wird der Wein rot. Aus dem Französischen übersetzt bedeutet Blanc de Noirs „Weiß von Schwarz“ und bezieht sich auf Weißweine, Crémants oder Champagner aus roten Trauben. Auf Englisch: Weißwein aus roten Trauben. Weißwein wird normalerweise aus weißen Trauben hergestellt, kann aber auch aus roten Trauben hergestellt werden.

Weißwein von Noir – dunkler Wein, weißer Geschmack

Tatsächlich ist der“ Weißer Turm“ ein altes Modell. Dies ist keine Magie, denn man muss die Trauben nur sehr rasch nach der Ernte pressen, denn das Fleisch, aus dem der Fruchtsaft fließt, ist in sich weiß, die Farben sind in der Beerenschale. Werden nach der Ernte die gesunden, unbeschädigten Trauben rasch gepresst, haben die Farbmittel keine Zeit, von der Traubenschale in den Traubenmost zu gelangen.

Grundsätzlich ist jede Rotweinsorte auch für Weißweine geeignet. Nur aus reifem, hochwertigem Traubengut schmeckt es wirklich gut.

Doch da das Klima nicht immer gut ist, denken manche Weinbauern vielleicht sogar an den Anbau von roten Trauben zweiter oder dritter Klasse, oder sogar an verfaulte Trauben für die Herstellung der weiß gepressten Pflanzen. Aber es gibt keinen Anlass, auf die Marke Weißwein zu verzichten. Nein.

Rote Rieslinge – dichtes Aroma mit zartem Säuregehalt

Die weiße Rebsorte hat sich hier behauptet und wurde in den letzten Dekaden nicht bebaut. „Während der Verkostung fiel eine Variante auf – sie war dichter, extraktreicher und nachhaltiger“, erzählt Mathias Cors. 2011 wollte der Weinbauer Dr. med. Georg Schohlbach neue Reben pflanzen. „In diesem Jahr waren die Riesling-Reben jedoch knapp, weil viele rheinhessische Weinbauern neue Reben gepflanzt haben“, erzählt er.

Statt dessen hat ihn sein Weinbauer überzeugt, den roten Riesenriesling zu ernten. Er brachte mit dem Weinjahrgang 2014 seinen ersten reinsortigen roten Riesenriesling heraus. Am weitesten verbreitet ist die Nachwuchssorte bisher an der Bergstraße – die Weingenossenschaft Bergsträßer war hier besonders aktiv. „Heute hat hier nahezu jeder Weinbauer roten Riesling“, sagt der Weinbauer und Vorsitzende der Genossenschaft, Herr Reutl.

Er ist auch ein Pionier der alten Züchtung. „Ich hatte sie bereits 1974 während meines Vorpraktikums in Gisenheim getroffen, zusammen mit anderen Farbveränderungen wie Blueilvaner oder Red Müller-Thurgau. Im Jahr 1995 ließ er von dort Weinreben dieser Rebsorte aufpfropfen. „Es wäre ein Irrtum, ihn nicht abzuholen“, meinte er. 2006 wurde der Rote Riesling zum ersten Mal an der Bergstraße angepflanzt.

Von vielen Winzern, die diese Rebsorte einführten, wird sie hauptsächlich mit einem feinen bitteren Geschmack angebaut. „Im trockenen Zustand entstehen gelegentlich lästige Bitterstoffe“, erläutert er. Auf einen bitteren Geschmack verlässt sich auch Dr. med. Georg G. Saarbrück. „Er tendiert zu etwas weniger Säuren als der weiße Wein, die Früchte sind gut durchwachsen. Besonders die Note von Äpfeln und Birnen steht im Mittelpunkt, während der weiße Wein auch Pfirsich- und Citrusaromen ausbilden kann.

Mathias Korvers hingegen schimpft auf einen getrockneten roten Riesenriesling, der dank seiner geringen Ausbeute keine Bitterstoffe enthält, sondern eine sehr harmonische Säure entfaltet, die die für Kernfrüchte charakteristischen Noten untermalt. Auf Anraten der Fachhochschule Gelsenkirchen entschied die Regierung des Landes Hessen dagegen, dass für den Roten Riesling kein zeitaufwändiges Genehmigungsverfahren erforderlich sei: Obwohl der Rote Riesling mehrere Jahre lang vergessen wurde, war er eine Traditionssorte und keine neue.

Ab etwa 2017 erwartet er dort den Anbau des Roten Rieslings. Schon jetzt ist das lnteresse der Weinbauern groß, meldet er.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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