Wein

Wein zum Buffet: Allrounder für viele Gerichte

Ein Buffet bringt Salate, Fleisch, Fisch, Brot, Käse und manchmal Süßes auf einen Tisch. Ein einzelner Wein soll zu möglichst vielen dieser Gerichte passen. Das gelingt ohne Sommelier-Wissen und starre Regeln. Entscheidend ist ein vielseitiger Wein, der nicht zu schwer und nicht zu komplex ist. Er harmoniert mit den verschiedenen Speisen. Die Gäste trinken ihn auch nach dem Essen noch gerne.

Warum ein Allrounder beim Buffet sinnvoll ist

Beim Buffet isst jeder Gast etwas anderes, und viele bleiben bei dem Glas, das sie einmal eingeschenkt haben. Ein Wein, der nur zu einem einzigen Gericht passt, enttäuscht schnell. Die Weinexpertin Conny Ganß empfiehlt deshalb einen Allrounder, der zu vielen verschiedenen Speisen passt. Der Wein sollte nicht zu schwer oder zu komplex sein. Sonst dominiert er die Gerichte und ermüdet den Gaumen. Ein unkomplizierter, ausgewogener Wein ist die sicherere Wahl. Er passt zu einem leichten Salat, zu einem Stück Fleisch und zu einer Käseplatte.

Sie müssen nicht nur eine Flasche anbieten. Wenn Sie möchten, stellen Sie zwei oder drei Weine auf das Buffet, etwa einen Weißwein und einen Rosé oder einen leichten Rotwein. So können Ihre Gäste je nach Gericht wählen. Sie müssen nicht für jedes Essen einen eigenen Wein kaufen.

Weiß, Rosé oder Rot

Für ein Buffet mit vielen verschiedenen Gerichten eignen sich leichte, trockene Weißweine besonders gut. Ein Grauburgunder oder ein unkomplizierter Sauvignon Blanc passt zu Salaten, leichtem Fleisch, Geflügel und Brot. Diese Weine sind frisch, haben eine angenehme Säure und überlagern die Speisen nicht. Wenn Sie ein Rinderfilet als Buffet-Highlight anbieten, greifen Sie zu einem samtigen Rotwein. Er begleitet das Fleisch, ohne es zu übertönen.

Roséwein ist eine weitere gute Option. Er liegt geschmacklich zwischen Weiß- und Rotwein. Er passt zu vielen Gerichten und wird immer kühl serviert, am besten bei 8 bis 10 Grad, also wie ein aromatischer Weißwein. Wenn Sie unsicher sind, welche Stilrichtung Ihre Gäste bevorzugen, ist ein trockener Rosé oft der Kompromiss, der die meisten zufriedenstellt.

Die richtige Trinktemperatur

Die Temperatur beeinflusst den Geschmack eines Weins stärker als viele denken. Ist der Wein zu kalt, verschließen sich die Aromen. Die Säure wirkt härter. Ist er zu warm, dominiert der Alkohol. Der Wein wirkt schwer und plump. Die optimale Temperatur bringt alle Komponenten in Balance.

Als Richtwerte gelten: Leichte, frische Weißweine wie Pinot Grigio oder Vinho Verde servieren Sie bei 6 bis 8 Grad. Aromatische Weißweine wie Riesling oder Sauvignon Blanc bei 8 bis 10 Grad. Kräftige, im Holzfass ausgebaute Weißweine wie Chardonnay bei 10 bis 12 Grad. Süße Weine wie Auslese oder Sauternes bei 8 bis 10 Grad.

Bei Rotweinen sieht es anders aus: Leichte Rotweine wie Beaujolais oder junger Spätburgunder trinken Sie bei 12 bis 14 Grad. Mittelkräftige wie Chianti oder Côtes du Rhône bei 14 bis 16 Grad. Kräftige wie Bordeaux oder Barolo bei 16 bis 18 Grad. Sehr kräftige wie Amarone oder Primitivo bei 17 bis 18 Grad. Auf keinen Fall wärmer. Diese Angaben sind Orientierung, keine starren Vorgaben. Je nach Wein, Jahrgang und persönlichem Geschmack kann die ideale Temperatur etwas abweichen.

Harmonie oder Kontrast

Conny Ganß nennt zwei Grundprinzipien, um Wein und Speisen zu kombinieren. Bei der Harmonie ergänzen sich Wein und Gericht. Sie passen geschmacklich zusammen und heben sich gegenseitig hervor. Beim Kontrast setzen Wein und Speise bewusst unterschiedliche Akzente. Sie verbinden sich zu einem spannenden Gesamteindruck. Beide Ansätze sind legitim. Keiner ist grundsätzlich besser.

Für ein Buffet ist der harmonische Weg meist der einfachere. Ein Wein, der zu vielen Gerichten passt, ohne aufdringlich zu sein, erfüllt genau diese Anforderung. Wenn Sie experimentieren möchten, probieren Sie vorher zu Hause, wie der Wein zu einigen der geplanten Speisen schmeckt. So finden Sie heraus, ob er eher harmonisch oder kontrastreich wirkt und ob Ihnen das zusagt.

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