Wein

Zuckergehalt Wein

Es gibt immer wieder Unsicherheiten hinsichtlich der Angabe von Restzucker im Wein. Bei Sekt wird der maximal mögliche Restzucker durch die Begriffe Brut, Extra Brut und Brut Nature und deren Derivate klar definiert. Der Zuckergehalt im Wein muss leider noch nicht auf dem Etikett angegeben werden. Oft frage ich mich: „Wie soll ein idealer Wein schmecken? Der Alkoholgehalt des Mostes ist umso höher, je mehr Zucker er enthält.

Zuckern in Wein

Es gibt immer wieder Unsicherheiten hinsichtlich der Angabe von Residualzucker im Wein. Bei Sekt wird der höchstmögliche Rest-Zucker durch die Begriffe Brutto, Extrabut und Brut-Natur und deren Ableitungen eindeutig umrissen. Beim Wein sind die Begriffe trügerisch, denn „trocken“ ist nicht wirklich getrocknet. Für zu süss erachtet der Brite den in der Bundesrepublik häufig verwendeten und zulässigen Höchstgehalt von 9 g/l Rest-Zucker.

Der Zusammenhang zwischen den beiden Bezeichnungen, die zur Begrenzung des Zuckergehalts verwendet werden, ist wenig bekannt. Residualzucker im Wein und seine Begriffsbestimmung: „trocken“ kann definiert werden als ein Wein, dessen Zuckergehalt folgende Grenzwerte nicht überschreitet: – 9 g/l, wenn der gesamte Säuregehalt, ausgedrückt in g/l Weingartensäure, maximal 2 g/l geringer ist als der Residualzuckergehalt.

„Halbgetrocknet “ ist ein Wein, dessen Restsäuregehalt 9 g/l übersteigt, jedoch nicht übersteigt: – 18 g/l, wenn der Säuregehalt, ausgedrückt in g/l Weingartensäure, nicht mehr als 10 g/l unter dem Restsäuregehalt ist. „Ein Wein, der mehr als 18 Gramm Zucker und nicht mehr als 45 Gramm Zucker wiegt, muss sich „süß“ nannten.

Übersteigt der Zuckergehalt eines Weins 45 g /l, muss er als „süß“ bezeichnet werden. Andere Begriffe: Ein kaum verwendeter Begriff für Wein mit einem Restzuckeranteil von mehr als 45 g / Liter, bei dem der Säuregehalt so gering ist, dass er im Vergleich zum Restzucker im Geschmack zurücktritt.

Ein irreführender Ausdruck für halbtrockenen Wein, der nur in der Bundesrepublik verwendet wird. Dagegen hat eine Winzergruppe der Mosel geklagt und durch Gerichtsentscheidung die Zulassung des Begriffs „feinherb“ erwirkt. Eine Verletzung des Täuschungsverbots konnte das Landgericht nicht feststellen, da der Ausdruck „feinherb“ im Unterschied zu den gesetzlichen Bestimmungen nicht mit einer gesicherten Konsumentenerwartung impliziert ist.

Gerade deshalb halten wir es für trügerisch, denn immer wieder haben als leicht bitter gekennzeichnete Weinsorten einen Restzuckergehalt, der über dem Grenzwert für Halbtrockenheit liegt. In der Praxis ist Finherb also nicht gleichbedeutend mit Halbtrockenheit, wie es rechtlich sein sollte.

Daniela Papst

Daniela Papst ist Weinliebhaberin und verköstigt Rebensaft aller Couleur. Wie die meisten Deutschen trinkt sie am liebsten heimische Weine, dicht gefolgt von italienischen und französischen. Aber auch die edlen Tropfen aus Down Under haben es ihr angetan. Auf weintrend.com bloggt Daniela über Ihre Erfahrungen und gibt Tipps für Weinliebhaber.

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