Wein

Die optimale Trinktemperatur für Rosé

Roséwein kommt oft eiskalt aus dem Kühlschrank oder steht zu lange bei Zimmertemperatur. Zu kalt schmeckt er fast nach nichts, zu warm wirkt er schwer und alkoholisch. Der richtige Bereich ist leicht zu treffen: Trockene Rosés trinken Sie kühl, süße Rosés etwas kühler.

Warum die Temperatur den Geschmack verändert

Die Temperatur bestimmt, wie stark Sie die Aromen wahrnehmen. Bei niedrigen Temperaturen nimmt die Nase weniger wahr, der Wein wirkt frischer und säurebetonter. Wird der Rosé wärmer, öffnen sich fruchtige und blumige Noten, gleichzeitig tritt aber auch der Alkohol stärker hervor. Ein trockener Rosé aus der Provence hat zarte rote Beeren- und Zitrusaromen. Bei zu starker Kühlung gehen diese Nuancen verloren. Ein süßer Rosé verträgt etwas mehr Kälte, weil die Süße bei höheren Temperaturen schnell schwer und klebrig wirken kann.

Ein paar Grad machen dabei durchaus einen Unterschied. Bei kühleren Temperaturen schmeckt der Wein knackig und erfrischend, ideal für einen warmen Sommerabend. Bei etwas wärmeren Temperaturen kommen die Fruchtaromen deutlicher zur Geltung, der Wein wirkt runder und voller. Beide Temperaturen sind richtig, je nachdem, welchen Eindruck Sie bevorzugen.

So erreichen Sie die richtige Temperatur im Alltag

Die meisten Haushalte haben keinen Weinkühlschrank, und das ist auch nicht nötig. Der normale Kühlschrank kühlt unterschiedlich stark, je nach Einstellung und Fach. Eine Flasche Rosé, die dort einige Stunden lag, ist also etwas zu kalt für einen trockenen Rosé. Nehmen Sie die Flasche einige Minuten vor dem Einschenken heraus und lassen Sie sie bei Zimmertemperatur stehen. Sie können die Flasche auch in ein Spülbecken mit lauwarmem Wasser stellen. Das beschleunigt das Aufwärmen, ohne den Wein zu schockieren.

Andersherum: Wenn die Flasche bei Zimmertemperatur stand, müssen Sie sie herunterkühlen. Ein Eiskübel mit Wasser und Eiswürfeln arbeitet deutlich schneller als der Kühlschrank, weil das Wasser die Wärme besser ableitet als Luft. Stellen Sie die Flasche für einige Minuten hinein, dann hat sie die gewünschte Temperatur erreicht. Im Kühlschrank dauert es entsprechend länger, planen Sie einige Stunden ein.

Woran Sie erkennen, dass die Temperatur stimmt

Sie brauchen kein Thermometer, um den Rosé richtig zu servieren. Ein einfacher Test: Fassen Sie die Flasche mit der Hand an. Fühlt sich das Glas angenehm kühl an, ohne unangenehm kalt zu sein, liegt die Temperatur meist im richtigen Bereich. Wenn die Flasche beschlägt, ist sie eher zu kalt. Wenn sie sich weder kühl noch warm anfühlt, ist sie zu warm.

Wenn Sie es genauer wissen möchten, können Sie ein einfaches Küchenthermometer verwenden. Gießen Sie etwas Wein in ein Glas und messen Sie darin die Temperatur, das ist genauer als die Messung an der Flasche. Nach dem Einschenken wird der Wein im Glas schnell wärmer, besonders im Sommer. Servieren Sie ihn also lieber einen Tick kühler, als Sie es am Ende möchten.

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