Servieren und Lagern

Geöffneten Wein richtig aufbewahren

In einer geöffneten Weinflasche baut Sauerstoff aus der Luft schnell Aromen ab. Wer den Wein am nächsten Tag noch trinken möchte, verschließt die Flasche gut und stellt sie in den Kühlschrank. Das gilt auch für Rotwein, obwohl er sonst bei Zimmertemperatur getrunken wird. Für eine Nacht reichen diese beiden Maßnahmen in der Regel aus.

Warum geöffneter Wein in den Kühlschrank gehört

Sauerstoff ist der Hauptgrund, warum der Wein an Qualität verliert. Er lässt den Wein flacher schmecken und kann mit der Zeit einen Essigton erzeugen. Kälte verlangsamt diese Oxidation deutlich. Deshalb gehört die geöffnete Flasche in den Kühlschrank, auch wenn Sie den Wein erst am nächsten Abend trinken. Bei Rotwein genügt es, die Flasche rechtzeitig vor dem Trinken herauszunehmen, damit er wieder Zimmertemperatur erreicht.

So lange bleibt geöffneter Wein genießbar

Die folgenden Zeiträume sind Richtwerte. Sie können je nach Wein, Verschluss und Lagerbedingungen abweichen. Geöffneter Rotwein bleibt im Kühlschrank etwa 2 bis 7 Tage trinkbar. Tanninreiche Sorten wie Cabernet Sauvignon halten länger durch als leichtere Rotweine wie Pinot Noir. Weißwein und Rosé bleiben etwa 3 bis 5 Tage frisch, wobei fruchtbetonte Weißweine schneller an Aroma verlieren als körperreiche Weißweine. Schaumwein und Champagner sollten Sie innerhalb von 1 bis 3 Tagen trinken, am besten mit einem speziellen Verschluss, der die Kohlensäure in der Flasche hält.

Die Weinflasche richtig verschließen

Der Originalkorken ist die einfachste Lösung, solange er unbeschädigt ist. Wenn er beschädigt ist, nehmen Sie einen anderen dichten Verschluss. Drehverschlüsse lassen sich einfach wieder zudrehen. Für Schaumwein gibt es spezielle Verschlüsse, die den Korken festhalten und verhindern, dass die Kohlensäure entweicht. Stellen Sie die geöffnete Flasche aufrecht. Liegt sie, vergrößert sich die Kontaktfläche zwischen Wein und Luft, und der Wein oxidiert schneller. Wer eine kleinere Flasche zur Hand hat, kann den Rest umfüllen. In einem kleineren Behälter bleibt weniger Luft über dem Wein. Dadurch hat der Sauerstoff weniger Angriffsfläche.

Typische Fehler bei der Aufbewahrung

Der häufigste Fehler ist, die geöffnete Flasche bei Zimmertemperatur stehen zu lassen. Wärme beschleunigt die Oxidation. Der Wein schmeckt am nächsten Tag merklich flacher. Auch ein locker aufliegender Korken oder ein unpassender Verschluss lässt zu viel Sauerstoff an den Wein. Bei Schaumwein reicht ein normaler Korken nicht, weil er die Kohlensäure nicht dicht genug hält. Wer die Flasche liegend lagert, vergrößert die Kontaktfläche zwischen Wein und Luft. Und wer die genannten Zeiträume deutlich überschreitet, muss mit starken Geschmacksverlusten rechnen.