Wein

Wein zu Pasta mit Tomatensauce: So gelingt die Auswahl

Zu Pasta mit Tomatensauce passt ein fruchtiger, mittelkräftiger Rotwein mit weichen Tanninen und frischer Säure, etwa Barbera, Chianti oder Gamay. Alternativ eignet sich ein trockener Weißwein mit klarer Säure. Der Wein gleicht die Säure der Tomaten aus und wird nicht von der Sauce überdeckt. Teure oder komplizierte Weine sind dafür nicht nötig.

Was die Tomatensauce vom Wein fordert

Tomatensauce hat einen kräftigen Eigengeschmack. Sie bringt Säure, Süße aus den Tomaten und eine herzhafte Würze mit, die oft als Umami bezeichnet wird. Ein passender Wein braucht zwei Dinge: genug eigene Säure, damit er neben der Tomate nicht flach und wässrig wirkt, und Frucht, die zur Sauce passt. Zu viel Holz oder kräftige Tannine, wie sie etwa in jungen Barolos stecken, drücken die Tomate und machen den Schluck streng.

Der Körper des Weins sollte zur Schwere des Gerichts passen. Eine leichte Tomatensauce mit frischen Kräutern verträgt einen schlanken Wein. Eine sämige Sauce mit Fleisch, Oliven oder Kapern braucht einen Wein mit etwas mehr Struktur und Alkohol, damit er neben den kräftigen Aromen bestehen kann.

Rotwein: die sichere Wahl

Für die meisten Tomatensaucen sind Rotweine mit mittlerem Körper und weichen Tanninen die erste Wahl. Barbera d’Asti bringt frische Säure und dunkle Frucht mit, die zur Tomate passt, ohne schwer zu wirken. Chianti aus der Rebsorte Sangiovese hat ebenfalls eine lebendige Säure und dazu eine feine Würze, die an Kirschen und Kräuter erinnert. Gamay aus dem Beaujolais ist leichter und fruchtiger und harmoniert besonders gut mit einfachen, frischen Saucen.

Wenn die Sauce kräftiger ausfällt, etwa bei Pasta alla Norma mit gebratener Aubergine und Ricotta, braucht der Wein etwas mehr Rückgrat. Dann lohnt sich ein Sangiovese mit etwas Reife oder ein Barbera, der ein Jahr im Holzfass lag. Der Wein sollte genug Struktur haben, um neben den Röstaromen und dem Umami zu bestehen, aber nicht so viel Tannin, dass er bitter schmeckt.

Weißwein: die frische Alternative

Ein Rotwein ist die klassische Wahl, aber kein Muss. Zu leichteren Tomatensaucen, etwa mit viel Basilikum und wenig Öl, passt ein trockener Weißwein mit klarer Säure und wenig Holz. Er kühlt den Gaumen und betont die Frische der Kräuter. Geeignet sind etwa ein Vermentino aus Italien oder ein trockener Weißwein aus der Region, in der auch die Tomaten wachsen. Wichtig ist, dass der Wein nicht zu schwer und nicht holzig ist. Ein im Holzfass gereifter Weißwein mit viel Körper überdeckt die feine Säure der Tomate und schmeckt dann schnell schwer.

Die einfache Entscheidungsregel

Sie müssen keine Weinliste auswendig lernen. Die Regel lautet: Je leichter und frischer das Gericht, desto frischer der Wein. Je kräftiger die Sauce, desto strukturierter darf der Wein sein. Eine Spaghetti mit frischen Tomaten und Basilikum verträgt einen leichten Gamay oder einen trockenen Weißwein. Eine Pasta all’arrabbiata mit scharfer Tomatensauce verlangt nach einem Barbera mit etwas mehr Fülle. Und eine Lasagne mit Fleischsauce bekommt einen Sangiovese mit Reife oder einen mittelkräftigen Rotwein aus dem Süden Italiens.

Im Supermarkt hilft ein Blick auf das Etikett. Steht dort eine Rebsorte wie Barbera, Sangiovese oder Gamay, sind Sie auf der sicheren Seite. Achten Sie auf einen jungen Jahrgang, denn frische Weine passen besser zur Tomate als lange gereifte Flaschen. Ein gereifter Rotwein mit viel Tannin und Eichenholz ist eher etwas für Fleischgerichte oder Käse.

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